MP3-Player der Spitzenklasse zum Feinschmeckerpreis

Ein Kessel Buntes: Samsung YP-T9 im Test

Samsungs YP-T9 sollte man mit anderen MP3-Playern besser nicht in einen gemeinsamen Topf werfen. Wie Fettaugen würde der flache Flashplayer viele andere Modelle auf Distanz halten. Konsistenz und Würze verwöhnen die Gaumen der Klang-Gourmets, was bleibt, ist ein leicht schaler Nachgeschmack beim Preis. Aber über den schweigen sich echte Kenner ohnehin aus.

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Samsung YP-T9
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhalt
  2. 2Eintopf: Alles in einem Kessel, umfangreiche Ausstattung
  3. 3Hausmannskost: Bewährte Drücker, keine Sensorflächen
  4. 4Heute frisch und wohltemperiert: Hörtest
  5. 5Küchenradio mit Merkzettel: Mikrofon und FM-Tuner
  6. 6Bebildertes Kochlesebuch: Video, Foto und Textanzeige
  7. 7Fünf Sterne: Das Fazit

Wir verraten ihn trotzdem - laut unverbindlicher Preisempfehlung kostet der Player mit zwei Gigabyte an Speicher 200 Euro, für die Variante mit vier Gigabyte Kapazität sind nochmals 50 Euro mehr fällig. 250 Euro für ein 4,2 x 8,3 x 1,1 Zentimeter großes Stück Plastik, das sich in der Hand auf Grund der glatt polierten Flächen und der abgerundeten Ecken wie ein Stück Seife anfühlt. Im freien Handel kostet Samsungs Spitze der Flashplayer mit 150 respektive 190 Euro weitaus weniger.

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Eintopf: Alles in einem Kessel, umfangreiche Ausstattung

Schnäppchen sehen dennoch anders aus, fühlen sich anders an und haben bei weitem weniger Häkchen in der Ausstattungsliste. Radio, Mikrofon, Farbdisplay, die Fähigkeit auch Videos abzuspielen - Dinge, die der YP-T9 allesamt beherrscht. Was fehlt, ist ein Line-In-Eingang zum Aufzeichnen externer Quellen im MP3-Format, etwa von einem Kassettendeck oder einem CD-Spieler.

Die meisten Nutzer werden dies aber höchstens zur Kenntnis nehmen und nicht darauf bestehen. Frische Musik übertragen sie in den allermeisten Fällen eher vom Rechner, über das angeschlossene USB-Kabel in den Flashspeicher des Testkandidaten als über den 3,5-Millimeter-Anschluss eines Line-In-Einganges. Nur hatte Samsungs Chef-Koch wohl leider einen schlechten Tag, als er dem T9 einen nicht standardisierten USB-Port verpasste. Vielleicht war es auch der Azubi.

Der Nutzer könnte nach diesem Rezept ein wenig aufstoßen, muss er doch jedes Mal das im Paket enthaltene Spezialkabel mit sich führen, um Musik aufzuspielen oder den fest verbauten Lithium-Polymer mit frischem Saft zu versorgen. Scheinbar waren die enthaltenen Zutaten auch so hochwertig und teuer, dass das Budget für ein externes Netzteil nicht mehr ausreichte. Im Lieferumfang ist es jedenfalls nicht enthalten. Bis der YP-T9 Strom benötigt, vergeht zum Glück einige Zeit. Im Test gingen erst nach über 26 Stunden reinem Audiobetrieb die Lichter aus.

Hausmannskost: Bewährte Drücker, keine Sensorflächen

An der Verarbeitung werden auch Feinschmecker nichts zu meckern haben. Der Player wirkt wie aus einem Guss, sieht dabei ein wenig nach einem Mobiltelefon der nächsten Generation aus. Jede einzelne der insgesamt neun Tasten hat einen kräftigen und präzisen Druckpunkt, welcher sich gut in dunklen Hosen- oder Jackentaschen ertasten lässt. Der Daumen findet fast automatisch zum zentralen Bestätigungsknopf welcher von einer Vier-Wege-Wippe umrahmt wird.

Entgegen dem allgemeinen Trend geht Samsung beim YP-T9 den althergebrachten Pfad der traditionellen Drücker und experimentiert nicht mit berührungsempfindlichen Sensorflächen. Diese sehen zwar oft schick aus, lassen sich wunderbar bündig in das Gehäuse integrieren, funktionieren aber in der Regel eher schlecht als recht. Apples iPod-Reihe mit Clickwheel bildet die absolute Ausnahme, dort funktioniert dieses Prinzip einwandfrei.

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