Spieltaugliche Zwischengröße auf dem Prüfstand
ViewSonic VX2245wm im Test: 22 Zoll unter 500 Euro
TFTs erreichen eine ungekannte Dimension - 22 Zoll. Netzwelt testet einen der ersten Flachbildschirme in der neuen Zwischengröße, den VX2245wm von ViewSonic. Außer einem spieltauglichen Widescreen-Display und einer schicken Lackierung in glänzendem Schwarz bringt er noch eine iPod-Station und viele andere Klangqualitäten mit. Dank Kartenleser und vier USB-Ports kommt auch die Anschlussfreude nicht zu kurz.
Inhaltsverzeichnis
- 1Edel-Optik mit Detailschwächen
- 2Undurchdachte Handhabung
- 3Unappetitlicher Kabelsalat
- 4Vorzeigespieler statt Kinokünstler
- 5Auf der nächsten Seite: Fazit, Bewertung und technische Daten
- 6Fazit
Im freien Online-Handel geht die breite Mattscheibe bereits für weniger als 500 Euro über die virtuelle Ladentheke, und das trotz Vollausstattung. Ausgeliefert wird mit kompletter Verkabelung, analogem und digitalem Anschluss und einer multimedialen Schaltzentrale. Zu Letzterer gehören unter anderem zwei Stereo-Lautsprecher, ein Subwoofer, vier USB-Ports sowie ein Speicherkartenleser für acht unterschiedliche Formate. Doch damit nicht genug, hinzu kommen noch eine Dockingstation mit Adaptern für alle erhältlichen iPods, Anschlüsse für Kopfhörer und Line-out und ein integriertes Mikrofon.
Inhalt
Edel-Optik mit Detailschwächen
Vorzeigespieler statt Kinokünstler
Technische Daten und Bewertung
Edel-Optik mit Detailschwächen
Auf den ersten Blick zeigt sich der ViewSonic VX2245wm von seiner besten Seite: Hochglänzendes Klavierlack-Schwarz vorn, Mattschwarz hinten und helle Silberstreifen dazwischen. Allerdings erweckt die außergewöhnliche Optik den Anschein, als hätten sich die Designer nicht zwischen klassischen Rundungen und futuristischen Ecken und Kanten entscheiden können. Besonders der weit heruntergezogene Standfuß wirkt eher aufgesetzt und erzeugt eine gewisse Disharmonie. In der unteren rechten Ecke verabschiedet sich ein kleiner Teil der dünnen Lackschicht an dem silbernen Zierrahmen bereits nach der Montage.
Wie so oft bei der Kombination von Plastikoberflächen und glänzendem Lack kommt es auch hier zu unschönen Begleiterscheinungen. Nach jedem noch so kurzen Kontakt mit den Fingerspitzen, der beim Einstellen des Monitors unvermeidlich ist, bleiben lästige Abdrücke zurück. Dies dürfte zwar jedem Ermittler die Suche nach Indizien entscheidend erleichtern, weniger kriminalistisch veranlagte Zeitgenossen sollten besser immer ein blitzsauberes Putztuch parat haben. Steht das Gehäuse direkt im Licht, zeigt es zudem ein regelrechtes Meer enorm feiner, kratzerartiger Fäden.
Viel interessanter als der iPod-Anschluss sind derKartenleser und die vier USB-Ports des 22-Zöllers.
Undurchdachte Handhabung
Ohne den optionalen Wandhalter muss sich das ViewSonic-Display in puncto Verstellmöglichkeiten selbst einem Röhrenmonitor geschlagen geben, lediglich der Neigungswinkel ist justierbar. Zuschauer von kleinerem Wuchs könnten sich unter Umständen daran stören, dass die sichtbare Bildfläche erst 17,5 Zentimeter über dem Schreibtisch anfängt. Dank der ausladenden Grundlage sollte der VX2245wm eigentlich einen stabilen Stand besitzen, was jedoch nur zum Teil zutrifft. Wird die Neigung nach hinten voll ausgeschöpft, neigt er zum Kippeln und vermittelt, obwohl er keineswegs umzufallen droht, ein etwas trügerisches Gefühl von Sicherheit.
Trotz ihrer beschränkten Möglichkeiten klingt die Mechanik wie ein rostiges Türscharnier, bleibt aber stets in der eingestellten Position. Leider besitzt das Display einen starken Drang zum Nachschwingen. Nach heftigen Stößen oder Erschütterungen braucht es jedes Mal ein paar Sekunden, bis es wieder absolut stillsteht. Selbst bei Inanspruchnahme des Bildschirmmenüs kommt es zu gelegentlichen Wacklern. Außerdem sitzen auch der Einschaltknopf für den iPod-Steckplatz sowie das Drehrad zur Subwoofer-Regelung im Standfuß entschieden zu locker.
ViewSonic VX2245wm im Test: 22 Zoll unter 500 Euro
Umständlich: Man muss den Monitor schon flachlegen, um die Anschlüsse sehen zu können.
Zur Serienausstattung gehört eine integrierte Dockingstation für alle erhältlichen iPods. Doch nur schwarze Varianten des Apple-Players passen auch optisch zum Flachbildschirm.
TFTs erreichen eine ungekannte Dimension: Der ViewSonic VX2245wm ist einer der ersten Flachbildschirme in der neuen Zwischengröße.
Leider sind die Knöpfe für das On-Screen-Menü umständlich zu bedienen und die Schalter am Multimedia-Standfuß entschieden zu wacklig.
In puncto Anschlussfreude können nur die wenigsten TFT-Monitore mit dem 22-Zöller mithalten. Außer vier praktischen USB-Ports bringt er noch einen nicht minder nützlichen Kartenleser für acht unterschiedliche Speichermedien mit.
Lediglich die Neigung kann justiert werden, selbst ein Röhrenbildschirm hat ergonomisch mehr drauf. Zudem knarzt die Mechanik wie ein rostiges Türscharnier.
Hochglänzendes Schwarz steht ihm gut, doch die schmutzanfällige Oberfläche macht Putztücher zum Pflichtkauf.
Sage und schreibe sieben Kabel sorgen im schlimmsten Fall für unappetitlichen Salat. Die Kabelführung ist schnell überfordert und droht abzubrechen.
Wenig durchdacht erscheinen die schmalen Bedienelemente zur Feineinstellung des Flachbildschirms. Da sie mit dem Rest der Frontblende auf einer Ebene liegen und das Lochgitter der Stereo-Lautsprecher sogar leicht hervorsteht, gestaltet sich die Handhabung umständlich - hässliche Fingerabdrücke inklusive. Im Dunkeln ist Blindflug angesagt, denn die Tastenbeschriftung ist ebenfalls in Schwarz lackiert und nicht beleuchtet. Auf der Rückseite sorgt eine weitere Detailschwäche für unnötige Fummelei: Wegen der tiefsitzenden, vom Gehäuse verdeckten Anschlüsse ist nicht zu erkennen, ob ein Stecker auf die richtige Weise herangeführt wird.
Schön bunt
Durch den schwarzen Bildrand erscheint der Kontrast des VX2245wm rein subjektiv noch höher als er in Wirklichkeit ist, was aber keinen Nachteil darstellt. Schön strahlend und kräftig präsentieren sich die Farben, die dafür nicht einmal eine spiegelnde Hochglanz-Beschichtung benötigen. Die in Richtung Rand hin zunehmende Inhomogenität geht für die verwendete TFT-Technologie, die ohnehin mehr die spielende Fraktion begeistern soll, völlig in Ordnung, ist aber nichts für anspruchsvolle Bildbearbeiter.

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