Tipps zum Umgang mit persönlichen Daten im Netz

Ratgeber Online-Datenschutz: Sicher ist sicher

Ende November geriet das deutsche Startup StudiVZ.de wegen eklatanter Datenschutz-Pannen in die Schlagzeilen. Doch StudiVZ ist nur die Spitze des Eisbergs. Im Netz werden persönliche Daten fleißig erhoben und auch gern mal an Geschäftspartner weitergegeben - aber meist nur schlecht gesichert. Deswegen ist es um so wichtiger, die wichtigsten Datenschutz-Grundregeln zu kennen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Datenschutz-Bestimmungen: Worauf sollte man achten?
  2. 2Was passiert beim Verkauf?
  3. 3Wichtige Änderungen müssen abgesegt werden
  4. 4Was tun, wenn mal was schief läuft?

StudiVZ geriet ins Straucheln, weil es irrtümlich Zugriff auf die privaten Daten seiner Nutzer erlaubte. In anderen Fällen werden Daten ganz absichtlich freigegeben: So verdient sich manch ein Web-Anbieter am Verkauf von E-Mail-Adressen eine goldene Nase - und Nutzer dürfen sich später über Spam-E-Mails freuen. Rechtlich abgesichert wird das Ganze durch jede Menge Kleingedrucktes in der Datenschutzerklärung.

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Datenschutz-Bestimmungen: Worauf sollte man achten?

Der erste Schritt zum Schutz der eigenen Daten besteht deshalb darin, diese lästigen Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen beim Anmelden bei einer neuen Plattform tatsächlich zu lesen. Wichtig ist dabei vor allen Dingen, wo der Anbieter sitzt. In den USA sind die Datenschutzgesetze deutlich laxer als in Deutschland. Wer sich später gegen einen Missbrauch seiner Daten wehren will, hat es zudem bei ausländischen Anbietern deutlich schwerer als bei deutschen Firmen.

Worauf sollte man sonst noch achten? Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Alexander Dix empfiehlt, beim Durchlesen solcher Vertragswerke immer folgende Fragen im Hinterkopf zu haben: "Welche Daten muss ich angeben? Welche sind freiwillig? Welche dieser letzteren Daten möchte ich angeben? Werden mehr Daten erhoben als für die Erbringung des jeweiligen Dienstes erforderlich sind?"

Gleichzeitig sollte klar erkennbar sein, welche Daten für welche Zwecke genutzt werden. Dix dazu: "Werde ich über die beabsichtigte Verwendung meiner Daten aufgeklärt? Werden Daten 'zweckfremd' genutzt, zum Beispiel für Werbezwecke? Werden Daten an Dritte übermittelt? Welche Gestaltungsmöglichkeiten räumt mir der Anbieter dabei ein, wie zum Beispiel ein Widerspruchsrecht?"

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