MediaPortal - das kostenlose Multimedia-Komplettpaket

Praktische Programmierung

Die Bedienung ist komfortabel und übersichtlich. Die Senderwechsel dauern zwischen einer und drei Sekunden, je nachdem ob die Sender auf der gleichen Frequenz liegen oder nicht. Dies ist eher etwas langsam, aber noch erträglich. Der Grund dafür liegt laut den Entwicklern darin, dass die TV-Karten über die DirectShow-Schnittstelle angesprochen werden. Dadurch können sie etwas langsamer sein, als wenn sie von der Hertellersoftware direkt angesprochen werden.

Das Timeshifting funktioniert gut, in den Einstellungen kann festgelegt werden, wie viele Minuten der Sendung im Speicher behalten werden. Erfreulicherweise bietet Mediaportal über ein Kontextmenü im Vollbild-TV einige Optionen wie die Auswahl der Tonspur, falls mehrere vorhanden sind, oder die Wahl des Bildformates. Denn MediaPortal erlaubt es, die Videos in verschiedene Größenverhältnisse zu skalieren.

MediaPortal - Fernsehen

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Mein TV - Das Hauptfenster im TV-Modus. Leider ruckelt die Voransicht
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Das Hauptfenster im TV-Modus. Leider ruckelt die Voransicht

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Die Kanäle - Dies ist die Übersicht der Sender
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Dies ist die Übersicht der Sender

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Videotext - Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit den Videotext anzuzeigen
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Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit den Videotext anzuzeigen

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Crop - Bildbereich verkleinern um die schwarzen Ränder zu entfernen
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Bildbereich verkleinern um die schwarzen Ränder zu entfernen

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Komprimieren - Die Aufnahme als MPEG oder in andere Formate exportieren
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Die Aufnahme als MPEG oder in andere Formate exportieren

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Tonspur - Wenn möglich, die Dolby Digital-Spur auswählen: AC-3
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Wenn möglich, die Dolby Digital-Spur auswählen: AC-3

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OSD-Menü - Hier lassen sich Einstellungen ändern und Informationen anzeigen
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Hier lassen sich Einstellungen ändern und Informationen anzeigen


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Die Wahl der Tonspur kann unter Umständen wichtig sein. Denn einige Sender senden neben dem gewöhnlichen MPEG1-Ton auch eine Dolby Digital-codierte Spur mit, die bei Spielfilmen oft sogar im Surroundformat 5.1 sein kann. Deshalb sollte - falls vorhanden - diese Spur ausgewählt werden, um besseren Ton oder gar Surround zu bekommen. Auch Videotext funktioniert mit MediaPortal einfach und komfortabel. Dieser kann entweder über das Kontextmenü bei der Wiedergabe oder über das "Mein TV"-Menü erreicht werden.

Der erste Schritt zu einer Aufnahme ist immer die Programmierung. Die Frage, ob man einen Videorekorder programmieren könne, war schon vor 20 Jahren ein Running Gag. Heutzutage muss man sich dank des digitalen Fernsehens kaum noch Gedanken über die Programmierung machen. Das Stichwort lautet hier EPG, der elektronische Programmführer. Damit kann man sich die jeweiligen Sendungen in Balkenform anzeigen lassen und muss den gewünschten Spielfilm nur noch anklicken.

Die Daten für das EPG können entweder aus den digitalen TV-Daten herausgelesen werden oder aus dem Internet über spezielle EPG-Dienste heruntergeladen werden. Komfortabler war das Speichern von Fernsehsendungen noch nie. Praktischerweise werden die Sendungen je nach Thema eingefärbt. So können beispielsweise auf einen Blick Serien von Kindersendungen oder Spielfilmen unterschieden werden. Neben dem EPG kann MediaPortal auch manuell programmiert werden, wie zu alten Zeiten.

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Das praktische EPG

Theoretisch ist es auch möglich, den Rechner in den Ruhezustand zu versetzen und vor der Aufnahme von der Software aufzuwecken und hinterher wieder schlafen zu schicken. In der Praxis funktioniert dies ohne Erweiterungen jedoch nicht so leicht. Das Plugin "PVR-Scheduler" kann die programmierten Aufnahmen verwalten und diesen automatischen Schlafrhythmus bestimmen. Jedoch gibt es die neueste Version von PVR-Scheduler nur gegen eine Spende an den Entwickler und die freie Version, die uns vorliegt, wollte mit MediaPortal nicht zusammenarbeiten.

Unpraktisches Aufnahmeformat

Wie funktioniert die Aufnahme jetzt genau? Ist eine Aufnahme programmiert und beginnt, werden die eingehenden Daten auf die Festplatte geschrieben. Trotz des MPEG2-Formates des DVB-Standards ist das Endprodukt leider keine .mpg-Datei. Denn MediaPortal setzt auf die "Stream Buffer Engine" von Windows auf. Dieses Softwaremodul wird auch von Microsofts Windows Media Center Edition verwendet.

Die Daten werden deshalb im "DVR-MS"-Container gespeichert. Obwohl dort auch gewöhnliche MPEG2-Streams enthalten sind, können die gebräuchlichen Videotools nichts mit dieser Datei anfangen. Im Internet kursieren zwar Berichte über Programme, die die MPEG-Daten aus diesen Containern extrahieren können, aber die Suche danach gestaltet sich als frustrierende Schnitzeljagd, inklusive vieler toter Links.

Die Stream Buffer Engine, die in Windows XP ab Service Pack 1 integriert ist, ermöglicht es Programmen, innerhalb eines laufenden Streams zu pausieren, zu suchen und diesen Stream zu speichern. Des Weiteren enthält eine daraus entstehende Datei Platz für Metadaten, also Tags wie bei MP3s und die Möglichkeit DRM zu integrieren. Die momentan einzige, zuverlässig funktionierende Methode, um diese Aufnahmen zu exportieren, ist die "Komprimieren"-Funktion innerhalb von MediaPortal. Man findet diese unter "Mein TV", "Aufnahmen". Dort können aufgenommene Sendungen als WMV, Xvid oder auch ohne Umwandlung als .mpg exportiert werden.

Unter diesem Unterpunkt "Aufnahmen" finden sich die gespeicherten Sendungen. Sie lassen sich nach Titel oder Datum sortieren. Besonders interessant ist die Ansicht nach Genre oder Sender. So landen alle Aufnahmen in virtuellen Unterordnern, zum Beispiel "movie" oder "Kabel1". Wünschenswert wären noch manuell angelegte Ordner, sodass man beispielsweise für jede seiner Lieblingsserien einen eigenen Unterordner hat.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Video Player & Playlister hier.

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