Kaufberatung: Komplett-PC unter 1.000 Euro

Festplatten: Gemeinsam sind sie schneller

Hinter dem Stichwort "RAID" stecken mindestens zwei zusammengeschaltete Festplatten. Je nach Einstellung sorgt das "Redundant Array of Independent Disks" für mehr Geschwindigkeit oder Sicherheit. RAID 0 verbindet Festplatten so miteinander, dass die Daten parallel auf alle angeschlossenen Magnetspeicher geschrieben und abgerufen werden, was den Durchsatz wiederum deutlich steigert.

Der Bezeichnung RAID wird dieser Modus jedoch nicht mehr gerecht, da de facto keine Redundanz mehr besteht. Segnet nun eine Festplatte das Zeitliche, lassen sich die Daten nicht komplett wiederherstellen. RAID 1 bringt keinerlei Performance-Plus und begrenzt zudem den Speicherplatz auf die Kapazität der kleinsten Festplatte, spiegelt dafür den gespeicherten Inhalt. Ein Backup ersetzt dies jedoch nicht, da sich der fehlerhafte Datenbestand einer einzigen Festplatte auf alle angeschlossenen Magnetspeicher auswirken kann. Wichtige Daten gehören also nach wie vor anderweitig sichergestellt.

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Im RAID-0-Modus drehen Festplatten richtig auf.
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Wer das berücksichtigt, kann die Vorzüge eines RAID-0-Systems unbeschwert genießen. Darüber hinaus sollten die beiden Festplatten baugleich und mit schnellem Serial-ATA-II beziehungsweise -ATA/300 ausgestattet sein. Wenn selbst der kleinste Leistungsvorteil zählt, empfehlen sich Festplatten mit 16 statt acht Megabyte Cache. Ein Gesamtspeicherplatz von 320 Gigabyte dürfte für den Hobby-Multimedianer ausreichen, Profis brauchen meist höhere Kapazitäten.

Festplatte
Option 1
Schnittstelle Serial-ATA-II/300
Kapazität 2x 160 GByte
Geschwindigkeit 7.200 U/min.
Cache 2x 8/16 MByte
Sonstiges RAID 0, zwei Festplatten
Straßenpreis 2x 50 Euro
Option 2
Schnittstelle Serial-ATA-II/300
Kapazität 2x 250 GByte
Geschwindigkeit 7.200 U/min.
Cache 2x 8/16 MByte
Sonstiges RAID 0, zwei Festplatten
Straßenpreis 2x 75 Euro

Grafikkarte: Am besten digitaltauglich

Da die flächendeckende Versorgung mit HDTV-Sendungen sowie Blu-ray und HD-DVD bereits vor der Tür steht und bloß noch eine Frage der Zeit bleibt, sollte die Grafikkarte den "HDCP"-Standard unterstützen. Bei "High-bandwidth Digital Content Protection" werden Audio- und Video-Daten per Verschlüsselung geschützt über eine digitale Schnittstelle geschickt. HDCP ist Pflicht, um von der TV-Karte des PCs empfangene HD-Signale später auf entsprechend befähigten Endgeräten wie Fernsehern oder Beamern zu sehen. Besitzen diese bereits einen HDMI-Anschluss, sollte der PC am besten ein passendes Gegenstück besitzen.

Spezielle Grafikkarten mit eigenem HDMI sind zwar bereits auf dem Markt, doch leider ist die Auswahl noch sehr beschränkt. Für anspruchsvolle PC-Spieler eignen sich die derzeit verfügbaren Produkte allerdings nicht, da sie ausschließlich dem Mittelklasse-, Mainstream und Low-End-Segment entspringen. Wer seinen Fokus weniger aufs gepflegte Zocken legt, kann hingegen ruhigen Gewissens zugreifen. Für einen Flachbildschirm-Kontakt mit möglichst geringen Qualitätseinbußen empfiehlt sich zusätzlich ein DVI-Anschluss.

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Einen HDMI-Anschluss (links) für hochauflösende Bildsignalebieten derzeit nur die wenigsten Grafikkarten.

Wer in puncto Spieletauglichkeit weniger Kompromisse eingehen will, kann alternativ auch eine stärkere, HDCP-fähige Grafikkarte mit DVI-Ausgang einsetzen und nachträglich mit einem separaten HDMI-Adapter ausstatten. Dabei bleibt jedoch zu bedenken, dass gleichzeitig auch Stromverbrauch und Wärmeentwicklung steigen, was wiederum höhere Anforderungen an Netzteil und Kühlung stellt.

Grafikkarte
Ati Nvidia
Option 1
Typ Radeon X1600 Pro GeForce 7600 GT
Schnittstelle PCI Express x16 PCI Express x16
Anschlüsse DVI, HDMI DVI, HDMI
Straßenpreis 175 Euro 153 Euro
Option 2
Typ Radeon X1950 Pro GeForce 7900 GS
Schnittstelle PCI Express x16 PCI Express x16
Anschlüsse DVI (mit HDCP bei Bedarf), S-Video DVI (mit HDCP bei Bedarf), S-Video
Straßenpreis 184 Euro 172 Euro

TV-Karte: HDTV nur per Satellit

Um am PC in den HDTV-Genuss zu kommen, führt der Weg derzeit schnurstracks zur Schüssel. Denn die wenigen für HDTV ausgelegten TV-Karten auf dem Markt setzen allesamt auf DVB-S2, eine Weiterentwicklung des digitalen Satellitenfernsehens. Fehlt diese Empfangsmöglichkeit, gibt es auch kein Computer-HDTV, zumindest noch nicht. Mit einer gewöhnlichen TV-Karte für DVB-T, DVB-S oder analoges Fernsehen kommt zwar weniger hochauflösendes Material auf den Bildschirm, dafür bleibt wiederum mehr Euro in der Kasse.

Mehrere TV-Karten nebeneinander oder so genannte "Hybrid"-Modelle mit mehreren Tunern auf einer Karte lohnen sich, wenn man gleichzeitig ein Programm sehen und ein anderes aufzeichnen möchte. Was viele nicht wissen: Schon eine einzelne TV-Karte produziert eine Menge Wärme, also sollte bei mehreren Exemplaren auf einem Mainboard für ausreichende Kühlung gesorgt sein. Ferner bedeutet jede weitere Karte natürlich auch einen höheren Stromverbrauch.

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Manche Hersteller haben bereits HDTV-fähige PC-Karten im Programm.

TV-Karte
Option 1
Empfangsart DVB-T DVB-S
Schnittstelle PCI PCI
Straßenpreis 62 Euro 70 Euro
Option 2
Empfangsart Hybrid DVB-T/DVB-S DVB-S2 (HDTV-fähig)
Schnittstelle PCI PCI
Straßenpreis 100 Euro 185 Euro

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