Dualphone 3088 für Festnetz und Skype
Schnurlos und ohne Computer: Skype-Telefon im Test
Das SIP-Protokoll ermöglicht schon lange, was für Skype-Nutzer derzeit eine kleine Revolution darstellt: Telefonieren ohne jegliche Verbindung zum Computer. Seit Ende letzten Jahres vergibt der Voice-over-IP-Dienstleister Skype Lizenzen zum Verkauf von Hardware mit integriertem Skype-Client. Ein solches Gerät ist das Dualphone 3088 von RTX.

Inhaltsverzeichnis
- 1Telefon in großer Aufmachung
- 2Sprechen statt Chatten
- 3Wunschzettel: Weniger Geld, mehr Akku
Im Gegensatz zum SMC WSKP100, einem WLAN-Handy für Skype, nimmt das Dualphone 3088 den Stellenwert eines erweiterten Festnetztelefons ein. Abgesehen vom verwendeten VoIP-Protokoll ist es den Siemens-Telefonen C450 IP und S450 IP gar nicht mal so unähnlich: Während die Basisstation zur Erfüllung des kompletten Leistungsspektrums je einen Netzwerk- und einen analogen Telefonanschluss benötigt, lädt das Handgerät an einer von der Basis unabhängigen Ladeschale auf. Der Kontakt zur Basis wird mit dem für schnurlose Telefone üblichen DECT-Funkstandard gehalten.
Inhalt
- Telefon in großer Aufmachung
- Installation: Englisch oder Dänisch?
- Sprechen statt Chatten
- Wunschzettel: Weniger Geld, mehr Akku
Telefon in großer Aufmachung
Produktwerbung und Verpackung sind gelungen. Auf der beiliegenden CD befindet sich ein fernsehreifer Dualphone-Werbespot, der zu Präsentationszwecken gleich mehrfach hintereinander abläuft. Auch das Öffnen des Kartons lässt Assoziationen mit einem Schrein aufkommen: Das Dualpone 3088 liegt darin mittig in den Karton eingelassen, allein der Halleluja-Audiochip aus der aufklappbaren Grußkarte fehlt. Betrachtet man das Produkt näher, legt das 3088 hardwareseitig eher eine robuste Mittelklasse-Mentalität an den Tag. Offensichtlich haben die Produktentwickler weniger auf Design als vielmehr auf Funktionalität gesetzt.
Perfekt ist die allerdings auch nicht ausgefallen. Mit seinem buckeligen Batteriefach-Rücken liegt das 3088 zwar gut in der Hand, das Display ist leuchtstark und die Farben in einem Winkel von etwa 30 Grad noch originalgetreu zu erkennen. Die Tastatur dagegen reagiert leicht verzögert und ist etwas schwergängig. Man muss halt erst einmal herausfinden, wie viel Druck man den großen, gut voneinander getrennten Tasten entgegenbringen muss. Auf Erleuchtung wartet man bei Dunkelheit vergebens: Allein die Softkey-Taste leuchtet blau, wenn Nachrichten oder verpasste Anrufe warten. Die übrigen Tasten bleiben dunkel.
Genau wie das Mobilteil sind auch Ladeschale und Basis in schwarzem Kunststoff gehalten. Beide verfügen über je eine rote LED-Leuchte, um den Betriebszustand anzuzeigen. Im Stromverbrauch machen sie sich kaum bemerkbar: Zusammen haben die Netzteile eine maximale Leistung von fünf Watt. Im Standby-Zustand bleibt das Energiekosten-Messgerät ohne Ausschlag, was auf eine schlanke Leistungsaufnahme von weniger als zwei Watt hindeutet.
Üppig ist dagegen die mitgelieferte Ausstattung: LAN-Kabel, Telefonkabel und drei Telefon-Adapter, darunter auch der in Deutschland verwendete F-Stecker, Batterien und Gürtelclip für das Mobilteil runden den Hardwarebestand ab. Nur ein Headset gibt es nicht, obwohl das Mobilteil dafür einen 2,5-Millimeter-Klinkenanschluss bietet. In zwölf Sprachen gibt es im Handbuch Hilfestellung, pro Sprache 36 Seiten. Mehr ist auch gar nicht nötig, denn die meisten Funktionen erklären sich von selbst.
Dualphone 3088
Gewöhnungsbedürftig ist vor allem der Tastenanschlag. Größe und Differenzierbarkeit der Tasten sind dagegen brauchbar.
Von der Form her ähnelt die Basis den AVM-Routern. Ohne die rote LED an der Vorderseite wäre sie optisch recht langweilig ausgefallen. An der Rückseite befinden sich Netzwerkbuchse (RJ45), Telefonbuchse (RJ11, analog), der Netzteileingang und ein Reset-Taster.
Die Geräteaufteilung ist praktisch: Die Basis wird aufgestellt wo der Anschluss liegt; die Ladeschale dort platziert, wo telefoniert werden soll.
Anders als beim vergleichbaren Gigaset C450 IP lässt die Ladeschale keine Wandbefestigung zu. Die Basisstation dagegen schon.
Hochwertig sieht anders aus. Im Betrieb macht das Dualphone 3088 jedoch eine gute Figur.

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Das meiste ist gesagt; allerdings hat das Telefon mehrere ausgesprochene Haken. Insgesamt habe ich jetzt das dritte 3088 - das erste habe ich Freunden in Südafrika mitgebracht, wo es jetzt ganz brav seinen Dienst...