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25.07.2008
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Im Test

Web.de Musik Downloads: Solider Musikdienst ohne Ecken und Kanten

Christoph Scholl

"Web.de Musik Downloads" nennt der Anbieter seinen neuen Dienst. So schlicht und einfach der Name des neuen Download-Shops ist, so soll auch das Konzept sein. Über 2.000 Internet-User hat Web.de befragt, wie ein Download-Shop für Musik im Idealfall aussehen sollte. Auf Basis der Ergebnisse hat das Internetportal gemeinsam mit dem Dienstleister Aravato den neuen Download-Shop auf die Beine gestellt. Netzwelt hat die Web.de Musik Downloads auf Herz und Nieren getestet und geschaut, was sich die 2.000 Nutzer unter einem guten Musikdienst vorstellen.

Musikdienste gibt es mittlerweile viele in Deutschland. Auch die großen Online-Portale mischen längst mit beim Verkauf von MP3s über das Netz. Egal ob T-Online, AOL oder Freenet - Musikdownloads gehören mittlerweile zum Standard-Angebot. Bisher außen vor beim immer noch wachsenden Download-Geschäft: Web.de. Anders als die Konkurrenz startete der Anbieter von zahlreichen Onlinediensten erst vor einigen Wochen seinen eigenen Download-Shop.

Inhalt

Oberfläche und Bedienung: Übersichtlich, leicht verständlich, einfach

Beim ersten Aufruf von Web.de Musik Downloads fällt sofort die aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche auf. Wichtige Bereiche, wie Warenkorb, Suche, Navigation oder Empfehlungen der Redaktion, sind gut und schnell zu finden. Grafisch setzen die Designer auf schlichte Eleganz - dezente Farben und zurückhaltende grafische Elemente lenken nicht von den Inhalten ab. Sowohl Übersichts- als auch Detailseiten sind klar und deutlich strukturiert.

Auch unerfahrene Webnutzer werden von Oberfläche und Bedienung des Web.de Musik Download-Shops nicht überfordert. Lediglich die Hilfefunktion versteckt sich hinter einem kleinen und eher unscheinbaren Button am äußersten oberen Rand der Webseite. Hier wäre eine etwas zentralere Platzierung sicherlich besser geeignet. Positiv aufgefallen sind uns hingegen die vielen redaktionellen Inhalte. Angefangen bei Rubriken wie "Empfehlungen der Woche" oder "Exclusives" bis hin zu einer Liste mit mobilen Playern, die den neuen Dienst unterstützen, haben die Web.de-Redakteure eine Menge Inhalte zusammengestellt.



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Übersichtlich und einfach bedienbar: Web.de Musik Downloads

Musik suchen und finden: Fehlertolerante Suche mit guten Ergebnissen

Wer bereits genau weiß, was er will, kann im Shop die recht gut funktionierende Suchfunktion nutzen. Diese ist auf nahezu jeder Seite zentral und gut findbar im oberen Bereich der Seite platziert und in zwei Versionen verfügbar: Bei der einfachen Suche reicht die Eingabe eines Stichwortes und ein Klick auf den "Suchen"-Button. Wahlweise kann die Suche noch auf den Album- oder Songtitel beziehungsweise den Interpreten eingegrenzt werden. Wem das nicht reicht, kann zudem die erweiterte Suche nutzen, wo zusätzlich nach Label, Genre oder Veröffentlichungsdatum gesucht werden kann. Beide Suchmöglichkeiten verzeihen großzügig Tippfehler. Wer zum Beispiel nach "robIE wilIAms" sucht, bekommt trotzdem "Let Me Entertain You" oder "Angels" des britischen Künstlers angezeigt.

Natürlich kann der Web.de-Shop auch einfach nur durchstöbert werden. Dazu bietet der Download-Dienst neben verschiedenen Kategorien, wie "Neuerscheinungen", "Download Charts" oder "Specials" auch eine komplette Sortimentsliste, in der alle rund 1,5 Millionen Songs bequem durchgesurft werden können. Wie in nahezu jedem Download-Shop üblich, lassen sich auch die Dateien bei den Web.de Musik Downloads probehören. 30 Sekunden lang kann man sich so in einer guten Qualität einen Eindruck der Songs verschaffen.

Technik und Preise: WMAs für gutes Geld

Technisch setzt Web.de auf DRM (Digital Rights Management) geschützte WMA-Dateien. Mit einer Bitrate von 192 kBit/s haben die Songs eine recht gute Qualität. Dies hat jedoch seinen Preis: Zwar sind einzelne Songs bereits ab 79 Cent und einzelne Alben ab knapp acht Euro zu haben, die meisten Download-Dateien sind jedoch mit 1,29 Euro pro Song, beziehungsweise knapp zwölf Euro pro Album, eher im oberen Preissegment angesiedelt.

Bestellung und Bezahlung: Schnell und einfach aus dem Warenkorb auf die Festplatte

Hat man sich erst einmal für einen Song oder ein Album entschieden, geht der Bestellablauf recht schnell über die Bühne. Wer bereits einen Account bei Web.de hat, loggt sich einfach mit seinen Zugangsdaten ein. Alle anderen können sich ohne Probleme in kurzer Zeit einen eigenen Account erstellen.

Bezahlt werden kann derzeit per Firstgate, Click&Buy sowie über den Web.de-Bezahldienst Web.Cent. Anschließend kann jeder Titel bis zu dreimal heruntergeladen werden. Das heißt: Wird ein Song versehentlich gelöscht, hat Web.de noch zwei Kopien auf Lager. Die drei Songs können jedoch auch auf drei unterschiedliche Rechner heruntergeladen werden, beispielsweise zu Hause, auf der Arbeit und dem Notebook.

Fazit: Solide ohne Ecken und Kanten

Insgesamt hat Web.de einen soliden Musikdienst ohne Ecken und Kanten am Start. Gefallen hat uns vor allem die aufgeräumte Oberfläche, die einfache Bedienung sowie die teils aufwändig gepflegten redaktionellen Inhalte. Übel aufstoßen dürfte dem einen oder anderen User hingegen das ausschließlich aus DRM-geschützten WMAs bestehende Angebot. Hier wäre vielleicht zumindest eine Mischung aus WMA-Dateien und nutzerfreundlichen MP3s eine Alternative.

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