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20.12.2006
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Vorteile, Nachteile, Alternativen

DVD- und Festplattenrekorder: Fernseharchiv im Wohnzimmer

DVD-Hardware und Medien

DVD- und Festplattenrekorder: Fernseharchiv im Wohnzimmer

Heutzutage muss sich niemand mehr vom Fernsehprogramm den Tagesablauf vorschreiben lassen: Es ist 20:16 Uhr, der große Samstagsfilm beginnt und Sie stehen noch im Stau auf dem Supermarktparkplatz? Macht doch nichts, wozu gibt es Aufnahmegeräte für zu Hause? Dabei muss dies längst nicht mehr der altgediente Videorekorder sein. Denn das VHS-Band ist seit langem vom Aussterben bedroht.

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Mit einem Festplattenrekorder können Sie auch zu spät nach Hause kommen und den Film dennoch bequem von Anfang an sehen, selbst wenn er gerade noch aufgenommen wird. Dieses so genannte Timeshifting ist einer der großen Vorteile der Festplattenrekorder gegenüber den alten Videorekordern. Lästige Werbung kann dabei auch gleich vorgespult werden und der Gang zur Toilette muss nicht zwangsläufig in der Werbeunterbrechung sein: Ein Druck auf "Pause" genügt. Apropos: Minutenlanges Warten, bis das komplette Band von der einen Spule auf die andere gewickelt ist, entfällt bei den neuen Speichermedien.

VHS hat ausgedient

Und nicht nur das: Dank höherer Auflösung und effizienterem Umgang mit den Farbinformationen geben die digitalen Aufnahmegeräte ein wesentlich besseres Bild aus als die veralteten Videorekorder. Das Aufnahmeformat der Festplattenrekorder ist in der Regel MPEG2, was viele von der DVD kennen. Damit eignet sich das Format auch bestens, um direkt auf einer DVD archiviert zu werden. Insbesondere dann, wenn es sich um ein Kombigerät mit integriertem DVD-Brenner handelt.

Das hat allerdings seinen Preis. Während die altmodischen VHS-Geräte meist zwischen 50 und 100 Euro liegen, kosten DVD-Festplattenkombinationen mindestens 250 Euro und mehr. Wer in ein modernes Markengerät investieren möchte, kann sehr schnell jenseits der 500 Euro-Grenze landen. Es hat heute fast keinen Sinn mehr, zwischen DVD- und Festplattenrekordern zu unterscheiden. Durch die jeweiligen Stärken ergänzen sich beide so gut, dass fast nur noch diese Kombigeräte angeboten werden.

Auf die inneren Werte kommt es an

Obwohl sich die Geräte oft sehr ähnlich sehen und fast die gleichen Funktionen haben, gibt es große Unterschiede. Auf dem Papier sehen zwar auch die günstigsten Modelle gut aus, aber: Technische Daten sind nicht alles. Was nützen hunderte von Stunden theoretischer Aufnahmekapazität, wenn man das Gerät vor lauter Lärm am liebsten ausgeschaltet lassen möchte? Oder die Bedienführung so unübersichtlich ist, dass man samstagsabends doch lieber einen Schwung DVDs aus dem Regal holt?

Deshalb sollte man sich seinen zukünftigen TV-Verwalter genau aussuchen. Dabei gibt es etliche Dinge, die man beachten kann und auch sollte. Angefangen bei der Optik, die bei einem Wohnzimmergerät durchaus relevant sein kann, über die Ausstattung bis zur Bildqualität: Alles kann entscheidend sein und nicht alles ist aus den Produktbeschreibungen sofort ersichtlich.

Denn beispielsweise "über 1.000 Stunden Aufnahmekapazität" klingt zwar enorm, relativiert sich aber wieder, wenn sie nur im unbrauchbaren Low-Quality-Modus erreicht werden. Ähnliches gilt für die Aufnahmedauer auf DVD: Manche Hersteller rühmen sich damit, dass ihr Modell über zehn Stunden Videomaterial auf eine normale DVD brennen kann. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken, denn die Bildqualität dieser Aufnahme würde Sie ebenso wenig beeindrucken. Mit guten Bildeinstellungen bleibt davon nur noch wenige Stunden Aufnahmezeit übrig.

In der Praxis läuft auch der größte Datenschlucker spätestens nach einigen Staffeln der Lieblingsserie über. Deshalb ist ein solches Kombigerät die ideale Lösung, um gute Filme auf DVD zu archivieren und mittelmäßige von der Festplatte anzusehen und dann zu löschen. Darum sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein, ob man einen DVD-Rekorder möchte, einen Festplattenrekorder oder beides in einem. Reine DVD-Geräte sind meist etwas preiswerter, dafür bieten aber nur die DVD-RAM-kompatiblen Modelle den Komfort des Timeshiftings.

Festplattenrekorder

  • Philips DVDR 7260H
  • Panasonic DMR-EX75
  • Yamakawa DVR-655
  • Pioneer DVR545HX-S
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.

Analog, digital, egal?

Für Heimkinofans sind digitale Anschlüsse Pflicht. Denn ohne digitalen Surroundsound kommt kein Leinwandfeeling auf. Dabei muss man allerdings beachten: Solch ein digitaler Hightech-Rekorder kann nicht zaubern. Egal wie gut seine Technik und Bildqualität auch ist: Besser als die Quelle wird das Resultat nicht. Wer also direkt aus dem analogen Kabel oder vom alten Receiver aufnehmen will, der muss auf vieles verzichten. Denn Digitalklang zum Beispiel gibt es logischerweise auf analogem Wege nicht.

Das bedeutet auch, dass trotz Aussagen, die echte "DVD-Qualität" suggerieren, ein verrauschter Empfang immer mit einer verrauschten Aufnahme enden wird. Zwar haben viele Geräte eine Funktion, die das Bildrauschen vermindert, aber die analoge Übertragung ist nicht die beste Quelle für hochwertige Aufnahmen. Ideal eignen sich hingegen DVB-C und DVB-S, also das digitale Fernsehen über Kabel oder Satellit.


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