Immer wieder Wii: Nintendos neuste Konsole im Test
Wii Play und Zelda: Twilight Princess
Baseball und Boxen stehen in Sachen Spielfreude ein wenig hinten an. Hier ist es etwas kniffliger, zur rechten Zeit einen Aufwärtshaken im Gesicht des Gegners zu platzieren oder den kleinen Baseball exakt zu treffen. Extra für das Golf-Spiel gibt es im Zubehörprogramm von Nintendo eine Schlägeratrappe. Insgesamt neun unterschiedliche Löcher, mit ihren ganz eigenen Hindernissen, werfen dem Geschick schon größere Brocken in den Weg.
Auch Wii-Play ist eine Ansammlung verschiedenster Minispiele, die sich eher an ein jüngeres Publikum richten, viele verlieren sehr schnell ihren Reiz. Hervorzuheben ist das virtuelle Billard-Spiel, in dem die Wiimote die Funktion eines Queue übernimmt. Wirklich empfehlenswert ist der rund 50 Euro teure Titel nicht.
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Mehr Sinn, und für viele Zocker ein Grund für ihre Treue zu Nintendo, macht der Titel "The Legend of Zelda: Twilight Princess". In der Rolle des Helden namens Link wird geprügelt, gerätselt und entdeckt. Das Spiel wirkt erwachsener denn je und hat sich ein gutes Stück von der einstigen Bonbon-Welt entfernt. Die Grafik ist deutlich detailreicher als bisherige GameCube-Titel. Xbox 360 und Playstation 3 haben dafür aber nur ein müdes Lächeln übrig.
Aufgrund der vielen Möglichkeiten im Spiel ist es stellenweise gar nicht so einfach, die Kombination aus Wiimote und Nunchuk immer optimal einzusetzen. Die Wiimote ist unter anderem für das Führen von Waffen zuständig, was im Test gut funktionierte. Mit Hilfe des Analog-Sticks der Nunchuk-Erweiterung bewegt man sich durch die virtuelle Spielwelt und wechselt die Perspektive. Der etwa 60 Euro teure Titel gehört für Nintendo-Fans zum absoluten Pflichtkauf.
Fazit
Schneller, leistungsfähiger, hochauflösender - sollen Sony und Microsoft mit Playstation 3 und Xbox 360 den Kampf um Superlative ruhig führen. Nintendo tat gut daran, sich aus diesem Rennen zu verabschieden. Die Wii bietet nur passable Sound- und Grafik-Leistungen, sie lässt sich nicht als DVD-Spieler verwenden und an ihr haftet der Geruch von Kinderzimmern.
In Sachen Spielspaß braucht die weiße Box sich keineswegs vor den großen Konkurrenten zu verstecken. Die absolut gelungene Steuerung, die geringe Geräuschentwicklung im Spielbetrieb und nicht zuletzt der im Vergleich zu anderen Konsolen günstige Preis von 250 Euro wird ihr zu Recht den Sprung in viele Wohn- und Kinderzimmer ermöglichen.

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