DVD- und Festplattenrekorder: Fernseharchiv im Wohnzimmer

Zukunftssicher?

Aber auch hier ist es nicht so leicht, wie man meinen könnte. Denn es nützt schließlich nichts, wenn das schöne, digitale Signal per analogem Kabel vom Receiver zum Rekorder wandert. Dann wären völlig unnötige Umwandlungen nötig: das Digitale MPEG2-Signal wird zu analogem Video gewandelt, über das Kabel zum Rekorder geleitet und dort wieder in MPEG2 umgerechnet. Klingt das sinnvoll? Nein, aber exakt so sieht der Alltag dieser Geräte oft aus.

Verlustfrei ist normalerweise keine der Aufnahmen, auch wenn das Siegel "digital" dies vielleicht verspricht, weil das Signal fast immer neu enkodiert wird - sowohl der Ton als auch das Bild. Die einzigen Ausnahmen bilden wenige Player, die einen eigenen digitalen Empfänger haben. Aber selbst dies bietet noch keine Garantie. Immerhin beherrschen einige Rekorder das Dolby Digital 5.1-Tonformat. Denn digitale Videoeingänge gibt es nicht und selbst die Daten, die an den internen Empfänger gelangen, werden immer neu enkodiert.

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In diesem Fall haben die Computer mit TV-Karte oder -stick den Wohnzimmerkollegen einiges voraus. Denn sie können alle völlig verlustfrei aufnehmen, da sie die Fernsehdaten so auf die Platte schreiben, wie sie gesendet und empfangen werden. Damit ist die Programmierung zwar nicht so komfortabel wie am Fernseher, aber das Endresultat, die fertige DVD, musste immerhin einmal weniger umkodiert werden.

Das bedeutet aber nicht, dass DVD- und Festplattenrekorder grundsätzlich ein schlechtes Bild machen. Aus analogen Signalen holen sie die bestmöglichen Resultate heraus. Lediglich bei den digitalen Übertragungswegen schwächeln sie etwas. Denn um beispielsweise die Qualität einer DVB-T-Sendung optimal einzufangen, muss man eine höhere Bitrate nehmen als die, in der die Sendung übertragen wird. Hat die Sendung also eine Datenrate von zwei MBit, muss man sie dennoch in weit höherer Datenrate encodieren, um die Qualität nicht weiter zu verschlechtern. So hat man keine Qualität gewonnen, aber viel Platz verschwendet.

Deshalb sollte man sich durchaus fragen, ob es für das Wohnzimmer nicht auch ein kleiner HTPC sein dürfte. Dieser ist zwar deutlich teurer als ein Rekorder, dafür aber kompatibler und flexibler, da leichter erweiterbar. Auch der schon erwähnte TV-Empfänger am normalen Computer kann den Rechner zu einem vollwertigen DVD-Rekorder machen.

Festplattenrekorder - die Alternativen

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Satellitenreceiver mit Festplatte - Ein solcher Receiver kann digitales Fernsehen anzeigen und speichern. Preise: ab 100 Euro
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Ein solcher Receiver kann digitales Fernsehen anzeigen und speichern. Preise: ab 100 Euro

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DVB-T-Empfänger mit Festplatte - Solche Geräte können, genau wie die Satelliten-basierten Verwandten, DVB-T aufnehmen. Manche Modelle besitzen gar zwei Tuner, um beim Aufnehmen auch Fernsehen zu können. Preise beginnen ab etwa 100 Euro.
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Solche Geräte können, genau wie die Satelliten-basierten Verwandten, DVB-T aufnehmen. Manche Modelle besitzen gar zwei Tuner, um beim Aufnehmen auch Fernsehen zu können. Preise beginnen ab etwa 100 Euro.

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Der HTPC - Wer etwas mehr investieren möchte, kann sein Wohnzimmer mit einem solchen Allzweck-Multimediarechner aufwerten. Kosten: ab 1000 Euro
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Wer etwas mehr investieren möchte, kann sein Wohnzimmer mit einem solchen Allzweck-Multimediarechner aufwerten. Kosten: ab 1000 Euro

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Der DVB-T-Stick - Mit einem solchen kleinen USB-Stick verwandelt sich jeder Rechner oder Laptop in einen Videorekorder. Mit einem entsprechenden Brenner können die Filme auch auf DVD gebannt werden. Die Preise für solche Geräte beginnen schon bei 30 Euro.
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Mit einem solchen kleinen USB-Stick verwandelt sich jeder Rechner oder Laptop in einen Videorekorder. Mit einem entsprechenden Brenner können die Filme auch auf DVD gebannt werden. Die Preise für solche Geräte beginnen schon bei 30 Euro.


Bis die DVD- und Festplattenrekorder alle Ansprüche erfüllen, indem sie sämtliche gebräuchlichen Tuner in sich vereinen, wird es noch einige Zeit dauern. Denn die Hersteller beginnen gerade erst damit, verlustfreie digitale Aufnahme in ihre Geräte zu integrieren. Und in naher Zukunft könnten die kopiergeschützten, hochauflösenden Medien wieder neue Fragen aufwerfen. Denn richtig High-Definition-tauglich sind die heutigen Rekorder nicht. Oft fehlen gar die digitalen Videoanschlüsse, zumindest die Eingänge.

Einige werben zwar mit hoher Auflösung, aber dabei handelt es sich meist um Geräte mit so genanntem "Scaler". Das bedeutet, dass der Rekorder das Bild für die Bildausgabe interpoliert, also in eine höhere Auflösung hochrechnet. Von dem oft versprochenen "Detailreichtum" fehlt also jede Spur, da eine vergrößerte Standardaufnahme auch nicht mehr Details enthalten kann als vor der Vergrößerung.

Der aktuelle Trend geht immer mehr in Richtung "alles in einem". Schon heute sind reine DVD- oder Festplattenrekorder so gut wie ausgestorben. Bald werden immer mehr Geräte zu MediaCentern werden und damit noch mehr vom Prinzip des schlichten Videorekorders abweichen.

Günstige Alternativen

Neben den schon erwähnten Lösungen für den Computer gibt es aber auch andere Möglichkeiten fürs Wohnzimmer. Beispielsweise sind DVB-T und DVB-S-Receiver erhältlich, die ebenfalls eine eingebaute Festplatte haben und direkt aufnehmen können. Diesen fehlt zwar der Videoeingang und der MPEG-2-Encoder, aber dafür nehmen sie das Material verlustfrei auf. Diese Modelle kosten etwa ab 100 Euro. Wer sich ausschließlich für digitales Fernsehen interessiert, für den könnte diese Alternative interessant sein.

Checkliste vor dem Kauf

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Reichen die Anschlüsse? Auch für einen besseren Fernseher oder einen neuen Receiver?
Was für einen integrierten Empfänger hat das Gerät?
Kann er aufnehmen, ohne neu zu kodieren?
Wie übersichtlich ist die Benutzerführung? Komme ich damit intuitiv zurecht?
In welchem Preisrahmen möchte ich mich bewegen?
Muss die Lösung im Wohnzimmer stehen? Würde auch ein TV-Empfänger am PC reichen?
Käme ein HTPC oder ein Receiver mit Festplatte in Frage?
Lässt sich das Gerät bequem mit dem elektronischen Programmführer EPG programmieren?

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