Optimaler Rechner für Multimedia-Akteure und Gelegenheitsspieler
Kaufberatung: Komplett-PC unter 1.000 Euro
Im zweiten Teil der netzwelt-Kaufberatung wird es anspruchsvoller. Denn es geht darum, für weniger als tausend Euro einen schnellen Allround-PC aufzubauen, bei dem es kaum etwas gibt, dass er nicht kann. Als waschechtes Multimedia-Talent soll er sowohl zum Spielen und Fernsehen als auch zur Video- und Bildbearbeitung herhalten. Wer bereits einen Rechner besitzt, findet nützliche Tipps für sinnvolle Erweiterungen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Mainboard: Platz für Erweiterungen
- 2Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
- 3Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
- 4Festplatten: Gemeinsam sind sie schneller
- 5Grafikkarte: Am besten digitaltauglich
- 6TV-Karte: HDTV nur per Satellit
- 7Soundkarte: Hi-Fi auch mit On-Board-Lösung
- 8Optische Laufwerke: Nimm zwei
- 9Gehäuse und Netzteil: Luftig und leise
- 10Prozessorkühler und akustisches Feintuning
Inhalt
Mainboard: Platz für Erweiterungen
Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
Festplatten: Gemeinsam sind sie schneller
Grafikkarte: Am besten digitaltauglich
TV-Karte: HDTV nur per Satellit
Soundkarte: Hi-Fi auch mit Onboard-Lösung
Gehäuse und Netzteil: Luftig und leise
Prozessorkühler und akustisches Feintuning
Mainboard: Platz für Erweiterungen
Im Gegensatz zum Bürorechner reicht eine langsame On-Board-Grafikkarte bei einem vollwertigen Multimedia-PC bei weitem nicht mehr aus. Stattdessen sollte ein PCI-Express-x16-Slot für den Einbau einer leistungsstarken Grafikkarte bereitstehen. Für spätere Erweiterungen wie TV-Tuner oder Soundkarte empfehlen sich darüber hinaus mindestens drei PCI-Steckplätze. Zusätzliche PCI-Express-Steckplätze müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein, da passende Erweiterungskarten leider noch Mangelware sind.
Wer die Musik von seinem Rechner statt auf den PC-Brüllwürfeln später auf einer akustisch wertvolleren Hi-Fi-Anlage hören möchte, benötigt eine On-Board-Soundkarte mit digitalem Ausgang. Ob optisch oder koaxial ist egal, solange die Anlage das passende Gegenstück besitzt. Unter Umständen spart dies sogar den Kauf einer zusätzlichen Soundkarte. Kreischende Mini-Lüfter auf dem Mainboard sind ein absolutes K.O.-Kriterium, lüfterlose Passiv-Kühler die bessere Alternative. Schließlich soll der Rechner leise werden und vielleicht oder sogar einen festen Platz im Wohnzimmer einnehmen.
Für einen schnellen Chipsatz lohnt es sich durchaus, etwas mehr Geld anzulegen, damit das Mainboard nachher nicht als "Flaschenhals" fungiert und das gesamte System ausbremst. Sollen große Datenmengen, die sich bei der Multimedia-Bearbeitung kaum vermeiden lassen, auch einmal über ein lokales Netzwerk transferiert werden, ist Gigabit-Ethernet ein weiteres Muss. Ganz im Gegensatz zu einem zweiten, in diesem Fall völlig überflüssigen Grafikkarten-Steckplatz.
Auf der Liste mit der serienmäßigen Ausstattung sollten außerdem mindestens vier USB-Ports sowie dieselbe Anzahl von Serial-ATA-II- respektive Serial-ATA/300-Anschlüsse abgehakt werden können. Ebenfalls wichtig ist ein integrierter RAID-Controller für Festplatten, der die Modi "0" für höhere Geschwindigkeit und "1" für gesteigerte Datensicherheit beherrscht.
| AMD | Intel | |
|---|---|---|
| Option 1 | ||
| Chipsatz | Nvidia nForce 550 | Intel 945P |
| Straßenpreis | 77 Euro | 70 Euro |
| Option 2 | ||
| Chipsatz | Nvidia nForce 570 Ultra | Intel P965 |
| Straßenpreis | 84 Euro | 103 Euro |
| Sonstiges | ||
| Sockel | AM2 | LGA775 (Core 2 Duo) |
| Steckplätze | 1x PCI Express x16, 3x PCI | |
| Netzwerk | Gigabit-Ethernet | |
| Sound | On-Board, Digitalanschluss | |
| Formfaktor | ATX | |
| Anschlüsse | 4x Serial-ATA-II/300 (RAID 0) | |
Prozessor: Doppelkern statt Alleingang
Auf die Frage, ob ein Multimedia-PC eine Dual-Core-CPU besitzen sollte, gibt es im Grunde bloß eine Antwort - ein eindeutiges Ja. Denn bei Anwendungen wie Bildbearbeitung und Videoschnitt kann ein Prozessor mit zwei Kernen seine Stärken besonders gut ausspielen und die Ein-Kern-Konkurrenz deklassieren. Vorausgesetzt natürlich, er wird vom verwendeten Programm auch richtig unterstützt. Außerdem kommt ein Dual-Core-Prozessor besser mit hochauflösenden Videos und HDTV-Sendungen zurecht und lässt darüber hinaus sogar noch einiges an Reserven übrig.
Zurzeit hat der Intel Core 2 Duo klar die Nase vorn, wenn es um möglichst hohe Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch geht. Allerdings kosten die Vorzeige-Prozessoren auch mehr als die des Mitbewerbers. Aus der AMD-Palette bietet sich der Athlon 64 X2 an, der zwar weniger, aber immer noch sehr gute Performance liefert. Ist ein niedriger Stromverbrauch wichtiger ist als pure Potenz, liegt der Griff zur genügsameren "Energie Efficient"-, kurz "EE"-Variante des Athlon 64 X2 nahe.

| AMD | Intel | |
|---|---|---|
| Option 1 | ||
| Typ | Athlon 64 X2 4200+ EE | Core 2 Duo E6300 |
| Takt | 2,2 GHz | 1,866 GHz |
| L2-Cache | 1024 KByte | 2048 KByte |
| Dynamische Frequenz | Ja | Ja |
| Straßenpreis | 145 Euro | 153 Euro |
| Option 2 | ||
| Typ | Athlon 64 X2 4600+ | Core 2 Duo E6400 |
| Takt | 2,4 GHz | 2,133 GHz |
| L2-Cache | 1024 KByte | 2048 KByte |
| Dynamische Frequenz | Ja | Ja |
| Straßenpreis | 205 Euro | 195 Euro |
Arbeitsspeicher: Es darf geklotzt werden
Wer Video-Schnitt und Bildbearbeitung mehr gelegentlich als Hobby betreibt, dem reicht in der Regel ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte. Üppige zwei Gigabyte RAM steigern zwar die Geschwindigkeit, kosten dafür schnell das Doppelte. Um im "Dual Channel" auch das letzte Quäntchen Leistung aus dem System herauszukitzeln, wird der Arbeitsspeicher in beiden Fällen auf zwei baugleiche Module verteilt. Hier kann mit "DDR2-667"- beziehungsweise "PC2-5300"-Markenspeicher wenig schiefgehen.
| Option 1 | ||
| Kapazität | 2x 512 MByte | |
| Typ | DDR2-667 | |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 60 Euro | |
| Option 2 | ||
| Kapazität | 2x 1024 MByte | |
| Typ | DDR2-667 | |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 110 Euro | |


Wer seinen PC aufrüsten will, steht schnell vor der Qual der Wahl: Welchen Prozessor brauche ich, welche Grafikkarte passt zu mir und was sollte mein Mainboard alles drauf haben? Doch auch beim Kauf mindestens ebenso essenzieller Hardware wie Arbeitsspeicher, Festplatte, DVD-Laufwerk und Soundkarte gilt es eine Menge zu beachten. Worauf es ankommt, erfahren Sie im netzwelt-Ratgeber.
Irgendwann geht auch die Existenz eines PCs ihren natürlichen Gang. Wenn der Rechner endgültig veraltet ist, hilft selbst gutes Zureden nichts mehr. Längere Abstinenz vom Computermarkt äußert sich spätestens dann in absolutem Unwissen: Zum Beispiel wenn man mit Erschrecken feststellt, dass es den Pentium I nicht mehr gibt, die Grafikkarten schon sechs Generationen weiter sind und Gehäuse nicht mehr grau sein müssen.
Auch auf dem MSI-Stand gab es neue Mainboards mit Intels neuen 4er-Chipsätzen zu sehen. Besonders interessant waren die wassergekühlten Versionen und die interessanten Zahlmann-Aufbauten.
MSI hat gestern am 14. Mai zwei neue Mainboards für die Sockel AM2 und AM2+ vorgestellt. Ausgestattet mit dem Chipsatz 780G und 780V bieten die beiden Modelle den Vorteil, dass sie uneingeschränkt auch für die 125-Watt-CPUs Phenoms geeignet sind.
Am Donnerstag, den 20. August öffnet die gamescom in Köln ihre Pforten. Zu sehen gibt es nicht nur die neuesten Spiele, sondern auch eine Hardware-Weltpremiere von Fujitsu. Der einst als Fujitsu-Siemens bekannte Hersteller präsentiert auf der Messe mit dem "Celsius Ultra" den nach eigenen Angaben schnellsten luftgekühlten Gaming-Komplett-PC.
Intel stellt neue Prozessoren für Consumer-PCs vor. Das Highend-Modell Core i7 arbeitet mit Hyperthreading und Taktraten von bis zu 3,6 Gigahertz im Turbomodus. Das Einsteigermodell Core i5 soll auch preisgünstigen PCs einen Leistungsschub verleihen.





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Ne' Aktualisierung mit i5/i7 wäre mal erfreulich ;-)