Optimaler Rechner für Multimedia-Akteure und Gelegenheitsspieler
Kaufberatung: Komplett-PC unter 1.000 Euro
Komplettsysteme
Im zweiten Teil der netzwelt-Kaufberatung wird es anspruchsvoller. Denn es geht darum, für weniger als tausend Euro einen schnellen Allround-PC aufzubauen, bei dem es kaum etwas gibt, dass er nicht kann. Als waschechtes Multimedia-Talent soll er sowohl zum Spielen und Fernsehen als auch zur Video- und Bildbearbeitung herhalten. Wer bereits einen Rechner besitzt, findet nützliche Tipps für sinnvolle Erweiterungen.
Inhalt
Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
Festplatten: Gemeinsam sind sie schneller
Grafikkarte: Am besten digitaltauglich
TV-Karte: HDTV nur per Satellit
Soundkarte: Hi-Fi auch mit Onboard-Lösung
Optische Laufwerke: Nimm zwei
Gehäuse und Netzteil: Luftig und leise
Prozessorkühler und akustisches Feintuning
Schlusswort und Gesamtkosten
Mainboard: Platz für Erweiterungen
Im Gegensatz zum Bürorechner reicht eine langsame On-Board-Grafikkarte bei einem vollwertigen Multimedia-PC bei weitem nicht mehr aus. Stattdessen sollte ein PCI-Express-x16-Slot für den Einbau einer leistungsstarken Grafikkarte bereitstehen. Für spätere Erweiterungen wie TV-Tuner oder Soundkarte empfehlen sich darüber hinaus mindestens drei PCI-Steckplätze. Zusätzliche PCI-Express-Steckplätze müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein, da passende Erweiterungskarten leider noch Mangelware sind.
Wer die Musik von seinem Rechner statt auf den PC-Brüllwürfeln später auf einer akustisch wertvolleren Hi-Fi-Anlage hören möchte, benötigt eine On-Board-Soundkarte mit digitalem Ausgang. Ob optisch oder koaxial ist egal, solange die Anlage das passende Gegenstück besitzt. Unter Umständen spart dies sogar den Kauf einer zusätzlichen Soundkarte. Kreischende Mini-Lüfter auf dem Mainboard sind ein absolutes K.O.-Kriterium, lüfterlose Passiv-Kühler die bessere Alternative. Schließlich soll der Rechner leise werden und vielleicht oder sogar einen festen Platz im Wohnzimmer einnehmen.

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Mainboard: Ein schnelles System
braucht eine gute Grundlage.
Für einen schnellen Chipsatz lohnt es sich durchaus, etwas mehr Geld anzulegen, damit das Mainboard nachher nicht als "Flaschenhals" fungiert und das gesamte System ausbremst. Sollen große Datenmengen, die sich bei der Multimedia-Bearbeitung kaum vermeiden lassen, auch einmal über ein lokales Netzwerk transferiert werden, ist Gigabit-Ethernet ein weiteres Muss. Ganz im Gegensatz zu einem zweiten, in diesem Fall völlig überflüssigen Grafikkarten-Steckplatz.
Auf der Liste mit der serienmäßigen Ausstattung sollten außerdem mindestens vier USB-Ports sowie dieselbe Anzahl von Serial-ATA-II- respektive Serial-ATA/300-Anschlüsse abgehakt werden können. Ebenfalls wichtig ist ein integrierter RAID-Controller für Festplatten, der die Modi "0" für höhere Geschwindigkeit und "1" für gesteigerte Datensicherheit beherrscht.
| AMD | Intel | |
|---|---|---|
| Option 1 | ||
| Chipsatz | Nvidia nForce 550 | Intel 945P |
| Straßenpreis | 77 Euro | 70 Euro |
| Option 2 | ||
| Chipsatz | Nvidia nForce 570 Ultra | Intel P965 |
| Straßenpreis | 84 Euro | 103 Euro |
| Sonstiges | ||
| Sockel | AM2 | LGA775 (Core 2 Duo) |
| Steckplätze | 1x PCI Express x16, 3x PCI | |
| Netzwerk | Gigabit-Ethernet | |
| Sound | On-Board, Digitalanschluss | |
| Formfaktor | ATX | |
| Anschlüsse | 4x Serial-ATA-II/300 (RAID 0) | |
Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
Auf die Frage, ob ein Multimedia-PC eine Dual-Core-CPU besitzen sollte, gibt es im Grunde bloß eine Antwort - ein eindeutiges Ja. Denn bei Anwendungen wie Bildbearbeitung und Videoschnitt kann ein Prozessor mit zwei Kernen seine Stärken besonders gut ausspielen und die Ein-Kern-Konkurrenz deklassieren. Vorausgesetzt natürlich, er wird vom verwendeten Programm auch richtig unterstützt. Außerdem kommt ein Dual-Core-Prozessor besser mit hochauflösenden Videos und HDTV-Sendungen zurecht und lässt darüber hinaus sogar noch einiges an Reserven übrig.
Zurzeit hat der Intel Core 2 Duo klar die Nase vorn, wenn es um möglichst hohe Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch geht. Allerdings kosten die Vorzeige-Prozessoren auch mehr als die des Mitbewerbers. Aus der AMD-Palette bietet sich der Athlon 64 X2 an, der zwar weniger, aber immer noch sehr gute Performance liefert. Ist ein niedriger Stromverbrauch wichtiger ist als pure Potenz, liegt der Griff zur genügsameren "Energie Efficient"-, kurz "EE"-Variante des Athlon 64 X2 nahe.

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Aufwändige Multimedia-Anwendungen profitieren
besonders von einem Dual-Core-Prozessor.
| AMD | Intel | |
|---|---|---|
| Option 1 | ||
| Typ | Athlon 64 X2 4200+ EE | Core 2 Duo E6300 |
| Takt | 2,2 GHz | 1,866 GHz |
| L2-Cache | 1024 KByte | 2048 KByte |
| Dynamische Frequenz | Ja | Ja |
| Straßenpreis | 145 Euro | 153 Euro |
| Option 2 | ||
| Typ | Athlon 64 X2 4600+ | Core 2 Duo E6400 |
| Takt | 2,4 GHz | 2,133 GHz |
| L2-Cache | 1024 KByte | 2048 KByte |
| Dynamische Frequenz | Ja | Ja |
| Straßenpreis | 205 Euro | 195 Euro |
Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
Wer Video-Schnitt und Bildbearbeitung mehr gelegentlich als Hobby betreibt, dem reicht in der Regel ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte. Üppige zwei Gigabyte RAM steigern zwar die Geschwindigkeit, kosten dafür schnell das Doppelte. Um im "Dual Channel" auch das letzte Quäntchen Leistung aus dem System herauszukitzeln, wird der Arbeitsspeicher in beiden Fällen auf zwei baugleiche Module verteilt. Hier kann mit "DDR2-667"- beziehungsweise "PC2-5300"-Markenspeicher wenig schiefgehen.
| Option 1 | ||
| Kapazität | 2x 512 MByte | |
| Typ | DDR2-667 | |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 60 Euro | |
| Option 2 | ||
| Kapazität | 2x 1024 MByte | |
| Typ | DDR2-667 | |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 110 Euro | |
- Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro
- CeBIT 2008: Mainboards von MSI mit nForce 780/750
- Prozessor-Preisschlacht bei AMD und Intel
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Dr No
04.11.09 15:04
Ne' Aktualisierung mit i5/i7 wäre mal erfreulich ;-)
burnout150
04.11.09 18:18
Wird in den nächsten Wochen erscheinen.
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