Klangtuning ohne Schraubenzieher

Taut Klänge über USB auf: Creative Xmod im Test

Taut Klänge über USB auf: Creative Xmod im Test Es knistert der Mozart am rauschenden Klavier - dünner Klang am Rechner kann ganz schön nerven, doch Abhilfe ist nicht fern. Ganz ohne Schraubenzieher lässt sich Creatives Xmod, eine externe Soundkarte, zwischen Lautsprecher und Rechner an den USB-Port hängen. Innerhalb weniger Minuten soll gewöhnliche MP3-Musik so in Studio- und Surroundqualität erklingen. Und das ganz ohne Treiber oder zusätzliche Installationen. Hört sich gut an?

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Auspacken, anschauen
  2. 2Einstöpseln, einrichten
  3. 3Effektprobe: Der Crystalizer
  4. 4Effektprobe 2: X-Fi CMSS-3D
  5. 5Fazit

Ein Künstler nimmt eine CD im Studio auf, mischt sie ab, komprimiert sie, presst sie auf CD, stellt sie in das CD-Regal eines Musik-Dealers. Schließlich landet die Scheibe bei Ihnen im Regal, wird von iTunes oder einem anderen Programm erneut komprimiert und im MP3-Format auf der Festplatte abgelegt. Von der ursprünglichen Qualität der Aufnahme ist nach diesen Schritten ein nicht zu unterschätzender Teil verlorengegangen. Den eingebüßten Detailreichtum verspricht Creative mit der Xmod wiederherzustellen. So steht es zumindest auf der Verpackung.

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Auspacken, anschauen

Das etwa 70 Euro teure weiße Plastikgehäuse macht durch einen mächtigen Drehknopf aus Aluminium auf sich aufmerksam. Er gefällt beim Bewegen durch eine engmaschige und deutlich wahrnehmbare Rasterung, lässt aber auf Grund des doch merklichen Spiels die Augenbraue etwas nach oben wandern. Liegt die etwa 11 x 5 x 1,5 Zentimeter große Box gerade auf einem Tisch, merkt man hiervon zum Glück kaum etwas. Eine gummierte Fläche am Boden sorgt für sicheren Stand. Um Musik auszublenden, lässt sich der Drehknopf zusätzlich noch drücken.

Rechts und links finden sich zwei Schiebeschalter um Effekte an- oder auszuschalten, oben signalisieren drei Status-LED den aktuellen Betriebszustand der Xmod. Ein handelsüblicher Mini-USB-Anschluss ermöglicht die Verbindung zum Windows- oder Mac-Rechner. Daneben bieten ein Line-In-Eingang, ein Kopfhörerausgang sowie eine Line-Out-Buchse weitere Anschlussmöglichkeiten.

Der Betrieb mit Akkus ist von Creative nicht vorgesehen, daher bezieht der Klangpolierer Strom ausschließlich über die USB-Schnittstelle. Für etwa 15 Euro sind im Zubehörhandel dafür externe USB-Netzteile erhältlich, mit denen es möglich ist, die Xmod auch in Abwesenheit eines Rechners zu betreiben. Eine Steckdose muss trotzdem in greifbarer Nähe sein. Wer also mit dem Gedanken liebäugelt die Xmod zum besten Freund des mobilen MP3-Players zu machen, dürfte enttäuscht sein.

Einstöpseln, einrichten

Kopfhörer gehören zum Lieferumfang, eine Software-CD nicht. Dass dies kein Nachteil sein muss, zeigt sich beim Anschließen der Creative-Lösung an einen Rechner. Sobald die Nabelschnur zwischen Mini-USB-Schnittstelle und Rechner liegt, geht alles von ganz alleine. Ohne Treiberinstallation erkennt Windows XP oder Mac OS X v10.4 die Karte und deaktiviert im gleichen Atemzug alle anderen installierten Soundkarten. Danach müssen nur noch die Kopfhörer oder Aktivboxen angeklemmt werden und dem ersten Hörtest steht nichts mehr im Wege. Ab diesem Zeitpunkt leitet die Creative-Karte auch alle Systemtöne des entsprechenden Betriebssystems an die Ohren weiter.

Creative Xmod

Zwei Effektprogramme bietet die Xmod: "X-Fi Crystalizer" und "X-Fi CMSS-3D". Beide Programme lassen sich mit Hilfe einer Zusatztaste und dem Drehknopf in ihrer Intensität anpassen. Für unseren Hörtest wählten wir drei verschiedene Kopfhörerpaare, zunächst die im Lieferumfang enthaltenen, dann den geschlossenen Studiokopfhörer HD 280pro der Firma Sennheiser und schließlich unser Referenzmodell für MP3-Player-Tests E500PTH der Marke Shure.

Anschließend testeten wir die hoffentlich klangverbessernden Eigenschaften der Xmod noch an einem Rechner mit angeschlossenen Stereo-Boxen. Als Zuspieler diente in den ersten Fällen der MP3-Player Cowon iAudio X5, die Lautsprecher hingen an einem Standard-PC mit integriertem Onboard-Sound. In allen Fällen wurden sonstige Equalizer oder zusätzliche Effekte ausgeschaltet.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 6 Beiträge

Hi Aaron! Danke für den Link, aber den Test kenne ich leider schon. Der Autor dieses Tests ist sogar genau der, den ich schon wegen ein paar Samples angeschrieben habe. Die...

Zitat: Hi! Auch wenn der Thread hier schon etwas älter ist, hofffe ich dass du die Antwort trotzdem noch liest. Also das was du da beschreibst müsste eigentlich...

Zitat: Hi @ll! Müsste es nicht trotzdem möglich sein die Xmod an einen Player mit USB Host anzuschließen? Zum Beispiel beim X5: USB Stecker der Xmod...

:bla: Jemand zu Hause? :confused:

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