Vista multimedial

Windows Vista: Media Center unter der Lupe

Mit dem neuen Windows Vista wird auch eine neue Generation der Multimedia-Verwaltung Einzug halten. Denn in der "Home Premium" und der "Ultimate Edition" ist der Nachfolger der Windows Media Center Edition enthalten. Netzwelt hat dem Programm bereits auf den Zahn gefühlt und schaut, ob es sich wirklich für den Wohnzimmer-PC eignet.

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Das Hauptmenü des Media Centers

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der erste Eindruck
  2. 2Der Computer als TV-Manager
  3. 3Teamwork mit der Xbox 360
  4. 4Sonstiges
  5. 5Fazit

Im Jahr 2003 brachte Microsoft mit der Windows XP Media Center Edition erstmals eine Softwarelösung für die Kunden auf den Markt, die sich den Rechner als vollwertige Multimediamaschine wünschten. Doch diese Edition hatte einige Nachteile. Zum einen bestand der Unterschied zum normalen Windows nur in einem einzigen Programm: dem Media Center selbst. Zum anderen war diese Version von Windows nur als OEM-Version mit bestimmten Rechnern erhältlich und nicht als einzelne Windows-Lizenz.

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Das hat Microsoft mit Vista jetzt geändert. Gleich zwei Varianten der Vista-Familie enthalten jetzt den Nachfolger des Programms und sind frei erhältlich: "Home Premium" und das Komplettpaket "Ultimate". Die Basis- und Bürovarianten müssen verständlicherweise ohne die Wohnzimmer-PC-Fähigkeiten auskommen. Die Grundfunktionen eines Mediacenters sind klar umrissen: TV, Video, DVD, Fotos und Musik. All dies beherrscht auch das Vista Media Center.

Der erste Eindruck

Auf den ersten Blick hat sich seit der letzten Version von 2005 nicht viel geändert. Das Design wurde modernisiert und die Animationen in der Navigation sind effektgeladener. Ansonsten wirkt es wie ein typisches Mediacenter und läuft deshalb im Vollbildmodus. Kleine Besonderheit: Die Navigation im Hauptmenü ist nicht nur in vertikale, sondern auch in horizontale Punkte eingeteilt. Menü-Unterpunkte können so direkt aus dem Hauptmenü angesteuert werden. Ob man damit wirklich schneller und übersichtlicher navigiert, darüber lässt sich aber streiten.

Besonders da es in den jeweiligen Untermenüs weitere Zwischenschritte gibt. Wählt man beispielsweise im Punkt "Musik" ein Album aus und klickt einen Songtitel an, wird dieser nicht etwa abgespielt, wie man es erwarten würde, sondern es öffnet sich zunächst ein weiteres Zusatzmenü. Dort kann ausgewählt werden, ob der Song abgespielt, auf die Warteliste gesetzt oder gelöscht werden soll. Als Kontextmenü wäre dieser Schritt sinnvoll gewesen, so ist er eine überflüssige Hürde.

Ähnlich ist es, wenn man eine Fernsehaufnahme anschaut. Ist die Wiedergabe beendet, gelangt man nicht zurück ins vorherige Menü, sondern ein Pop-Up fragt, ob man den Film noch einmal sehen möchte und bietet weitere Optionen an. Unverständlich und überflüssig. Ansonsten ist der Eindruck des Vista Media Centers aber positiv.

Der Computer als TV-Manager

Die wichtigsten TV-Funktionen sind im Vista Media Center enthalten. Dazu zählt das Fernsehen und die Videorekorderfunktion. In unserem Test wurde der Terratec-DVB-T-Stick ohne Probleme erkannt und funktionierte zusammen mit dem Media Center. Microsoft bietet ein komfortables EPG-Programm an, das Informationen zu den Sendungen über das Internet bezieht. Paranoiker werden sich aber eventuell von den mehrseitigen Datenschutzbestimmungen abschrecken lassen, die Microsoft vor der Einrichtung abgenickt haben möchte.

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