Muskelkater inklusive

Immer wieder Wii: Nintendos neuste Konsole im Test

Immer wieder Wii: Nintendos neuste Konsole im Test Sie ist schwächer als Microsofts Xbox 360 oder Sonys Playstation 3, sie ist kleiner, günstiger, anders, irgendwie merkwürdig. In anderen Ländern nehmen Menschen üble Verletzungen in Kauf, um eine zu bekommen. Eine Konsole für die ganze Familie, verspricht Hersteller Nintendo. Wir meinen, Wii ist auch etwas für alle Netzweltler.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kein Problem: Das Setup
  2. 2Die Controller
  3. 3Internet-Funktionen und virtuelle Konsole
  4. 4Endlich loslegen
  5. 5Wii Sports
  6. 6Echte Tennis-Schläger gegen Aufpreis
  7. 7Wii Play und Zelda: Twilight Princess
  8. 8Fazit

Es ist gar nicht so einfach, sich wieder von dem weißen Kasten loszureißen. Statt mit herkömmlichen Joysticks wird Nintendos Wii mit einer drahtlosen Fernbedienung, der Wiimote, gesteuert. Und dieses Spielprinzip ist so einzigartig, dass selbst eingefleischte PC-Spieler, sogar radikale Spieleverweigerer schwach werden.

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In der Tat sind es diese Controller, welche die Wii von anderen Konsolen unterscheidet. Ein cleverer Schachzug, denn im Grunde genommen ist Nintendos aktuelle Spielkiste bloß ein aufgebohrtes Update des Vorgängers GameCube. Dank Wiimote und lustigen Spieletiteln aber wiederum etwas völlig Neues. Oder gab es in der Vergangenheit schon eine Konsole, die so fleißig für Muskelkater gesorgt hätte?

Wenn sie nicht gerade ausverkauft ist, geht die Wii für 250 Euro in rauhen Mengen über die Ladentische. Neben der Konsole, der Wiimote nebst einem extra Controller mit dem Namen Nunchuk, einem externen Netzteil, Composite-Kabel und einem Adapter aus Plastik zur vertikalen Anbringung der Wii liegt dem Paket noch eine extra Sensor-Leiste bei. Diese kann wahlweise über oder unterhalb des Fernsehers angebracht werden, und ist für die korrekte Ausrichtung der drahtlosen Fernbedienung zuständig.

Kein Problem: Das Setup

Diese Sensor-Leiste ist alles andere als schön. Sie hat in etwa die Länge von zwei aneinandergelegten Kugelschreibern und wirkt im Gegensatz zum restlichen Equipment arg lieblos. Sobald sie auf oder unter dem Fernseher liegt, fällt sie wenigstens kaum mehr auf.

Gerade unerfahrenen Nutzern will Nintendo beim Aufbau und Anschluss der Wii keine Steine in den Weg legen: Netzteil und Sensor-Leiste anstecken, das A/V-Kabel mit dem Fernseher verbinden und der Spaß kann losgehen. Damit der jungfräuliche Spieler sofort starten kann, legt Nintendo das Spiel "Wii Sports" bei. Leider gehört ein zweiter Controller nicht mit zum Lieferumfang, daher bleibt das Zocken zunächst auf Einzelspieler beschränkt. Im Handel sind auch Bundels erhältlich, die zwei Wiimotes enthalten.

Nintendo Wii

Eine Konsole die Muskelkater verursacht? Nintendos Wii fordert auf ganz eigene Art und Weise.

Zubehör lässt sich der Hersteller durch eine ganze Stange Euros aufwiegen. Ein zweiter Funk-Controller schlägt mit etwa 50, ein weiterer Nunchuk mit circa 25 Euro zu Buche. Die Wii Spiele liegen mit Preisen zwischen 50 und 70 Euro auf einem für Konsolen üblichen Niveau. Wirklich günstig ist dies nicht. Quengelnde Kinder werfen daher schnell das Argument in den Raum, dass auch ältere Game-Cube-Titel auf der Wii laufen.

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