DivX Author im Test: Filme einfach Archivieren

Das Kernstück: Der Enkodierer

Jeder eingefügte Film kann mit individuellen Videoeinstellungen versehen werden. Standard- oder Breitbildformat, Zeilensprung oder progressiv? Standardmäßig werden die Dateien mit einer durschnittlichen Bitrate von ungefähr 1,5 MBit enkodiert. Nach oben sind maximal 4,9 MBit erlaubt. Damit erzeugt der Codec eine ordentliche Qualität. Frickler können festlegen, ob das Video in einem oder in zwei Durchgängen berechnet werden soll und an der Bitrate schrauben. Ein einzelner Durchgang spart Zeit, kostet aber Qualität.

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Mit einer höheren durchschnittlichen Datenrate verbessert sich die Qualität, gleichzeitig steigt aber auch der Platzbedarf des Videos. Mehrere Voreinstellungen unter "Output" erlauben es, die Datenrate des Projektes automatisch so anzupassen, dass es auf eine CD-ROM oder DVD passt. Wahlweise ist eine manuelle Zielgröße möglich. Ein Statusbalken unter der Arbeitsfläche zeigt, wie viel Platz noch auf dem Medium vorhanden ist.

Sind alle Einstellungen gemacht, kann der Rechenvorgang beginnen. Der DivX-Codec ist zwar nicht der schnellste, die Geschwindigkeit ist aber noch akzeptabel. Ein 2,4-Gigahertz-Testrechner benötigte etwa die dreifache Laufzeit des Films. Bei fünf oder sechs Stunden Video, die auf eine DVD passend geschrumpft werden, kann dies den Rechner für eine ganze Weile beschäftigen. Gebrannt werden die Dateien anschließend mit dem firmeneigenen DivX-Player.

Schwächen und Macken

So ganz ohne Haken kommt DivX Author nicht aus. Beispielsweise nervt die Abfrage der Seriennummer beim Starten des Programmes. Solange kein Häkchen bei "Lizenz automatisch beziehen" gesetzt wird, muss die Seriennummer bei jedem Neustart neu eingetippt werden. Zudem ist das Programm momentan noch ausschließlich auf Englisch erhältlich, sodass Frendsprachenkenntnisse unumgänglich sind.

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Ohne gehts nicht: Der DivX-Player

Leider beschränkt sich DivX Author auf das "Home Theater"-Profil des DivX-Enkodierers. Das bedeutet, dass Videos lediglich bis maximal zur PAL-Standardgröße von 720 mal 576 Pixel enkodiert werden können. High Definition-Filme werden also automatisch heruntergerechnet. Hinzu kommt die mangelnde Kompatibilität. Denn ohne DivX-Player oder Hardware mit dem DivX Ultra-Siegel bleibt der .divx-Container nutzlos. Multimedia-Alleskönner wie der VLC können das Format zwar öffnen, unterstützen aber nicht die Menüs und mehrere Titel in einer Datei.

Fazit

DivX Author ist zusammen mit dem hauseigenen Containerformat eine interessante Lösung für Menschen, die Filme in größeren Mengen platzsparend archivieren möchten. Die Fähigkeit, MPEG-4-Videos mit Menü und Kapiteln zu erstellen, gab es bislang noch nicht. Allerdings muss der Nutzer dafür auch einen DivX Ultra-DVD-Player besitzen. Denn kompatibel zu anderen Abspiellösungen ist das Format nicht.

Für einen Preis von knapp 40 Dollar ist DivX Author ein solides Authoringprogramm und bietet angemessenen Gegenwert fürs Geld. Leider fehlt die HD-Unterstützung für Heimkinofans. Diese werden immerhin mit der Unterstützung des Dolby Digital-Standards entschädigt. Die deutsche Lokalisierung des Programms sollte allerdings zügig nachgereicht werden. Unentschlossene können DivX Author einen Monat kostenlos testen. Insgesamt: Sehr fortschrittlich, aber leider proprietär.

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Zitat: Seit eineinhalb Jahren ist DivX 6 und damit das eigene Containerformat ".divx" auf dem Markt. Damit wollte die DivX Inc. weg von der reinen Codecprogrammierung und dem eigenen Format mit...

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