Fernseh-Filesharing: Die beste Freeware für P2P-TV

Für Weltenbummler: TVU Player

Wesentlich simpler strukturiert ist der TVU Player: Ein einziges Fenster ohne Menü und Optionen erwartet den Fernsehfreund. Diesmal ist allerdings die Senderliste links und der Player rechts angesiedelt. Per Mouseover lassen sich Zusatzinformationen der einzelnen Streams anzeigen und in die Favoritenliste eintragen. Diese können oben im Register separat angewählt werden, standardmäßig ist die Komplettliste mit allen 40 Sendern im Vordergrund. Die Nummern vor den Sendernamen sind dabei genauso verwirrend wie nutzlos, die empfindliche Navigation über die Pfeile will ebenfalls gelernt sein.

TVU Player

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TVU Player bietet viele internationale Streams (Klick vergrößert).


Ein Klick auf einen Stream bringt den TVU Player dann ans Arbeiten: In der Statusleiste unter dem Bildschirm wird angezeigt, womit sich die P2P-Software gerade beschäftigt. Mit der Zeit wächst die Signalstärke; hat diese ein ausreichendes Niveau, beginnt TVU Player mit der Wiedergabe. Stockt der Stream zu lang, werden über Refresh alle Verbindungen gekappt und eine neue Suche beginnt. Ansonsten beschränken sich die Optionen auf Mute und eine Vollansicht. Die Ressourcen werden nicht zu sehr beansprucht: 40 Megabyte Arbeitsspeicher und 20 Prozent CPU-Auslastung im laufenden Betrieb sind mit einem normalen Media Player vergleichbar.

Was für PPLive galt, ist natürlich auch für den TVU Player wichtig: Nur Streams mit annehmbarer Signalstärke laufen auch langfristig flüssig. Ein Umschalten ist zeitintensiv, da auch hier die Verbindungsversuche nur langsam vonstatten gehen. Warum TVU Player trotz seiner minimalistischen Art interessant ist, liegt an der Palette von Channeln: Mit Fox, Star Sports, Comedy Central und Nickelodeon sind viele internationale Streams über P2P verfügbar. Was Benutzerfreundlichkeit und Konfiguration betrifft, sieht der TVU Player im direkten Vergleich allerdings alt aus. Kleiner Tipp am Rande: Wenn der TVU Player geschlossen wird, bleibt die Verbindung weiter bestehen. Erst wenn der Streamer über die Taskleiste beendet wird, ist er auch wirklich aus.

Für Heimwerker: TvAnts

Ein lila Fernseher mit grüner Mattscheibe - besondere Mühe steckt TvAnts nicht in sein Logo. Und das setzt sich auch bei der Benutzeroberfläche fort: Weit entfernt von moderner Vista-affiner Aufmachung kommt der Dritte im Bunde als biederes Fenster daher. Doch das Kommandozeilentool unter den Streamern zeigt die wahren Qualitäten erst auf den zweiten Blick. Keine andere P2P-Software ist so gut anzupassen und bleibt dabei immer noch einfach zu bedienen. TvAnts ist nichts für Freunde von "Klick, Puffern, Gucken", sondern richtet sich mehr an Bastler und Optimierer.

TvAnts

Für Tüftler und Optimierer: TvAnts (Klick vergrößert).


Nach dem Start sucht TvAnts selbstständig nach Channels; in der aktuellen Version werden 100 verschiedene Kanäle gefunden. Neben dem Titel und dessen Genre bietet TvAnts im Search-Register eine Fülle an Informationen von Bitrate über Qualität bis hin zur exakten Anzahl an Usern, die diesen Sender ebenfalls gerade schauen - gute Indizien dafür, ob ein Stream flüssig laufen wird. Um bei den vielen Channels nicht die Übersicht zu verlieren, hilft die Suche. Ein Hinweis: Sollte beim ersten Start von TvAnts keine Senderliste angezeigt werden, hilft ein Klick auf Search TV, ohne einen Suchbegriff einzugeben - so werden alle verfügbaren Sender angezeigt.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.