Apple und Sony verbinden TVs mit RSS
Podcast: Video-Podcasts erreichen das Wohnzimmer
Die Zeiten, in denen Fernsehsender die Abendunterhaltung bestimmten, könnten schon bald ein Ende haben: Apple, Sony und andere Elektronik-Konzerne wollen Podcasts und virale Videos auf den Fernseher bringen. Kommt als Nächstes der Bittorrent-Fernseher?
"Apple TV ist wie ein DVD-Player für das 21. Jahrhundert", erklärte Steve Jobs am Dienstag auf der Macworld Expo. Tatsächlich lässt das Gerät traditionelle DVD-Player alt aussehen. Apple TV ermöglicht seinen Nutzern, Musik und Videos per schnellem 802.11 N-Wifi direkt vom heimischen PC auf den Fernseher zu übertragen.
Das Gerät bedient sich dazu ganz einfach bei der iTunes-Bibliothek des eigenen PCs oder Macs. Apple TV besitzt zudem eine integrierte 40 Gigabyte-Festplatte, auf der Inhalte zwischengespeichert werden können - genug Platz für bis zu 50 Stunden Video.
Freuen dürfte dies nicht zuletzt die Produzenten von Video-Podcasts. Apple TV ermöglicht es, Shows wie Ehrensenf oder Rocketboom ganz einfach auf dem eigenen Fernseher zu genießen. Die Podcasts werden dort plötzlich zu einem potenten Konkurrenten für altbackene Fernsehshows mit lästigen Werbeunterbrechungen.
Sony setzt auf virale Videos
Apple ist nicht die einzige Firma, die Video-Podcasts mit der Welt des Fernsehen verbindet. So versucht sich die US-Firma Tivo bereits seit geraumer Zeit daran, ihre digitalen Videorecorder mit Rocketboom & Co. interessanter zu machen. Anfang Januar stellte Sony zudem auf der CES in Las Vegas eine modulare Erweiterung für seine neuen Fensehgeräte vor. Das "Bravia Internet Video Link" genannte Produkt ermöglicht es Nutzern, mit ihren Fernseher direkt auf virale Videos, Podcasts und andere Internet-Inhalte zuzugreifen.
Die Internet-Videos sollen dabei "wie ein personalisierter TV-Kanal" präsentiert werden. Sony setzt dazu auf sein Cross Media Bar-Menusystem, das auch bei der Playstation Portable und der Playstation 3 zum Einsatz kommt.
Bald mit Bittorrent-Chips?
Während Podcasts langsam ihren Weg ins Wohnzimmer finden, arbeiten einige Elektronik-Konzerne bereits an der nächsten Stufe dieser Entwicklung. So haben zwei taiwanesische Firmen jetzt einen speziellen Bittorrent-Mikroprozessor entwickelt. Der Prozessor ermöglicht es, Bittorrent direkt in DVD-Player und andere Endgeräte zu integrieren. Steve Huang vom Chip-Mitentwickler Star Semiconductor erklärte dazu: "Bald wird unser Chip Konsumenten ermöglichen, Bittorrent mit einer simplen Fernbedienung zu steuern."
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.
