Neues von der Consumer Electronics Show in Las Vegas

Tragbare Unterhaltung

Für die Fans der LCD-Technologie bietet LG ein neues Topmodell mit immerhin 57 Zoll Displaygröße. Eines ist allen diesen Displayriesen gemeinsam: Sie unterstützen allesamt Full-HD, also 1920 x 1080 Pixel Auflösung. Sparfüchse müssen sich aber weiterhin in der Zwergenklasse der Flachbildschirme umschauen, denn günstig sind diese Großbildschirme nicht.

Die Branche der mobilen Unterhaltungsgeräte setzt ebenfalls bestehende Trends fort: kleineres Gehäuse, größerer Flashspeicher, wenn möglich: Videofunktion. Ein gutes Beispiel dafür ist der SanDisk Sansa View. Der Player mit vier Zoll großem Display spielt Videos, Musik und Bilder. Gespeichert werden sie im acht Gigabyte großen Flashspeicher.

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Vollwertiger Computer für die Hosentasche: oqo model 02
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Weniger Spielzeug als richtiger Computer ist der oqo model 02. Hinter dem schlichten Namen verbirgt sich nicht weniger als der weltweit kleinste Vista-fähige Computer. Mit gerade einmal 14,2 x 8,4 x 2,5 Zentimetern Abmessungen können selbst Subnotebooks nicht mithalten. Dennoch steckt einiges ist dieser kleinen Hülle: Ein 1,5 GHz Via-Prozessor, 60 Gigabyte Festplatte und ein Gigabyte RAM. Das fünf Zoll große Display gibt über einen Schiebemechanismus die Tastatur frei. Der Handtaschencomputer kostet etwa 1.850 Dollar.

Weitere Highlights und Skurrilitäten

Weit weniger handlich, dafür mit mehr Leistung gesegnet, ist der Dell XPS 710. Der Power-Rechner soll auch höchste Gamer-Ansprüche erfüllen. Mit zwei gebündelten NVidia GTX 8800-Grafikkarten und dem neuen Intel Core 2 Extreme-Prozessor mit vier Kernen, der auf 3,2 GHz übertaktet ist, sollte dies gelingen. Ein Schnäppchen ist das Monster jedoch nicht: mindestens 5.500 Dollar inklusive Monitor lässt Dell sich für das Topmodell überweisen.

Im Kampf um die Vorherrschaft bei den zukünftigen Multimediadisks hat sich wenig getan. Es gibt das eine oder andere neue Abspielgerät: LG bietet seit kurzem einen Kombiplayer für 1.200 Dollar, der beide Formate abspielt. Wenn sich in absehbarer Zeit kein Medium durchsetzen wird, gehört bei längerer Koexistenz von Blu-ray und HD DVD diesen Playern wohl die Zukunft. Immerhin gibt es nun einen ersten HD DVD-Brenner. Toshiba stellte diesen auf der CES vor, konnte aber noch keinen Preis nennen.

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Der erste Multiformat-Player liest HD DVD, Blu-ray, DVD und CD

Ein weiterer Trend sind die "Network Attached Storages". Das sind auf deutsch schlicht Netzwerklaufwerke. Damit sind die Datenmassen, die sich in einem Benutzerleben so ansammeln können, nicht physisch an einen einzigen Rechner gebunden, sondern darauf kann von überall aus im Netzwerk zugegriffen werden. Besonders für Filme und Musik kann dies überaus praktisch sein. In der Anschaffung und im Betrieb sind solche Geräte deutlich billiger als ein extra Rechner als Fileserver. Die Preise liegen je nach Funktionsumfang und Kapazität bei 100 bis 600 Euro.

Die Kategorie "iPod-Zubehör" darf selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen: Viewsonic ergänzt seine "ViewDock"-Reihe und präsentierte einen Beamer mit iPod-Dock. Damit können die Filme der videotauglichen iPods direkt vom MP3-Player auf die Leinwand projiziert werden. LCD-Fernseher und Computermonitore mit Schnittstelle für Apples Player bietet Viewsonic schon seit einiger Zeit an.

Fazit

Die ganz großen Neuerungen gab es dieses Jahr nicht in der Zockerstadt Las Vegas. Jedoch zeichnet sich ein Trend zur Vernetzung der Home-Entertainment-Geräte ab. A/V-Streaming innerhalb der eigenen vier Wände ist definitiv ein Thema, das uns noch die nächsten Jahre begleiten wird. Ansonsten schwimmt die Branche eher brav mit dem Strom mit. Ein wenig schneller, ein wenig größer. Damit lassen sich die meisten Entwicklungen zusammenfassen.

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