Mini-Server fürs Heimnetzwerk
Im Test: Festplattenrouter von Freecom
Der Server im Privathaushalt wird immer beliebter. Ob MP3- oder Filmsammlung per Mediaplayer ins Wohnzimmer streamen, gemeinsame Drucker nutzen, Dateien austauschen oder Sicherheitskopien erstellen: Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Doch muss es daheim gleich ein stromfressender, lärmender Rechner als Netzwerkzentrale sein? Netzwelt meint: Nein, es geht auch kleiner. Zum Beispiel mit dem Storage Gateway WLAN von Freecom.

Inhaltsverzeichnis
- 1 Hardware: Von durchdacht bis seltsam
- 2Einrichtung, Funk und Sicherheit
- 3Vergleich: Die Konkurrenz schläft nicht
- 4Fazit: Mini-Server ganz groß
Der in Deutschland hergestellte Freecom Storage Gateway WLAN, kurz FSG, ist erst einmal ein Funk-Router mit integrierter Festplatte. Deren Größe variiert je nach Modell zwischen 160 und 500 Gigabyte. Doch damit nicht genug: Vier weitere USB-2.0-Ports und eine externe SATA-Schnittstelle ermöglichen den Anschluss von weiteren Laufwerken oder Druckern. Zu den zahlreichen Extras gesellen sich aber auch ein paar Schwächen.
Inhalt
- Hardware: Von durchdacht bis seltsam
- Strom und Schall
- Einrichtung, Funk und Sicherheit
- Server: Daten, Drucker, Mail und Musik
- Vergleich: Die Konkurrenz schläft nicht
- Fazit: Mini-Server ganz groß
Hardware: Von durchdacht bis seltsam
Wer den FSG hinter dem Schreibtisch verstecken will, ist selber Schuld: Das in Berlin entworfene, anthrazitfarbene Gehäuse kann sich nicht nur im Arbeitszimmer sehen lassen. Die Front ziert ein blau leuchtender Einschalt-Taster, der von einem ebenfalls blau leuchtenden LED-Ring eingefasst ist. Abgesehen von zwei USB-Schnittstellen an der Vorderseite dominieren runde Formen und sieben Leuchtdioden. Eine der insgesamt sieben LEDs ist gleichzeitig der Knopf zum Abmelden der USB-Laufwerke.
An der Rückseite finden sich weitere Anschlüsse für zwei USB- und drei Netzwerkgeräte sowie die SATA-Schnittstelle. An den WAN-Port lässt sich ein vorhandenes Netzwerk sowie ein DSL- oder Kabelmodem anschließen, die WLAN-Antenne ist abnehmbar. Per Reset-Schalter lässt sich der FSG sowohl neu starten als auch auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Und schließlich sorgen zwei Gummileisten an der Unterseite für weniger Vibrationen in der liegenden Position des Routers.
Das Zubehör wirkt weniger durchdacht. Zwar ermöglicht ein Standfuß den aufrechten Betrieb, auch liegt eine stabile Wandhalterung bei. Doch ist beim erneuten Lösen Fingerspitzengefühl gefragt, wenn die kleinen Kunststoffhaken dieser Haltevorrichtungen trotz Warnung einmal in falscher Richtung in den Router gesteckt wurden. Konstruktionsbedingt hat Freecom dies nicht verhindert. Deshalb: Unbedingt den Montagehinweis beachten!
Weniger problematisch ist das beiliegende LAN-Kabel und die gut gestaltete und ausreichend umfangreiche Handbuch-CD, auf der auch eine nicht notwendige, aber hilfreiche Assistenz-Software zu finden ist. Sehr knapp geraten ist allerdings die Kurzanleitung, die mit sechs Bildern ausschließlich die Hardware-Installation beschreibt. Dagegen macht ein externes 55-Watt-Netzteil Sinn, um überflüssiger Wärmeentstehung im Router-Gehäuse vorzubeugen. Doch während der Stromanschluss mit dreipoligem Stecker und Ein-Meter-Kabel für die USA nicht weiter aufregend ist, ruft die Energieversorgung im Euro-Raum sicherlich bei manchem ein heftiges Kopfschütteln hervor.
Freecom Storage Gateway WLAN
Aufgeräumt und multifunktional: Die Rückseite des FSG. Das akkustische Erscheinungsbild wird jedoch von dem Gehäuselüfter getrübt.
Dank zwei weiterer Ports an der Vorderseite kann der FSG insgesamt vier USB-Drucker oder -Massenspeicher verwalten.
Der Winkelstecker am FGS-Netzteil ist einfach nur unpraktisch. Zum Glück ist ein passendes Kabel in jedem Elektronik-Markt erhältlich und kostet nur rund zwei Euro.
