Zwei der besten Gamer-Tastaturen im Vergleich
Mäuse, Tastaturen, Zubehör: Razer Tarantula und Logitech G15 im Test
Zum ersten Mal in der Firmengeschichte entwickelte Razer eine Tastatur speziell für PC-Spieler. Statt einer tödlich giftigen Schlangenart muss diesmal ein eher ungefährliches Krabbeltier als Namensgeber herhalten: Tarantula, Fachbegriff für Vogelspinnen im Allgemeinen und englisch für "Tarantel". Ihr größter natürlicher Feind trägt die simple Bezeichnung G15 und entstammt dem Hause Logitech. Netzwelt lässt zwei der besten Gamer-Tastaturen gegeneinander antreten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Optik: Glanzschwarz contra Militär-Look
- 2Verarbeitung: Wertig im Doppelpack
- 3Ergonomie: Kurzhuber contra Standard-Layout
- 4Software: Masse contra Möglichkeiten
- 5Spielbarkeit: Tasten-Multi contra Abstandhalter
- 6Sonderausstattung: Headset-Anschluss kontra LC-Display
- 7Fazit
- 8Lesen Sie auf der nächsten Seite: Alle Daten auf einen Blick
Ursprünglich sollte die Razer Tarantula das direkte Gegenstück zur Logitech G15 bilden, doch in der Zeit vom angekündigten zum fertigen Produkt blieben das integrierte Display und die verstellbare Beleuchtung auf der Strecke. Dafür gibt es blaues Dauerlicht, ein vollständig programmierbares Tastenfeld, zwei USB-Ports sowie Anschlüsse für ein Headset mit Mikrofon und Kopfhörer. Weitere Besonderheiten: Bis zu zehn simultane Tastendrücke und eine Halterung für Webcam oder Zusatzbeleuchtung.
Inhalt
Optik: Glanzschwarz contra Militär-Look
Verarbeitung: Wertig im Doppelpack
Ergonomie: Kurzhuber contra Standard-Layout
Software: Masse contra Möglichkeiten
Spielbarkeit: Tasten-Multi contra Abstandhalter
Sonderausstattung: Headset kontra Display
Optik: Glanzschwarz contra Militär-Look
Würde die Razer Tarantula einen Sportwagen darstellen, wäre die Logitech G15 ein Panzer. Zumindest liegt dieser Schluss nahe, wenn sich die beiden Widersacher auf dem Schreibtisch gegenüberliegen. Die G15 ist ein Trumm von einer Tastatur und überragt die Konkurrenz-Dimensionen in jeglicher Hinsicht. Mit ihrem glänzend schwarzen Finish erscheint die Tarantula gediegener und versprüht deutlich mehr Understatement als die militant angehauchte G15 in Mattschwarz und Silber.
Beim Aufbau scheint sich Razer aus dem Logitech-Regal bedient zu haben, denn die Tarantula wirkt wie eine verbreiterte Version der schnurlosen S510 oder Cordless S530 für den Mac. Neu sind allerdings die jeweils fünf großen Zusatztasten am linken und rechten Rand. In Sachen Illumination setzen beide Gamer-Tastaturen auf kühles Blau, doch nur bei der G15 strahlen sämtliche Tasten, zudem lässt sich die Helligkeit in zwei Stufen regeln und die Beleuchtung komplett abschalten.
Dass sich Razer in puncto Beleuchtung geschlagen geben muss,hat Seltenheitswert (Darüberfahren für Nachtansicht).
Auf dem Tarantula-Keyboard leuchten bloß die zehn Bonus-Tasten, die Status-Anzeigen sowie der Knopf zur Wahl des Belegungsprofils. Viel her macht das sanft pulsierende Schlangen-Emblen der integrierten Handballenauflage. Ein Windows-Logo sucht man vergebens, dafür gibt es einen Schalter mit dem Aufdruck "Start" links und einen weiteren mit Razer-Logo rechts neben der Leertaste.
Razer Tarantula und Logitech G15 im Test
Zur Tarantula gehören gleich zwei USB-Stecker in der Razer-typischen Goldfarbe sowie Audio-Kabel für Mikrofon und Kopfhörer. Immerhin ziehen alle an dem zwei Meter langen Strang.
Mindestens 100 Euro kostet es, sich das pulsierende Schlangen-Logo auf den Schreibtisch zu holen.
Leider gibt es für die Multimedia-Schalter derzeit nur festgelegte Profile statt freie Programmierbarkeit.
Während die Tarantula sage und schreibe zehn simultane Anschläge verkraftet, ....
Zehn Ersatztasten mit gängigen Spiele-Symbolen sorgen für Wiedererkennungswert.
Razer Tarantula: Auf dem Weg vom Konzept zum fertigen Produkt blieb das integrierte Display leider auf der Strecke.
Die Tasten der G15 geben gute Rückmeldung, arbeiten jedoch unpräziser, wackliger und lauter als bei der Konkurrenz.
Außer zwei USB-Ports wie die G15 bietet das Razer-Keyboard noch praktische Headset-Anschlüsse.
Mit der G behält Logitech vorerst das Monopol auf Gamer-Tastaturen mit eigener LC-Anzeige.
Wer eine Gamer-Tastatur mit Display möchte, kommt nach wie vor nicht an der Logitech G15 vorbei. Finde Programmierer stellen mittlerweile sogar selbst erstellte Funktionen ins Internet.
Das Konfigurationsmenü der Razer Tarantula glänzt mit Masse und Übersichtlichkeit.
Weniger schön, dafür mit besseren Detaillösungen: Die Software der Logitech G15
Verarbeitung: Wertig im Doppelpack
In puncto Verarbeitung gibt sich keiner der Konkurrenten eine wirkliche Blöße: Weder unschöne Knarzgeräusche noch allzu breite Spaltmaße trüben den wertigen Eindruck. Allerdings arbeiten die Tasten der G15 deutlich lauter und wackliger als beim Mitbewerber, der wiederum bei der Lackierung schwächelt. Das glänzende Schwarz steht der Tarantula besonders in Kombination mit der blauen Beleuchtung zwar ausgesprochen gut, offenbart auf den zweiten Blick jedoch klare Nachteile.
Auf direkten Lichteinfall zeigt die Oberfläche eine Struktur aus unzähligen, extrem feinen Linien, die ebenso gut für Kratzer gehalten werden könnten. Ein weiterer Nachteil ästhetischer Natur gegenüber dem matten Logitech-Lack besteht in der magischen Anziehungskraft für Staub und Fingerabdrücke. Letzteren lässt sich nur durch ein absolut sauberes Mikrofasertuch beikommen, das trotz des hohen Kaufpreises nicht zum Lieferumfang gehört.
Fans der blauen Festbeleuchtung kommen bei der LogitechG15 voll auf ihre Kosten (Darüberfahren für Nachtansicht).

Sagen Sie Ihre Meinung!