BadVista.org macht sich gegen Windows Vista stark
Böses Vista: DRM und Trusted Computing als Zündstoff für Kritiker
Windows Vista
Anfang 2007 ist es dann soweit. Vista kommt und wer sich einen neuen Rechner kauft, der bekommt, wenn nicht ausdrücklich wiedersprochen wird, Vista vorinstalliert mitgeliefert. Zunächst wird sich jedoch nicht so viel an der Nutzung von Windows ändern.
Keine Einschränkungen in der Beta
Filesharer können ihre heruntergeladenen MP3- und DivX-Dateien noch abspielen, Bittorrent lässt sich installieren und läuft, und auch das Rippen einer CD funktioniert noch einwandfrei, auch mit dem Mediaplayer 11. Die bisherigen Veröffentlichungen von Windows haben gezeigt, dass an der Beta, im Gegensatz zur fertigen Version, keine tiefgreifenden Veränderungen mehr vorgenommen werden. Ein früher Umstieg hat demnach keine Folgen für die Multimedia-Funktionalität.
Eine Alternative bietet Macintosh. Wer aber einen PC besitzt, sich alternativ fühlt und keine Lust mehr hat, Geld für ein Betriebssystem auszugeben oder es einfach satt ist, Informationen nach Redmond zu schicken, für den lohnt sich ein Blick auf die Alternativen. Leider ist die Auswahl sehr dünn, bislang beschränken sie sich auf Linux. In einigen Monaten kommt dann noch eine weitere dazu: ReactOS, ein Betriebssystem mit Windows-kompatiblen Kernel, der Windowsprogramme starten und mit Windows-Treibern arbeiten kann.
BadVista.org empfiehlt gNewSense, ein Ableger von Ubuntu, in dem keine Binär-Bestandteile mehr vorhanden sind. Ziel des Ablegers ist es, eine komplett freie Distribution zu erschaffen, die ohne Restriktionen auf dem Computer installiert werden kann. Auf der Homepage des Projekts kann man sich seine ganz persönliche Linux-Distribution zusammenstellen und herunterladen. Dabei sollte man allerdings keine Scheu haben, rund 20 Gigabyte aus dem Netz herunterzuladen.
Linux-Einsteigern empfiehlt netzwelt den Versuch mit dem regulären Ubuntu, mittlerweile in der siebten Version. Die Installation ist auch für Neulinge kein Problem, wie unser Idiotentest zeigt. Wer den Umstieg auf Linux nicht wagt und auf einige Windows-Programme nicht verzichten kann, muss auf die Beta von ReactOS warten, die für Sommer 2007 angekündigt ist. Momentan steht nur die Alpha zum Download bereit, welche für den alltäglichen Betrieb jedoch nicht geeignet ist.
Die Zeit von Warez und Co. scheint abgelaufen. So langsam wirkt es, als könne die Industrie ein Mittel gegen die Warez-Szene finden und Raubkopien endgültig verbannen. Ob die Rechtslage in Deutschland überhaupt eine "Trusted Computing"-Chip im Rechner duldet, ist noch nicht endgültig geklärt. Auf der anderen Seite entwickelt sich die OpenSource-Szene prächtig und bringt sehr gute und konkurrenzfähige Software auf den Markt, wie beispielsweise Firefox oder OpenOffice eindrucksvoll gezeigt haben.
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