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Tutorial: Schlankes Windows Vista ohne Schnickschnack Alles muss raus: Unnötige Dienste, dubioser Schutz, hungrige Optik

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Und? Direkt Windows Vista gekauft? Unzufrieden mit Hardwarehunger, verwirrender Optik und etlichen Diensten, deren Nutzen im Verborgenen bleibt? Kein Problem: Mit einigen Handgriffen kann Microsofts Sprössling wieder flott gemacht werden. Die Rückkehr zu der von XP gewohnten Wohlfühlatmosphäre verhindert, dass Wechsler zu sehr fremdeln. Eine Anleitung für moderne Minimalisten und Speicherschoner.

Windows Vista ist wieder einmal ein Garant für Superlative: Teurer, ressourcenverschlingender und voluminöser war bisher noch kein Betriebssystem. Knapp 130 Dienste laufen im Hintergrund, nicht alle machen wirklich Sinn im Computeralltag. Wer also noch einen PC aus dem letzten Jahrtausend besitzt oder keine Lust hat, nur wegen Vista Arbeitsspeicher und Grafikkarte aufzumotzen, sollte hier genau hinsehen. Denn Aero ist nicht alles, Sidebars schreiben keine Dokumente fertig - und ein Sicherheitspaket ohne Virenscanner darf sich auch gerne direkt verabschieden.

Vista abgewürgt: Schikanen unterbinden

Microsofts neues Betriebssystem hält einige Einstellungen parat, die den Computeralltag unnötig verlangsamen. Allen voran wäre da die Benutzerkontensteuerung (UAC): Die meldet sich immer dann, wenn Software installiert werden soll, die nicht von Redmond lizenziert ist - aber auch bei Änderungen in der Systemsteuerung. Und die werte UAC begnügt sich nicht mit einer dezenten Sprechblase unten rechts. Nein, der komplette Bildschirm wird dunkel, ein Popup erscheint und der PC-Betrieb kann erst wieder aufgenommen werden, wenn der Nutzer eine Entscheidung gefällt hat.

UAC

UAC: Dunkler Bildschirm bis zum Entschluss (Klick vergrößert).

Was eigentlich der Sicherheit dienen soll, entpuppt sich nach kurzer Zeit als Nervensäge: Da sowieso immer auf OK geklickt wird, verliert die Benutzerkontensteuerung ihre Daseinsberechtigung - Zeit zum Deaktivieren. Über Systemsteuerung > Benutzerkonten und Jugendschutz > Benutzerkonten > Benutzerkontensteuerung ein- oder ausschalten kann dem ein Ende bereitet werden, indem der Haken entfernt wird. Damit die Änderungen wirksam werden, muss Vista allerdings neu gestartet werden.

Als nächstes sollte Vista lernen, dass auch andere Programme als die aus dem Hause Microsoft dazu taugen, Dateien zu öffnen. Dazu können unter Start > Standardprogramme einzelne Formate bestimmten Anwendungen fest zugeordnet werden. Vorbei also die Zeiten, als andauernd Media Player, Internet Explorer und Windows Mail gegenseitig um Aufmerksamkeit wetteiferten. Auch der Windows Explorer muss dran glauben: Über Start > Computer wird dieser geöffnet, ein Rechtsklick im Bereich Linkfavoriten offenbart ein Kontextmenü, in dem Linkfavoritenordner öffnen ausgewählt wird. Hier können die Lieblingsverzeichnisse verknüpft werden, auf die häufig zugegriffen wird - Programme, Downloads oder das DVD-Laufwerk sind sinnvoll.

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Moritz Zielenkewitz
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