Next-Gen im Vergleich
Spielkonsolen im Überblick: Welche darf es sein?
Mit dem Erscheinen der Nintendo Wii ist der Wettbewerb um die Gunst der Spieler in eine neue Runde gegangen. Dabei gehen die Hersteller teilweise unterschiedliche Wege, um Kunden zu gewinnen. Der eine setzt auf Rechenleistung, der andere auf witzige Steuerung, der dritte auf Multimedia.

Inhaltsverzeichnis
- 1Xbox 360
- 2Nintendo Wii
- 3Playstation 3
- 4Übersichtstabelle
- 5Die Generation der Eltern
- 6Fazit
In einem sind sich aber alle Entwickler einig: Die Zeiten der grauen Plastikkisten sind definitiv vorbei. Die Spielekonsolen sollen sich im Wohnzimmer nicht mehr verstecken müssen, sondern sind durchdesignte Einrichtungsgegenstände geworden.
Xbox 360
Microsofts zweite Spielkonsole erschien im Dezember 2005 in Europa. Damit war die Xbox 360 über ein Jahr lang die einzige Konsole der so genannten "siebten" Generation. Sie wird in zwei Varianten vertrieben: der "Core-" und der Premiumedition. Für 100 Euro Aufpreis gegenüber der Basisaustattung erhält man eine 20 Gigabyte Festplatte, WLAN und kabellose Controller. Die Xbox 360 Core kostet etwa 300 Euro.
Dabei setzt Microsoft ganz auf Rechenleistung. Ein 3,2-Gigahertz-Prozessor mit drei Kernen soll die nötige Kraft aufbringen, um für die nächsten Jahre gerüstet zu sein. Über einen analogen Komponentenausgang kann ein HD-Ready-Fernseher mit 720p oder 1080i angesteuert werden, über ein VGA-Kabel ist sogar 1080p möglich. Digitale Videoausgänge wie HDMI gibt es nicht.
Multimediafreunden wird das eingebaute Mediacenter gefallen. Hiermit lässt sich Musik abspielen und Videos auf dem Fernseher betrachten. Allerdings ist dies relativ rudimentär ausgefallen und spielt nur die Formate WMA, MP3 und WMV ab. Andere Medien ignoriert die Xbox. Immerhin können auch Inhalte vom Rechner gestreamt werden. Kontaktfreudige Spieler können für knapp 60 Euro im Jahr eine "Xbox Live Gold"-Mitgliedschaft abschließen. Damit kann mit anderen Gamern rund um die Welt gezockt werden.
Bei der Ausrichtung der Spiele geht die 360 den Weg der ersten Xbox weiter. Es gibt vornehmlich eine große Auswahl für ältere Spieler: Autorennen, Sportspiele und Shooter. Die 360 positioniert sich damit eher als Wohnzimmeralternative für PC-Spieler. Viele der Games sind Fortsetzungen, die nun optisch von der kräftigeren Hardware profitieren.
Nintendo Wii
Ganz neu auf dem Markt ist die Nintendo Wii. Ganz entgegen ihren Mitbewerbern legt Nintendo den Fokus nicht auf Rechenpower, sondern auf innovative Steuerung. Die kleine weiße Box kann mit den so genannten "Wiimotes" gesteuert werden. Diese drahtlosen Controller erinnern an eine Fernbedienung. Eine Sensorleiste erkennt die Position der Wiimote und ein Beschleunigungssensor misst die Bewegungen. Damit wird der Spieler gefordert, die Spielfigur mit seinen eigenen Bewegungen zu steuern. Technische Höchstleistungen bringt die Wii nicht, dafür ist sie mit ihrem Verkaufspreis von 250 Euro sehr günstig.
Der kompakte weiße Flachmann wirkt auf den ersten Blick vielleicht eher wie ein externes Laufwerk als wie eine Spielkonsole. Technisch kann sie allerdings nicht mit den anderen Modellen der neuesten Generation mithalten. Der IBM-Prozessor ist mit gerade einmal knapp über 700 MHz getaktet. HD-tauglich ist die Wii nicht. Auch digitale Audioausgänge lässt Nintendo vermissen.

Als Entschädigung bietet der Hersteller einen kostenlosen Online-Multiplayermodus und Spiele zum Herunterladen. Alte Konsolenklassiker können gekauft werden und erwachen auf der "Virtual Console" der Wii zu neuem Leben. Es gibt Games von der ersten Nintendo-Konsole, dem NES, bis hin zum N64. Die Preise liegen zwischen fünf und zehn Euro. GameCube-Spiele sind auch ohne Emulation voll kompatibel. Zusätzlich kann man sich Nachrichten und Wettervorhersagen anzeigen lassen oder im Internet surfen.
Wer viel Wert auf Multimedia legt, wird hier nicht glücklich. Denn die Konsole ersetzt nicht einmal einen DVD-Player - auch wenn dieses Feature laut Nintendo geplant ist. Mancher Erwachsene könnte sich von der oft kindlichen Grafik vieler Spiele gestört fühlen. Aber: Polygonschlachten waren nie das Ziel von Nintendo. Mit der Wii soll der Gamer mehr in das Spielgeschehen hineingezogen werden. Aktives Spielen statt passives Daumenbewegen, spontan mit den Freunden die Wiimotes im Tennisduell gegeneinander schwenken statt nur auf dem Sofa zu sitzen.
Dieses Konzept scheint aufzugehen, denn in den USA verkaufte Nintendo innerhalb von acht Tagen 600.000 Exemplare und auch zum deutschen Verkaufsstart am 08. Dezember war die Wii schnell vergriffen. Preislich ist sie die interessanteste Konsole, denn die Mitbewerber liegen weit darüber. Außerdem wagt Nintendo als einziger Hersteller den Absprung von der Hardwareschlacht und traut sich mit innovativer Spielsteuerung auf den Markt, statt bestehende Bestseller durch leistungsfähige Hardware schöner aussehen zu lassen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
Hallo! Kritik ist immer willkommen. Zitat: Aaalso da sind einige Fehler aufgetreten :law: 1) Die Xbox 360 hat standardmäßig keinen WLAN-Adapter...
Laut Tabelle ist WLAN bei der Wii nur über "Zubehör" möglich. Das stimmt nicht, die Konsole hat bereits WLAN integriert und fügt sich problemlos in ein bestehendes Netz ein.
Zitat: Also dieser Artikel is im Grunde genommen kompletter Müll. Also jetzt übertreib mal nicht. Das erste ist vielleicht ein kleiner Fehler, die anderen beiden...
Aaalso da sind einige Fehler aufgetreten :law: 1) Die Xbox 360 hat standardmäßig keinen WLAN-Adapter eingebaut (den gibs um 70, dafür is der LAN adapter bei beiden drin) Was die Xbox...