Fernseh-Filesharing: Die beste Freeware für P2P-TV
Bundesliga und Kinofilme per P2P: Zu Recht unrecht?
Der wachsende Erfolg von P2P-Streamern in Deutschland hat vor allem einen Namen: Fußball-Bundesliga. Denn über die Streamer ist es möglich, den chinesischen Sender CCTV-5 frei zu empfangen. Dieser wiederum hat sich legal die Übertragungsrechte gesichert, auch das Streamen des Signals im Internet ist nach chinesischem Recht problemlos möglich. Somit können deutsche User aber die gucken. Doch das ist laut DFL nicht rechtmäßig, wie Pressesprecher Christian Pfennig gegnüber netzwelt erklärte: "Das Anschauen von Bundesliga-Partien über ein gehacktes Signal aus China ist illegal und wird juristisch verfolgt."
Eine weitere rechtliche Grauzone sind die vielen internationalen Kinofilme, die durch P2P-Streamer zugänglich sind. Hier lässt sich nicht ohne Weiteres herausfinden, ob tatsächlich die nötigen Lizenzen vorliegen oder das Ganze als eine Art Piratensender fungiert. Grundsätzlich haben die Rechteinhaber aber die Entwickler der P2P-Streamer als Schuldige anvisiert und nicht die User selbst: "Das Problem sind die Personen, die eine entsprechende Software zur illegalen Nutzung von Fußball-Übertragungen im Internet erstellt haben, dort verbreiten und die Signale illegal ausstrahlen", sagt Pfennig. Untersuchungen oder gar Urteile in diese Richtung sind zwar noch nicht bekannt, die Problematik sollte aber im Hinterkopf sein, bevor solche Inhalte der Weg auf den PC finden.
Für Genussmenschen: PPLive
In der aktuellen Version präsentiert sich der Streamer PPLive in gediegener Vista-Optik. Den linken Bereich des Fenster dominiert ein Media Player, rechts steckt die Liste der verfügbaren Kanäle. Beide Bereiche besitzen mehrere Ansichten. Der Videoschirm lässt sich von Abspielen auf Browsing schalten. Dort ist dann entweder die PPLive-Startseite oder Filminformationen zum aktuellen Stream zu sehen - leider komplett auf Chinesisch. Die Channels sind nach Kategorien geordnet, die über das Plus-Symbol aufgeklappt werden können. Beim ersten Start ist möglicherweise Geduld gefragt, bis alle Kanäle geladen sind. Leider stimmen die Bezeichnungen nicht immer: Hinter European Films verbirgt sich beispielsweise auch ein indischer Erotiksender.
PPLive überzeugt durch Optik und Auswahl (Klick vergrößert).
Jeder Stream besitzt bis auf den Namen noch weitere nützliche Informationen; die gelben Striche geben nämlich die Qualität des Streams an - und damit den zu erwartenden Komfort. Noch mehr Wissenswertes gibt es per Mouseover, beispielsweise die Bitrate des Senders, einen Screenshot und eine Liste der kommenden Übertragungen - zwar in der mitteleuropäischen Zeit, aber auf Chinesisch. Grundsätzlich sind Streams mit weniger als vier Strichen nicht empfehlenswert, die Wartezeit zehrt dann zu sehr an den Nerven. Alle angeklickten Sender landen übrigens in der History, manuell können Streams unter Favorites einsortiert werden, um nicht lange suchen zu müssen. Hungrig ist PPLive aber auch: 40 Prozent vom CPU und 30 Megabyte RAM müssen schon veranschlagt werden, damit alles fluppt.
Ein Doppelklick auf den gewünschten Sender öffnet den Stream dann im Player. Jetzt wird einer der größten Nachteile des P2P-Fernsehens deutlich: Warten. PPLive beginnt mit der Pufferung des Streams, was nichts anderes bedeutet, als andere Peers und möglicherweise Server zu kontaktieren. Die Downloadrate unten rechts zeigt an, wie flott die Daten kommen. Generell sollte diese Rate mindestens gleich der Bitrate sein, um langfristig einen stabilen Stream zu ermöglichen. Leichte Abstriche kann das Buffering ausgleichen, der Stream läuft mit zunehmender Nutzung immer flüssiger. Falls aber eine bestimmte Sendung auf dem Wunschzettel steht, lohnt es sich, fünf Minuten vorher bereits den Stream zu starten.
Unter Tools > Optionen kann PPLive weiter angepasst werden: Bei Netzwerkeinstellung sollten die Spezifikationen der DSL-Leitung möglichst genau angegeben werden, auch die maximalen Verbindungen sollten zwischen 30 und 100 angepasst werden. Hier können auch eingehender und ausgehender Port bestimmt werden, die unter Umständen bei Router und Software-Firewall freigeschaltet werden müssen. Unter Wiedergabeeinstellung kann bestimmt werden, nach welcher gepufferten Datenmenge die Wiedergabe beginnen soll und welche Player installiert sind. Der Windows Media Player ist Pflicht, sogar Version 11 unter Vista wird bereits unterstützt. PPLive empfiehlt, auch den RealPlayer zu installieren, um Problemen vorzubeugen.
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