Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro

Prozessorkühler und akustisches Feintuning

Dank der bewusst genügsam gewählten Komponenten stellt der Büro-PC kaum Ansprüche an die Stromversorgung. Ein Netzteil mit mehr als 250 oder 300 Watt wäre schlichtweg übertrieben. Zwar halten die Herstellerangaben nicht immer das, was sie versprechen, doch selbst dann dürfte die tatsächlich vorhandene Leistung problemlos ausreichen. Praktisch an dieser Stelle: Ein eigener Stromstecker für die Serial-ATA-Festplatte spart den zusätzlichen Adapter. Für einen möglichst niedrigen Geräuschpegel empfiehlt sich ein Netzteil mit temperaturabhängig geregeltem Lüfter.

Gehäuse und Netzteil
Gehäuse
Bauform Mini-/Midi-Tower
Formfaktor mindestens µ-ATX/Mikro-ATX
Lüfter Nicht zwingend notwendig
Straßenpreis 28 Euro
Netzteil
Leistung 250/300 Watt
Formfaktor ATX 2.x
Lüfter Temperaturgeregelt
Straßenpreis 30 Euro

Da bei der Hardware-Auswahl für den Büro-PC großen Wert auf stromsparende Komponenten mit geringer Abwärme gelegt wurde, sind die Anforderung an die Kühlung allenfalls marginal. Das Mainboard kommt sehr gut mit lüfterlosen Passiv-Kühlern aus, das Netzteil besitzt im Optimalfall bereits einen temperaturgeregelten Lüfter, also fehlt es nur noch dem Prozessor an ausreichender Abkühlung.

Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro
CPU-Kühler mit temperaturgeregeltem Lüfter
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Ist der ab Werk mitgelieferte Lüfter zu laut und lassen die Platzverhältnisse im Gehäuse es zu, bietet sich ein Kühler mit großem, dafür langsam drehenden 92- oder 120-Millimeter-Rotor an, ebenfalls mit Temperatursteuerung. Auf keinen Fall sollte er kleiner als 80 Millimeter sein, da kleine Lüfter ihren geringen Luftdurchsatz durch unangenehm hohe Drehzahlen kompensieren müssen. Normalerweise liefert bereits die Kombination aus der Netzteil- und Prozessor-Kühlung genügend kalte Luft, was zusätzliche Gehäuselüfter überflüssig macht. Nach Möglichkeit sollten alle eingebauten Lüfter durch so genannte "Vibrations-Killer" entkoppelt sein, damit sich die entstehenden Schwingungen weniger stark auf das Gehäuse übertragen.

Alternativ zu den kleinen Gummi-Stöpseln sind auch Antivibrations-Rahmen einsetzbar. Diese sind zum Beispiel bei der Stromversorgung von Vorteil, da sie einfach zwischen Netzteil und Gehäuse passen. Denn das eigenhändige Aufschrauben und Nachrüsten mit Lüfterhalterungen aus Gummi kann sowohl heikel sein als auch zum Garantieverlust führen. Die Festplatte sollte man mit speziellen Schwingungsdämpfern aufhängen.

Prozessorkühler und Vibrationsdämpfung
CPU-Kühler
Lüfter 80/120 mm
Temperaturregelung Ja, wenn nicht von Mainboard unterstützt
Straßenpreis 25 Euro
Vibrationsdämpfung
Lüfter "Vibrationskiller" / "Rubber Bolts"
Straßenpreis 3 Euro
Netzteil Antivibrations-Rahmen
Straßenpreis 4 Euro
Festplatte Schwingungsdämpfer
Straßenpreis 10 Euro

Schlusswort und Gesamtkosten

Die netzwelt-Tipps zum Aufbau eines sparsamen Büro-PCs geben bloß eine grobe Richtung vor, die man mit möglichst kleinem Budget einschlagen kann. Besonders sparsame Zeitgenossen müssen nicht mehr als 400 Euro ausgeben, was sogar noch deutlich unterhalb der anvisierten Preisgrenze liegt. Allerdings können die Preise mitunter um einige Euro variieren, wenn man nicht im günstigen Online-Shop einkauft oder einem die Lust zum Selberschrauben fehlt.

In den beiden nächsten Kaufberatern nimmt sich netzwelt die höheren Preisklassen bis 1.000 und 1.500 Euro für multimedia-versessene Heimanwender und anspruchsvolle Computerspieler vor. Detaillierte Informationen zum Aufbau eines leisen Rechners sowie weitere Ratgeber rund um das Thema PC befinden sich wie immer in der Linkbox unter diesem Artikel.

Gesamtkosten Büro-PC
Komponente Ungefährer Straßenpreis
Mainboard 54 - 65 Euro
Prozessor 62 - 78 Euro
Arbeitsspeicher 70 - 120 Euro
Festplatte 45 - 50 Euro
DVD-ROM-Laufwerk 15 Euro
Gehäuse 28 Euro
Netzteil 30 Euro
Prozessorkühler 25 Euro
Vibrationsdämpfung 17 Euro
Summe 346 - 428 Euro

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