Razer DeathAdder im Test: Back to the roots
Einstellungssache
Die Rückmeldung ist nicht weniger als perfekt, der Widerstand weder zu hoch noch zu niedrig, unabsichtliches Drücken so gut wie unmöglich. Beim Scrollen punktet das große Rädchen mit einer feinen Rasterung und einem sehr unaufdringlichen Laufgeräusch. Bis auf zwei kaum nennenswerte Details bewegt sich die Verarbeitungsqualität auf einem durchweg hohen Niveau. Beim Testexemplar besitzt lediglich die Daumentaste etwas mehr Spiel, außerdem scheint blaues Licht bei aktivierter Mausrad-LED durch einen schmalen Spalt an der Gehäusekante vorne links.
Bei der Feinjustierung der DeathAdder werden Spieler ähnlich
gut bedient wie bei der Microsoft Habu (Klick vergrößert).
Bis auf eine vierte dpi-Einstellung und zwei zusätzliche Tasten entspricht das Menü der DeathAdder-Software weitestgehend dem der Microsoft Habu. Nach der Treiberinstallation und einem Neustart erfolgt beim ersten Konfigurationsversuch eine Fehlermeldung über eine nicht angeschlossene Maus. Nach dem Bestätigen derselben funktioniert die Benutzeroberfläche jedoch absolut einwandfrei und ohne weitere Negativnachrichten. Besonders stechen hier die "krummen" Auflösungswerte von 450 und 900 dpi hervor.
Wer der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist, findet ein übersichtliches Bedienfeld, dessen Repertoire weit über die Funktionalität einer gewöhnlichen Büromaus hinausgeht. Über die "Advanced Functions" öffnet ein weiterer Schieber am rechten Rand, der die Vergabe von einzelnen Tastendrücken, Makros mit maximal acht Anschlägen sowie gängiger Standard-Befehle gestattet. Nach dem Installieren der Treiber laufen mit dem optionalen Systemtray-Symbol drei zusätzliche Windows-Prozesse im Hintergrund, die insgesamt knapp neun Megabyte Arbeitsspeicher beanspruchen.
Bei der Masse an Funktionen ist für fast
jeden etwas dabei (Klick vergrößert).
Infrarot vs. Laser
Was den Untergrund angeht, gibt sich die DeathAdder im direkten Vergleich zur laserbewehrten Microsoft Habu deutlich wählerischer. Beispielsweise arbeitet die Habu auf dem Cover eines Hochglanz-Magazins noch absolut einwandfrei, während die DeathAdder ihren Dienst hier völlig versagt. In Sachen Abtastung ist der Laser gegenüber dem Infrarot-Sensor klar im Vorteil. Was die Genauigkeit der beiden Technologien angeht, ist der Unterschied rein subjektiv nicht spürbar. Stärker bemerkbar macht sich wiederum das höhere Gewicht der Habu, das der Microsoft-Maus ein etwas trägeres Ansprechen beschert.
Schon die Habu steht auf sehr flachen Teflon-Füßchen, doch die Pendants der DeathAdder sind sogar noch ein wenig dünner. Dies dürfte zumindest zum Teil auch dafür verantwortlich sein, dass die DeathAdder akustisch "unsauberer" übers Mousepad gleitet und lautere Kratzgeräusche erzeugt. Für sich betrachtet ist der Klang des Razer-Modells jedoch keineswegs unangenehm. Wegen der geringen Materialstärke dürfte es allerdings recht früh zu Abnutzungerscheinungen kommen.
Razer DeathAdder im Test: Back to the roots
Im Gegensatz zur hausgemachten Habu-Konkurrenz reagiert die DeathAdder deutlich flinker. Dafür gleitet das Microsoft-Modell sauberer übers Mousepad.
Die Gamer-Maus begeistert bei allem, was klickt - egal, ob linke, rechte, Daumen- oder Radtaste.
Trotz 200 dpi weniger ist der Unterschied zur 2.000er-Liga subjektiv kaum spürbar.
Die Oberfläche der DeathAdder-Software unterscheidet sich kaum vom Konfigurationsmenü der Habu.
Obwohl optisch deutlich eleganter, sieht die DeathAdder der Microsoft Habu sehr ähnlich.
Auf eine sechste und siebte Taste sowie den internen Profilspeicher wird im Gegensatz zur Copperhead und Habu verzichtet.
Basisarbeit: Die Gleitfüßchen sind sogar noch dünner als bei der Microsoft Habu.
Statt wie die meisten aktuellen Gamer-Mäuse auf Laser, setzt die DeathAdder wie die ersten kugelfreien Modelle auf Infrarot.


