Windows Vista: Media Center unter der Lupe

Teamwork mit der Xbox 360

Die Fernsehwiedergabe und -aufnahme funktioniert einfach und problemlos. Es gibt zwar kaum Möglichkeiten etwas an den Einstellungen zu justieren, doch da alles auf Anhieb klappt, ist dies auch nicht unbedingt nötig. Bastelfreaks und Konfigurator-Fans werden vielleicht etwas enttäuscht sein. Die breite Masse der Nutzer wird sich aber bedanken.

Durch die einfache Bedienung eignet sich die neue Version der Medienverwaltung auch für Einsteiger, die sich einen HTPC ins Wohnzimmer stellen wollen. Aufwändige Einrichtung entfällt. Erfahrenen Benutzern sind die Möglichkeiten aber vielleicht etwas zu eingeschränkt.

Besonders interessant ist das Vista Media Center für Besitzer von Microsofts Spielkonsole XBox 360. Denn die Konsole kann als verlängerter Arm des Media Centers im Wohnzimmer dienen. Über den Punkt "Extender" lässt sich die Verbindung zur 360 einrichten. Sind die beiden Geräte miteinander bekannt gemacht, dient die Konsole im Wohnzimmer als Client für das Media Center und kann auf alle Dateien zugreifen.

Der Computer muss dafür selbstverständlich laufen. Die Benutzeroberfläche auf dem Fernseher entspricht der auf dem Rechner. Wer seine Medieninhalte auf dem Fernseher in der Wohnstube nutzen will, ohne sich einen eigenen Unterhaltungsrechner einzurichten, für den dürfte diese Lösung interessant sein.

Windows Vista: Media Center unter der Lupe
Mit dem Programm wird Vista zum Ersatz für den Festplattenrekorder.
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Sonstiges

Wer doch lieber einen vollwertigen Computer als Multimedialösung neben dem TV aufstellen möchte, der dürfte sich für die Fernbedienungen interessieren. Denn anders als beim Vorgänger, dem XP Media Center, für den es nur eine Einheitsfernbedienung gab, ist für die aktuelle Variante gleich ein ganzes Bündel Fernbedienungen erhältlich. Mit Maus und Tastatur soll sich also niemand im Wohnzimmer herumschlagen müssen.

Als netter Bonus bietet Microsoft kleine Spiele an, die für ein wenig Kurzweil sorgen. Jedoch benötigt man dafür eine Internetverbindung. Für Ordnung ist unter den Medien ebenfalls gesorgt: Microsoft erlaubt alle sinnvollen Sortierungsmöglichkeiten für Musik, Filme und Fotos. Sortierung nach Aufnahmedatum oder Name sind selbstverständlich. Musik lässt sich auch komfortabel nach Interpreten, Alben, Erscheinungsjahr und Wiedergabeliste ordnen. Lediglich Unterordner für Fernsehaufnahmen für Kanal- oder Genresortierung wären noch wünschenswert.

Fazit

Das neue Media Center in Microsofts Betriebssystem ist ideal für Einsteiger und Menschen, denen die Grundfunktionen der Medienverwaltung reichen und sich nicht mit umständlichen Konfigurationen herumschlagen möchten. Fricklern wird die fehlende Erweiterbarkeit sauer aufstoßen. Wer Fan von Multimediaanwendungen ist und sich eine Lizenz für das neue Windows gönnen will, der sollte die Editionen mit dem enthaltenen Vista Media Center in Betracht ziehen.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

...fragt sich, ob die TV-Tunerkarte schon im Vista Home Premium-Betriebssystem enthalten ist oder ob sie erst von "irgendwo"(?) heruntergeladen oder gekauft werden soll, um im Media Center Fernsehen zu gucken und...

Windows Vista Media Center funktioniert bei DVB-S nur, wenn Software die Tunerkarte erkennt. Bei Aufruf Start, Aufgaben, Einstellungen erscheint kein TV um in Rekorder bzw. Rekorderspeicher Änderungen zu veranlassen.

Der Terratec T-USB XE Rev. 1 läuft NICHT mit dem Vista Media Center. Nur die Rev. 2 funktioniert.

Windows Vista Media Centter erkennt bei mir keine Satelliten-TV-Karte (DVB-S von Terratec)

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