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Einkaufsberater: Digitalkamera
Digitalkamera
Wer für die Filmkamera früher Filme kaufte, wählte den Film nach Bilderanzahl und der ISO-Empfindlichkeit. ISO 100, ISO 200, Werte, die auch bei der Digitalkamera eine große Rolle spielen. Nur dass hier kein Film gewechselt werden muss, um eine andere ISO-Empfindlichkeit zu realisieren, ein Knopfdruck reicht bei der Digitalkamera dafür aus. Entscheidend für verwacklungsfreie Fotos sind hohe ISO-Empfindlichkeiten (ISO 800 oder ISO 1600), die bei wenig Licht kurze Verschlusszeiten realisieren.
Leider nimmt mit erhöhter Lichtempfindlichkeit auch das Bildrauschen - Fehler, die das Foto vergröbern - zu. Hier unterscheiden sich die verschiedenen Hersteller deutlich. So werden Empfindlichkeiten von ISO 1000 und höher angepriesen, ob bei derartigen Werten jedoch auch Fotos in guter Qualität entstehen, ist oft schwer zu erkennen. Auch hier wieder der Tipp, Testfotos mit der Kamera zu machen. Im Moment sind Digitalkameras von Fuji führend, was hohe Empfindlichkeiten mit guter Bildqualität angeht. Aber auch die Konkurrenz schläft natürlich nicht und verbessert das Rauschverhalten ihrer Kameras kontinuierlich.
Kameras 150 bis 200 Euro
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Nicht langsam aber sicher, sondern schnell und genau ist die Devise für eine gute Auslöseverzögerung und den Autofokus. Zwei weitere Ausstattungsmerkmale, die die Geschwindigkeit der Digitalkamera beschreiben. Für Schnappschüsse und Fotos im Sport- und Actionbereich müssen Fokuszeit und Auslöseverzögerung so kurz wie möglich sein. Hersteller geben gerne Auslösezeiten von beispielsweise 0,0016 Sekunden an, was sicher ein guter Wert ist. Jedoch wird vergessen, dass die Kamera auch einen kurzen Moment für die Scharfstellung benötigt, der das Foto zusätzlich verzögert. Autofokuszeiten schwanken zudem motivabhängig. Eine Kamera, die unter einer halben Sekunde scharfstellt und auslöst, ist schnappschusstauglich und aktuell ab etwa 140 Euro zu bekommen.
Bei der Energieversorgung sind zwei Systeme für Digitalkameras zu finden. Auf der einen Seite stehen Lithium-Ionen-Akkus, auf der anderen Seite AA-Zellen (Mignon-Zellen), die als Akkus und Batterien erhältlich sind. Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen kleine und flache Digitalkameras und halten meistens lange durch. Dafür sind sie in der Regel kameraspezifisch und müssen bei Bedarf teuer nachgekauft werden. Gerne kostet ein derartiger Akku 50 Euro und ist dazu nur im Fachhandel zu bekommen. Wer viel mit der Kamera unterwegs ist, schätzt die Vorteile des AA-Systems. Die Akkus sind hier wesentlich preiswerter (vier Akkus plus das passende Ladegerät gibt es schon ab 15 Euro) und wenn einmal der Strom am Ende ist, kann im Notfall einfach ein Paket Batterien gekauft werden, das fast überall zu bekommen sind.
Es gibt Momente beim Fotografieren, da versagt die Automatik der Digitalkamera. Sei es durch einen falschen Weißabgleich oder eine verwirrte Belichtungsmessung, das Ergebnis ist jedenfalls ein unbrauchbares Foto. Hier heißt es nun aufgeben oder selber versuchen, das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Die Digitalkamera muss dann aber auch entsprechende Einstellmöglichkeiten bieten, um Veränderungen für die Belichtung vorzunehmen. Blende und Verschlusszeiten sind zwei Parameter, die bei einer Kamera mit manuellem Modus frei wählbar sein sollten. Dazu erhält der Nutzer Zugriff auf die verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten und Weißabgleichseinstellungen, um besser auf schwierige Lichtsituationen reagieren zu können.
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