Platzsparende Alternative zur DVD?

DivX Author im Test: Filme einfach Archivieren

Seit eineinhalb Jahren ist DivX 6 und damit das eigene Containerformat ".divx" auf dem Markt. Damit wollte die DivX Inc. weg von der reinen Codecprogrammierung und dem eigenen Format mit nützlichen Features mehr Gewicht verschaffen. Jetzt gibt es mit DivX Author das erste Authoringprogramm für diesen Container, mit dem jeder DivX-Dateien mit mehreren Tonspuren, Untertiteln und Menüs gestalten kann.

Schnittfenster - Eingefügte Videos zurechtschneiden
Eingefügte Videos zurechtschneiden

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der DivX-Container
  2. 2Funktionen von DivX Author
  3. 3Das Kernstück: Der Enkodierer
  4. 4Schwächen und Macken
  5. 5Fazit

Der DivX-Container

Der Begriff "DivX" ist fast zum Synonym für Videoenkodierung im Heimbereich geworden. Denn in den Anfangszeiten der wachsenden Bandbreite war es unter anderem der DivX-Codec, der Filme aus dem Web in geschrumpfter Größe auf die heimische Festplatte brachte. Doch DivX ist längst kein Bastelcodec mehr, sondern ein international agierendes Unternehmen. Um von dem Filesharing-Image wegzukommen und der wachsenden Konkurrenz der neusten Codec-Generation wie H.264 etwas entgegenzusetzen, wurde der DivX-Container ins Leben gerufen.

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Das Hauptfenster: Oben die Hauptnavigation, unten die Statusleiste

In den letzten Jahren ist die DivX Inc. mit viel Aufwand auf den Home-Entertainment-Zug aufgesprungen. DVD-Player, die mit dem Firmenlogo zertifiziert sind, bringen das hauseigene MPEG4-Format auf den Fernseher und es gibt legale, kostenpflichtige DivX-Filme zum Download. Mit dem eigenen Container geht man noch ein Stück weiter. Ein firmeneigenes proprietäres Format ist ein mutiger Schritt, denn es bietet neue Möglichkeiten, schränkt aber auch die Kompatibilität ein. DVD-Player und Software, die .divx lesen sollen, müssen das "DivX Ultra"-Logo tragen.

Funktionen von DivX Author

Ähnlich wie bei der DVD kann .divx mehrere Titel, Tonspuren und Kapitel verwalten und lässt sich komfortabel mit einem Menü steuern. DivX Author kann MPEG1, 2 und 4, Quicktime und Windows Media-Dateien lesen. Sogar ganze DVD-Ordner lassen sich importieren. Die Ausgabe der Videos ist weniger vielfältig: Das Video liegt grundsätzlich im DivX-Format vor, der Ton als MP2, MP3 oder Dolby Digital. Wenn der Ton in einem dieser Formate vorliegt, wird er ohne neue Enkodierung übernommen.

Neben reinem Video gibt es auch die Möglichkeit, Diashows aus Fotos zu basteln. Das Endprodukt soll wie eine vollwertige DVD funktionieren, aber weniger Platz beanspruchen. Sogar mehrere Tonspuren und Untertitel sind möglich. Wer schon mit Authoringprogrammen gearbeitet hat, wird sich in DivX Author gut zurecht finden. In mehreren getrennten Schritten werden die Dateien hinzugefügt, die Menüs bearbeitet und schließlich die .divx-Datei kodiert. Wer Teile des Films überflüssig findet, schneidet sie im integrierten Editor einfach heraus.

Divx Author

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Schnittfenster - Eingefügte Videos zurechtschneiden
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Und täglich grüßt - Die Serialabfrage
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Die Serialabfrage

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Das Menü - Hier können die Menüs manuell beliebig bearbeitet werden
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Hier können die Menüs manuell beliebig bearbeitet werden

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Letzter Schritt - Nun muss der Film lediglich noch berechnet werden. Dies kann allerdings dauern
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Nun muss der Film lediglich noch berechnet werden. Dies kann allerdings dauern

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Videoeinstellungen - Wer mag, kann hier einige Veränderungen vornehmen
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Wer mag, kann hier einige Veränderungen vornehmen


Mit den Voreinstellungen werden die einzelnen Filmdateien angepasst. Die Dateien werden allgemein nach Tracks und Clips eingeordnet. Ein Clip entspricht einem DVD-Kapitel, ein Track hingegen einem Titel. Ein Track ist also ein zusammengehöriger Film, der aus mehreren Kapiteln besteht, die im Menü separat angewählt werden können.

Das Menü

DivX Author bietet mehrere Möglichkeiten, die Struktur der Filme als Menü aufzubereiten. Im einfachsten Fall wählt man schlicht die automatische Erstellung des Menüs mittels eines Templates, also eines Hintergrundmotivs. Für normale Nutzer ist diese Option ausreichend, um ansprechende und übersichtliche Menüs für ihre Filmarchive zu erstellen, denn es gibt einige Templates zur Auswahl.

Nutzer mit mehr Erfahrung im Authoring oder Individualisten können die Menüs anpassen und beispielsweise eigene Hintergrundbilder verwenden. Der Linkeditor zeigt Verknüpfungen zwischen Elementen wie Buttons und Objekten wie den Filmen. Grundsätzlich ist die automatische Struktur, die der Assistent anlegt, schon ideal, sodass es sich nur in Ausnahmefällen lohnt, hier selbst Hand anzulegen.

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