Windows-Sanierer: Was ist dran?
1-Klick-Sanierung: Im Gegensatz zu den TuneUp Utilities legt der WinOptimizer ungefragt los (Klick vergrößert).
So legt Tuneup seinen Schnelloptimierungs-Schwerpunkt auf Registry-Einträge: Insgesamt 776 Fehler findet das Programm in der Datenbank eines älteren Bürorechners, die es laut eigener Auskunft auch alle behebt. Nach dem Laden eines früheren Systemwiederherstellungspunktes zwei Tage später sind immerhin erneut 297 Fehler gefunden. Der Winoptimizer dagegen findet weder beim ersten Durchlauf vor der Systemwiederherstellung noch danach einen fehlerhaften Eintrag, obwohl der Registry-Cleaner des Programms durchaus welche findet, wenn der Nutzer diesen manuell startet.
Bei den Aufräumarbeiten auf der Festplatte hat der Winoptimizer die Nase vorn: Er findet beim ersten Durchlauf knapp 210 Megabyte an Datenmüll, der ohne Gefahr gelöscht werden kann. Beim zweiten Anlauf nach der Wiederherstellung wird rund ein viertel Megabyte gelöscht. Tuneup dagegen findet beim ersten Versuch 46 Megabyte, beim zweiten stellt er keine Probleme mit überflüssigen Dateien fest.
Ein weiter Unterschied liegt in den Kontrollmöglichkeiten des Nutzers: Tuneup spuckt nach abgeschlossener Diagnose erst einmal einen auf Wunsch detaillierten Bericht aus, anhand dessen der Nutzer über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Der Winoptimizer dagegen lässt keine Wahl: Sobald die 1-Klick-Optimierung angewählt wurde, legt er fröhlich mit aufräumen und löschen los.
Fazit: Übersicht ist Trumpf
Selbst nach dem Einsatz sämtlicher Optimierungs-Tuning-Tweaks machen sich kaum Veränderungen bei der Bedienung bemerkbar. Zwar weiß der User am Ende, was alles verbessert wurde, doch ob der Eindruck eines schnelleren Systems nun subjektiv oder real ist, lässt sich nicht feststellen. Ebenso können die Verbesserungs-Programme keine Aussagen über die Zerfallsrate des Betriebssystems machen.
Sowohl die TuneUp Utilities als auch der WinOptimizer bieten nur wenige Optionen an, die sie wirklich auszeichnen - das meiste ist auch in den Fenster-Strukturen des Microsoft-Betriebssystems irgendwo vergraben, man muss es nur finden. Hier liegt der größte Vorteil der Helfer: Sie vereinen alle Verbesserungstools und Pflegemittel in einer übersichtlichen Programmoberfläche und liefern einfache Beschreibungen, damit auch weniger versierte Anwender schnell mit der Optimierung zurecht kommen. Wer mit weniger Hilfe auskommt, braucht jedoch kein kostenpflichtiges Programm: Windows lässt sich ebenso gut mit Freeware entrümpeln. Und Hilfe zum Optimieren von Windows gibt es kostenlos bei netzwelt.

