Beim Abtelefonieren ist nach wie vor Eile geboten
Handy: Handy-Prepaid-Guthaben darf nicht verfallen
O2 Germany darf Prepaid-Guthaben nicht verfallen lassen. Das hat die Verbraucherzentrale von Baden-Württemberg am 26. Januar 2006 vor dem Landgericht München erstritten. Nach einem weiteren erwirkten Gerichtsurteil ist neben O2 Germany auch Vodafone gesetzlich dazu verpflichtet, die entsprechenden Klauseln zu ändern. Den restlichen Netzbetreibern, Providern und Discountern kann bisher nur geraten werden, ähnliche Klauseln zu entfernen oder anzupassen. Netzwelt hat sich umgehört und herausgefunden, welche Maßnahmen O2 Germany und Vodafone bis heute ergriffen haben.
Inhaltsverzeichnis
- 1Inaktive Karten verursachen hohe Kosten
- 2Die Verfahren der einzelnen Anbieter im Überblick
- 3T-Mobile
- 4Vodafone
- 5E-Plus
- 6O2 Germany
- 7Debitel
- 8Mobilcom
- 9Simyo
- 10Blau.de
Eine zweijährige Vertragsbindung ist nicht jedermanns Sache. Das Argument "Da bekomme ich ja kostenlos ein Handy dazu" zieht mit den sinkenden Subventionen nicht mehr. Die Prepaid-Alternative ist für immer mehr Mobilfunk-Einsteiger erste Wahl. Einige Nachteile muss man dabei aber in Kauf nehmen. So verstehen sich die Karten vorrangig auf Telefonie, und Servicedienstleistungen müssen mit teuren Hotlines bezahlt werden.
Eine unbequeme Eigenschaft steht nun zu Gunsten des Kunden auf der Kippe: Dauerhaft inaktive Karten werden automatisch deaktiviert, befindet sich in diesem Fall noch ein Restguthaben auf dem Konto, wandert der Betrag in die Taschen des Anbieters.
Inaktive Karten verursachen hohe Kosten
Die Mobilfunkdienstleister begründen dieses Vorhaben damit, dass inaktive SIM-Karten hohe Kosten verursachen. Jede registrierte SIM-Karte verbraucht durch die ständige Überwachung für die Rechnungserstellung Platz im System, belastet damit die Server und sorgt schließlich für Kosten. Die eigens erschaffene Klausel sollte SIM-Karten-Leichen automatisch identifizieren und ausschalten. Laut den Unternehmen handelte man dabei ganz im Sinne der aktiven Kunden. Die Kosten, die durch das Aktivhalten der SIM-Karten entstehen, müssten sonst an die Kunden weiter gegeben werden.
Für den Geschmack der Verbraucherschützer ist diese Vorgehensweise aber eher eigensinnig. Eine automatische Deaktivierung ist legitim - dass der Kunde aber sein Geld nicht wiedersieht, ist nicht nachvollziehbar. Die Gerichte stimmten dem zu und forderten O2 Germany und Vodafone mit Nachdruck auf die Klausel zu streichen oder entsprechend zu ändern. Demnach darf der Mobilfunkdienstleister in keinem Falle ein Guthaben einbehalten. Ein zeitliches Guthabenfenster, in dem der aufgebuchte Betrag abtelefoniert werden muss, darf er aber nach wie vor verhängen.
Die Verfahren der einzelnen Anbieter im Überblick
Einige Anbieter sind aber noch weiter gegangen und verhängen keine rigorose Lebensfrist, falls der SIM-Karte durch eine Neuaufladung nicht wieder Leben eingehaucht wird. Dennoch behalten sie sich das Recht vor, bei offensichtlicher und langer Inaktivität die SIM-Karten zu deaktivieren. Zurzeit kocht jeder Anbieter sein eigenes Süppchen. Im Folgenden lesen Sie die Vorgehensweisen der einzelnen Anbieter, was die Gültigkeit der Guthaben und die Verfahrensweisen der Rückzahlung von Prepaid-Guthaben betrifft.

hast denn schon mal direkt die o2-Hotline bemüht oder nen Ladengeschäft von O2?
na es ist ja nun schon eine gewisse zeit her und ich besitze 3 loop-karten bei denen zusammen ca. 500,- guthaben vorhanden war was nun irgendwie verschwunden ist. auf nachfragen bin ich seit über 2 jahren von o2...
Zitat: Ist das nicht immer noch so? Bei Simyo werden immer noch EMails an Kunden versendet sie müssen Guthaben aufladen, obwohl sie noch welches haben. Mit der Androhung die Karte Inaktiv...
Ist das nicht immer noch so? Bei Simyo werden immer noch EMails an Kunden versendet sie müssen Guthaben aufladen, obwohl sie noch welches haben. Mit der Androhung die Karte Inaktiv zu schalten und zu...