MediaPortal - das kostenlose Multimedia-Komplettpaket
Anforderungen
Wer sofort loslegen möchte, kann dies nach dem Ausführen der circa 34 Megabyte großen Installerdatei ruhig tun. Wer das Programm anpassen oder erweitern möchte, braucht jedoch etwas Erfahrung mit Mediacentern oder idealerweise etwas Bastelgeschick. Denn ein zickiges Plugin zum Laufen zu bringen, kann durchaus eine Sonntags-Bastelaufgabe werden.
MediaPortal - Erweiterungen
Sogar Wikipedia gibt es als Plugin. Leider wird der Text unformatiert und ohne Bilder angezeigt
Hier sind die installierten Plugins dargestellt und können aktiviert werden
Denn bei einem nichtkommerziellen Projekt kann es durchaus vorkommen, dass einige der Erweiterungen nicht richtig funktionieren oder gar Probleme bereiten. Wer sein MediaPortal nicht zerschießen möchte, der sollte es auf seinem PC ordentlich einrichten und dann möglichst nicht mehr verändern. Und wenn, dann sollte er vorher ein Backup der funktionierenden Installation machen.
Seine Trümpfe spielt Mediaportal erst an einem richtigen HTPC aus. Denn nur mit der passenden Hardware gibt es das richtige Heimkino-Feeling. Ohne gute Soundkarte, DVD-Laufwerk und riesige Festplatte zur Archivierung wird es kein Ersatz für DVD-Player und Co. Möglichst leise sollte der Wohnzimmerrechner selbstverständlich auch sein. Schwachbrüstig darf der Rechenknecht auch keinesfalls sein. Denn auf unserem Testrechner mit 2.4 GHz verusachte das Abspielen einer DVD circa 60 Prozent Prozessorlast, DVB-T-Fernsehen zwischen 20 und 80 Prozent.
Fazit
MediaPortal ist ein blühendes Projekt mit sehr viel Potenzial. Viele Erweiterungen und die ständige Weiterentwicklung machen es für jeden Home-Entertainment-Enthusiasten sehr interessant. Neulinge müssen sich jedoch erst in die Materie einarbeiten, vor allem wenn sie MediaPortal erweitern oder anpassen möchten. Wir hoffen, dass in Zukunft noch mehr Funktionen direkt in das Programm übernommen werden und nicht nachträglich über Plugins hinzugefügt werden müssen. Aber schon heute ist es enorm umfangreich und verfügt über alle Grundfunktionen, die man im Wohnzimmer benötigt.
Da es sich als DVD-Player, CD-Player, Radio, Fernsehempfänger und Festplattenrekorder eignet, kann es helfen, als Team mit einem HTPC den Wohnzimmerschrank gewaltig zu entrümpeln. Nachteil: Als Monitor für die Bedienoberfläche muss der Fernseher oder ein Computerbildschirm laufen. Über ein Plugin kann aber auch ein im HTPC eingebautes LCD-Display angesteuert werden.
Mit noch ein wenig mehr Flexibilität, Stabilität und ein paar Spielereien kann MediaPortal zur perfekten Heimlösung für Videofans werden. Zudem ist es auch noch kostenlos. Es lohnt sich aber nur dann richtig, wenn man den Rechner auch tatsächlich im Wohnzimmer am Fernseher betreibt. Denn für den normalen Desktop-PC am Schreibtisch gibt es einfachere Methoden, um Musik abzuspielen oder Filme aufzunehmen.
Übersichtstabelle
| Funktionsumfang | |
| Grundfunktionen | TV, Video, DVD, Musik, Foto, Radio und Wetter |
| Unterstützte Übertragungsarten | Analoges TV, DVB-C/-T/-S und ATSC |
| Unterstützte Medienformate | Vom System abhängig |
| Weitere Features | HDTV- und Dolby Digital-fähig |
| Vorraussetzungen | |
| Hardwareanforderung | 1.4 GHz, min. 256MB RAM, DX9-fähige Grafikkarte |
| Softwareanforderung | Windows XP SP2 oder MCE, .NET Framework 1.1 |
| Erforderliche Vorkenntnisse | Mittel bis gut |
| Empfohlene Hardware | Soundkarte mit digitalen Anschlüssen, Grafikkarte mit TV-Ausgang, TV-Karte, Fernbedienung |
| Empfohlene Software | Alle gebräuchlichen Codecs, Plugin-Erweiterungen für MediaPortal |
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Video Player & Playlister hier.
Links zum Thema
- Homepage von MediaPortal
- Download vom .NET-Framework
- MediaPortal einrichten und installieren
- HTPC Hush E5 im Test
- HTPC ichbinleise MP 5 mit MediaPortal im Test
- Vier weitere HTPCs im Test
