Mit netzwelt Licht und Schatten bändigen

Fototipp: HDR-Fotografie und Photomatix

Tobias Heinze



Fotos, die nicht mehr wie Fotos aussehen, sondern eher an Malereien erinnern. Bilder, die eine unwirkliche Welt zeigen und den Betrachter verzaubern. Das sind Ergebnisse von HDR-Fotografie und Tonemapping. Netzwelt gibt wertvolle Tipps und Anleitungen für effektvolle Fotos, fast schon schöner als die Realität.

Hintergründe

Die Umgebung des Menschen ist voll von Farben, Licht und Schatten. Wer fotografiert, schaut besonders genau hin und bekommt unzählige Motive aus unterschiedlichen Themenbereichen geboten. Die Umgebung so einfangen, wie sie ist, ist eines der Ziele von Fotografie. Ganz so, wie Menschen diese wahrnehmen, lässt sich eine Situation aber leider nicht abbilden. Dies zeigt sich besonders, wenn Motive fotografiert werden, die sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Elemente zeigen.

Ein Beispiel: Ein Foto einer Person im Gegenlicht, also mit dem Rücken zur Sonne, zeigt das Gesicht der Person im Schatten und einen Hintergrund, der von der Sonne hell beleuchtet wird. Zumindest war da in Wirklichkeit ein Hintergrund zu sehen, auf dem Foto ist dieser jedoch so hell, dass er kaum mehr zu erkennen ist. Menschen haben kein Problem damit, sowohl sehr Helles als auch sehr Dunkles gleichzeitig zu erkennen, die Kamera aber schon. Dadurch entsteht dieses Phänomen.


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Helle Lampen kombiniert mit dunklen, schwach beleuchteten Elementen im Bild, sind mit einer Aufnahme nur schwer einzufangen. Daher werden Fotos mit verschiedenen Belichtungswerten miteinander kombiniert.

Aber warum ist das so? Die Antwort liegt darin, dass das menschliche Auge in der Lage ist, einen sehr großen Kontrastumfang wahrzunehmen. Der Kontrastumfang beschreibt das Verhältnis zwischen den hellsten und den dunkelsten Elementen einer Situation. Das menschliche Auge vermag einen Kontrastumfang von 1:1.000.000 zu realisieren, während eine Digitalkamera gerade einmal 1:4.096 an Kontrastumfang erfassen kann. Man kann auch sagen, dass das Auge etwa 20 Blendenstufen erfassen kann, während eine Digitalkamera etwa zwölf Blendenstufen realisiert.

Die Digitalkamera kann also nur einen sehr kleinen Ausschnitt an Helligkeitswerten aus dem Gesamtmotiv erfassen. Der Fotograf muss sich daher normalerweise entscheiden, ob er mehr Wert auf die hellen oder auf die dunklen Elemente im Bild legt, und muss dann einen Kompromiss eingehen. Es ist häufig nicht möglich, die hellsten Partien im Foto noch erkennbar zu gestalten, während die dunklen Elemente ebenfalls gute Detailzeichnung aufweisen und andersherum.



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7 Kommentare im Forum
Punkt: Hi an alle Suche eine gute Spiegelreflexkamer für HDR fotografie. es soll ja auch schon welche geben die dies schon inbegriffen haben.würde mich echt freuen wenn ich was finden würde. weiter »
eos99: Hi, also eine ausgewiesene HDR-Funktion ist mir bei aktuellen Spiegelreflex-Modellen noch nicht untergekommen. Was es aber schon länger gibt, sind Belichtungsreihenautomatiken, die ein Motiv schnell hintereinander in drei verschiedenen Belichtunge... weiter »
eddi the eagle: hallo, ich habe mir eine canon eos 400 d zugelegt. nun suche ich ein freeware programm zum erstellen von gescheiten hdr fotos. kann mir jemand eins empfehlen und wo gibt es diese zum download? im voraus vielen dank. weiter »
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13. Januar 2007