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16.12.2006
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Optimaler Rechner für Multimedia-Akteure und Gelegenheitsspieler

Kaufberatung: Komplett-PC unter 1.000 Euro

Benjamin Schnitzler

Kaufberatung: Komplett-PC unter 1.000 Euro

Im zweiten Teil der netzwelt-Kaufberatung wird es anspruchsvoller. Denn es geht darum, für weniger als tausend Euro einen schnellen Allround-PC aufzubauen, bei dem es kaum etwas gibt, dass er nicht kann. Als waschechtes Multimedia-Talent soll er sowohl zum Spielen und Fernsehen als auch zur Video- und Bildbearbeitung herhalten. Wer bereits einen Rechner besitzt, findet nützliche Tipps für sinnvolle Erweiterungen.

Kaufberatung: Allround-/Multimedia-PC unter 1000 EuroInhalt

Mainboard: Platz für Erweiterungen
Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
Festplatten: Gemeinsam sind sie schneller
Grafikkarte: Am besten digitaltauglich
TV-Karte: HDTV nur per Satellit
Soundkarte: Hi-Fi auch mit Onboard-Lösung
Optische Laufwerke: Nimm zwei
Gehäuse und Netzteil: Luftig und leise
Prozessorkühler und akustisches Feintuning
Schlusswort und Gesamtkosten

Mainboard: Platz für Erweiterungen

Im Gegensatz zum Bürorechner reicht eine langsame On-Board-Grafikkarte bei einem vollwertigen Multimedia-PC bei weitem nicht mehr aus. Stattdessen sollte ein PCI-Express-x16-Slot für den Einbau einer leistungsstarken Grafikkarte bereitstehen. Für spätere Erweiterungen wie TV-Tuner oder Soundkarte empfehlen sich darüber hinaus mindestens drei PCI-Steckplätze. Zusätzliche PCI-Express-Steckplätze müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein, da passende Erweiterungskarten leider noch Mangelware sind.

Wer die Musik von seinem Rechner statt auf den PC-Brüllwürfeln später auf einer akustisch wertvolleren Hi-Fi-Anlage hören möchte, benötigt eine On-Board-Soundkarte mit digitalem Ausgang. Ob optisch oder koaxial ist egal, solange die Anlage das passende Gegenstück besitzt. Unter Umständen spart dies sogar den Kauf einer zusätzlichen Soundkarte. Kreischende Mini-Lüfter auf dem Mainboard sind ein absolutes K.O.-Kriterium, lüfterlose Passiv-Kühler die bessere Alternative. Schließlich soll der Rechner leise werden und vielleicht oder sogar einen festen Platz im Wohnzimmer einnehmen.



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Mainboard: Ein schnelles System
braucht eine gute Grundlage.

Für einen schnellen Chipsatz lohnt es sich durchaus, etwas mehr Geld anzulegen, damit das Mainboard nachher nicht als "Flaschenhals" fungiert und das gesamte System ausbremst. Sollen große Datenmengen, die sich bei der Multimedia-Bearbeitung kaum vermeiden lassen, auch einmal über ein lokales Netzwerk transferiert werden, ist Gigabit-Ethernet ein weiteres Muss. Ganz im Gegensatz zu einem zweiten, in diesem Fall völlig überflüssigen Grafikkarten-Steckplatz.

Auf der Liste mit der serienmäßigen Ausstattung sollten außerdem mindestens vier USB-Ports sowie dieselbe Anzahl von Serial-ATA-II- respektive Serial-ATA/300-Anschlüsse abgehakt werden können. Ebenfalls wichtig ist ein integrierter RAID-Controller für Festplatten, der die Modi "0" für höhere Geschwindigkeit und "1" für gesteigerte Datensicherheit beherrscht.

Mainboard
AMD Intel
Option 1
Chipsatz Nvidia nForce 550 Intel 945P
Straßenpreis 77 Euro 70 Euro
Option 2
Chipsatz Nvidia nForce 570 Ultra Intel P965
Straßenpreis 84 Euro 103 Euro
Sonstiges
Sockel AM2 LGA775 (Core 2 Duo)
Steckplätze 1x PCI Express x16, 3x PCI
Netzwerk Gigabit-Ethernet
Sound On-Board, Digitalanschluss
Formfaktor ATX
Anschlüsse 4x Serial-ATA-II/300 (RAID 0)

Prozessor: Doppelkern statt Alleingang

Auf die Frage, ob ein Multimedia-PC eine Dual-Core-CPU besitzen sollte, gibt es im Grunde bloß eine Antwort - ein eindeutiges Ja. Denn bei Anwendungen wie Bildbearbeitung und Videoschnitt kann ein Prozessor mit zwei Kernen seine Stärken besonders gut ausspielen und die Ein-Kern-Konkurrenz deklassieren. Vorausgesetzt natürlich, er wird vom verwendeten Programm auch richtig unterstützt. Außerdem kommt ein Dual-Core-Prozessor besser mit hochauflösenden Videos und HDTV-Sendungen zurecht und lässt darüber hinaus sogar noch einiges an Reserven übrig.

Zurzeit hat der Intel Core 2 Duo klar die Nase vorn, wenn es um möglichst hohe Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch geht. Allerdings kosten die Vorzeige-Prozessoren auch mehr als die des Mitbewerbers. Aus der AMD-Palette bietet sich der Athlon 64 X2 an, der zwar weniger, aber immer noch sehr gute Performance liefert. Ist ein niedriger Stromverbrauch wichtiger ist als pure Potenz, liegt der Griff zur genügsameren "Energie Efficient"-, kurz "EE"-Variante des Athlon 64 X2 nahe.



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Aufwändige Multimedia-Anwendungen profitieren
besonders von einem Dual-Core-Prozessor.

Prozessor
AMD Intel
Option 1
Typ Athlon 64 X2 4200+ EE Core 2 Duo E6300
Takt 2,2 GHz 1,866 GHz
L2-Cache 1024 KByte 2048 KByte
Dynamische Frequenz Ja Ja
Straßenpreis 145 Euro 153 Euro
Option 2
Typ Athlon 64 X2 4600+ Core 2 Duo E6400
Takt 2,4 GHz 2,133 GHz
L2-Cache 1024 KByte 2048 KByte
Dynamische Frequenz Ja Ja
Straßenpreis 205 Euro 195 Euro

Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden

Wer Video-Schnitt und Bildbearbeitung mehr gelegentlich als Hobby betreibt, dem reicht in der Regel ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte. Üppige zwei Gigabyte RAM steigern zwar die Geschwindigkeit, kosten dafür schnell das Doppelte. Um im "Dual Channel" auch das letzte Quäntchen Leistung aus dem System herauszukitzeln, wird der Arbeitsspeicher in beiden Fällen auf zwei baugleiche Module verteilt. Hier kann mit "DDR2-667"- beziehungsweise "PC2-5300"-Markenspeicher wenig schiefgehen.

Arbeitsspeicher
Option 1
Kapazität 2x 512 MByte
Typ DDR2-667
Sonstiges Dual Channel
Straßenpreis 2x 60 Euro
Option 2
Kapazität 2x 1024 MByte
Typ DDR2-667
Sonstiges Dual Channel
Straßenpreis 2x 110 Euro

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