Tutorial: Schlankes Windows Vista ohne Schnickschnack

Vista abgeschminkt: "Klickibunti" deaktivieren

Als nächstes sollte Vista lernen, dass auch andere Programme als die aus dem Hause Microsoft dazu taugen, Dateien zu öffnen. Dazu können unter Start > Standardprogramme einzelne Formate bestimmten Anwendungen fest zugeordnet werden. Vorbei also die Zeiten, als andauernd Media Player, Internet Explorer und Windows Mail gegenseitig um Aufmerksamkeit wetteiferten. Auch der Windows Explorer muss dran glauben: Über Start > Computer wird dieser geöffnet, ein Rechtsklick im Bereich Linkfavoriten offenbart ein Kontextmenü, in dem Linkfavoritenordner öffnen ausgewählt wird. Hier können die Lieblingsverzeichnisse verknüpft werden, auf die häufig zugegriffen wird - Programme, Downloads oder das DVD-Laufwerk sind sinnvoll.

Bei Windows Vista wurde kräftig an der Optik gefeilt: Durchsichtige Ränder, animierte Fenster und Tasks in dreidimensionaler Ansicht können aber mehr irritieren als helfen. Grund genug, hier wieder auf XP-Niveau herunterzukommen. Unter Systemsteuerung > Darstellung und Anpassung wird zuerst das Design auf Windows - klassisch geändert. Wer diesen beherzten Schritt noch nicht wagen möchte, kann unter Farben anpassen zumindest Aero Glass verbannen, indem der Haken bei Transparenz aktivieren entfernt wird.

Aero

Seriös statt quietschbunt: Aero muss abziehen (Klick vergrößert).

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Auch Taskleiste und Startmenü ist ein gefundenes Fressen für die Schnickschnack-Jagd: Hier kann im Register Startmenü das alte Design gewählt werden. Alternativ ist es über Anpassen... immerhin möglich, das Vista-Startmenü nur noch die wirklich wichtigen Verknüpfungen anzeigen zu lassen.

Ein weiteres Element von zweifelhaftem Nutzen ist die Windows Sidebar: Bei jedem Windows-Start erscheint diese Sammlung von PC-Helferlein am rechten Bildschirmrand. Zwar erschließt sich der Sinn von einer zusätzlichen Uhr und einer Diashow nur schwer, der Ressourcenverbrauch ist dafür sehr real: 20 Megabyte Arbeitsspeicher verbraucht der Vista-Dienst. Also weg damit: In der Systemsteuerung gibt es unter Darstellung und Anpassung den Punkt Windows-Sidebar-Eigenschaften. Hier wird der erste Haken entfernt, damit die Sidebar nicht mit jedem Start von Vista erneut aufgerufen wird.

Vista abgespeckt: Dienste abstellen

Komplett deaktiviert ist der Dienst damit aber noch nicht. Das Sidebar-Tool läuft nämlich genauso wie Dutzende anderer Dienste unnötigerweise im Hintergrund weiter. Am einfachsten lassen die sich auflisten, indem unten links das Startmenü aufgerufen wird; der Begriff Dienste in der Suchleiste öffnet das benötigte Programm. Die einzelnen Punkte können hier auf Automatisch, Manuell oder Deaktiviert stehen. Automatisch entspricht "aktiviert", Vista kann bei Bedarf den Dienst ohne eigenes Zutun starten. Bei Manuell geschieht das nur auf Nachfrage. Auch wenn die letzte Wahl oft sinnvoll ist, hält sich Vista mit dem Abstellen von Diensten per "deaktiviert" zurück. Das ist deshalb Aufgabe des Benutzers.

Vista-Dienste

Die Dienste bei Vista - 130 an der Zahl (Klick vergrößert).


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