Firefox ist beliebt, Internet Explorer aber noch immer Marktführer
Es begann mit Tabbed Browsing
Gran Paradiso ist der Projektname der dritten Generation des Firefox. Zwar ist erst am 14. Dezember dieses Jahres die aktuelle Version des Browsers erschienen, doch die Entwickler sitzen schon wieder vor dem Quellcode, um den Browser noch besser zu machen.
Der Erfolgszug des Firefox begann mit Tabbed Browsing, also der Möglichkeit, mehrere Webseiten in einem Browserfenster zu öffnen. Schon nach wenigen Wochen Firefox-Benutzung schlich sich der Griff zu [Strg + T] in die alltägliche Browserbedienung ein. Der Internet Explorer war innerhalb weniger Tage einfach veraltet, denn Surfen ohne Tabs ist für Firefox-Anwender mittlerweile undenkbar. Wobei an dieser Stelle fairerweise zu sagen ist, dass der Opera-Browser diese Funktion schon länger im Programm hatte. Doch erst der Firefox hat sie etabliert. Das hat auch Microsoft erkannt und die Tab-Funktion nun auch in die siebte Generation des IE integriert.
Version 3.0 noch im Alpha-Stadium
Die nächste Verison des freien Browsers lässt noch einige Monate auf sich warten, erst im November ist die Veröffentlichung geplant. Bis dahin sind alle Surfer dazu eingeladen, an der nächsten Generation mitzuarbeiten. Optisch zeigt die neue Version keine auffälligen Veränderungen gegenüber Version zwei, technisch soll eine neue Rendering-Engine für einen schnelleren Seitenaufbau sorgen. Außerdem wird Version 3.0 den neuen Lesezeichen-Manager "Places" enthalten, der schon für die zweite Version vorgesehen war.
Optisch bislang wenige Veränderungen zur zweiten Generation des freien Web-Browsers (Klick vergrößert).
Wie genau der neue Lesezeichen-Manager "Places" aussehen wird, ist bislang nicht bekannt. Er soll jedoch vor allem die Speicherung von Bookmarks und der Chronik in einem einheitlichen Format ermöglichen und das Bookmarken selbst erleichtern. In der ersten Alpha der Version 3.0 ist "Places" allerdings noch nicht integriert, auf der Projektseite weist Mozilla außerdem darauf hin, dass die Alpha für den alltäglichen Internet-Konsum noch nicht geeignet ist.
Netzwelt-Leser sind der Zeit voraus
Auf netzwelt surften in der zweiten Dezemberwoche schon 35 Prozent mit dem Firefox. Mit 55 Prozent ist der Internet Explorer allerdings noch immer deutlich vorn, rund ein Drittel der IE-Nutzer surft dabei mit der aktuellen Version sieben. Unter den Firefox-Nutzern ist es genau umgekehrt: Etwa ein Drittel surft noch mit einer der alten Versionen des Firefox. Ob man daraus den Schluss ziehen kann, dass Firefox-Nutzer schneller auf Veränderung reagieren, bleibt allerdings fraglich.
Mit großem Abstand folgen dann Opera und Safari. Auf den Opera-Browser fallen etwa drei Prozent der Surfer und auf Apple-Browser enfällt gerade etwas mehr als ein Prozent aller Seitenaufrufe.
Fazit
Der Firefox hat in jedem Fall wieder Bewegung in den Krieg der Browser um den Platz an der Spitze gebracht und hat dabei vielen Menschen Tabbed Browsing vorgestellt, allein dafür verdient der Fuchs ein gewisses Maß an Anerkennung, auch wenn ihm die Idee dazu nicht selbst gekommen ist. Ein Unterschied stellt sich deutlich heraus: Der Firefox wird bewusst heruntergeladen und benutzt, während Microsofts Internet Explorer eher geduldet als bejubelt wird.
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