Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro
Arbeitsspeicher: Ein Gigabyte für Windows Vista
Mit Windows XP als Betriebssystem würde ein kleiner Schreibknecht bereits mit 512 Megabyte RAM auskommen. Unter Windows Vista macht das Arbeiten mit dieser Ausstattung jedoch keinen Spaß, deshalb sollte es hier mindestens ein Gigabyte sein. Sowohl die neueste AMD- als auch Intel-Generation setzt auf den DDR2-Standard. Im so genannten "Dual Channel"-Modus erhöht sich die Datentransferrate. Um diesen nutzen zu können, müssen bloß zwei Module gleicher Kapazität eingebaut sein. Am einfachsten ist es, den gleichen RAM-Riegel doppelt einzukaufen.
Im Hinblick auf einen möglichst günstigen Preis kommen Module der Formate "DDR2-533" beziehungsweise "PC2-4200" oder "DDR-667" respektive "PC2-5300" in Frage. Mittlerweile unterscheiden sich die Anschaffungskosten selbst bei Markenspeicher kaum noch voneinander. Schnellerer Arbeitsspeicher lohnt sich meist nur für Hochleistungssysteme oder spätere Übertaktung.

| Windows XP | Windows Vista | |
|---|---|---|
| Option 1 | ||
| Kapazität | 2x 256 MByte | 2x 512 MByte |
| Typ | DDR2-533 | DDR2-533 |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 35 Euro | 2x 58 Euro |
| Option 2 | ||
| Kapazität | 2x 256 MByte | 2x 512 MByte |
| Typ | DDR2-667 | DDR2-667 |
| Sonstiges | Dual Channel | |
| Straßenpreis | 2x 45 Euro | 2x 60 Euro |
Festplatte: Platzverschwendung vorprogrammiert
Trotz aller Sparsamkeit ist zumindest bei der Festplatte eine gewisse Dekadenz angesagt. Während für das Betriebssystem inklusive aller Office-Software schon weniger als zehn Gigabyte Speicherplatz genügt, gibt es aktuelle PC-Festplatten nicht mehr unter 40 Gigabyte. Allerdings steht das dabei um das Verhältnis von Euro und Gigabyte denkbar schlecht, weshalb man lieber gleich zu einem Magnetspeicher mit 80 oder 160 Gigabyte greifen sollte. Ungeachtet der Tatsache, dass der größte Teil dessen bei einem Bürorechner nicht mehr als pure Platzverschwendung darstellt.
Serial-ATA sollte die Schnittstelle der ersten Wahl sein, da die Verkabelung erheblich platzsparender ausfällt und der kühlende Luftstrom im PC besser zirkulieren kann. Über 7.200 Umdrehungen pro Minute sowie einen acht Megabyte großen Zwischenspeicher (Cache) verfügt inzwischen so gut wie jedes Modell.

| Option 1 | ||
| Schnittstelle | Serial-ATA | |
| Kapazität | 80 GByte | |
| Geschwindigkeit | 7.200 U/min. | |
| Cache | 8 MByte | |
| Straßenpreis | 45 Euro | |
| Option 2 | ||
| Schnittstelle | Serial-ATA | |
| Kapazität | 160 GByte | |
| Geschwindigkeit | 7.200 U/min. | |
| Cache | 8 MByte | |
| Straßenpreis | 50 Euro | |
Optisches Laufwerk: DVDs lesen genügt
Manche Unternehmen gehen aus Aspekten des Datenschutzes sogar soweit, dass sie den PCs ihrer Angestellten überhaupt kein von außen zugängliches Laufwerk lassen. Stattdessen wird der Zugriff auf Programme bloß über ein lokales Netzwerk gestattet, mit stark beschnittenen Zugriffsrechten versteht sich. Braucht der Arbeitsrechner dennoch ein Laufwerk, genügt hingegen ein gewöhnliches DVD-ROM, dass DVDs und CDs nur lesen, aber nicht beschreiben kann. Mit gerade mal 15 Euro fallen die Anschaffungskosten kaum ins Gewicht.
Gehäuse und Netzteil: Weniger ist mehr
Solange das Mainboard in das gewünschte Gehäuse passt, darf es ruhig etwas Kleineres sein, zum Beispiel im Midi-Tower-Format. Vorsicht ist jedoch bei schlecht verarbeiteten Billig-Modellen geboten: Hier kann außer einem erhöhten Verletzungsrisiko die Gefahr bestehen, dass wacklige Wände und Blenden für "bad vibrations" sorgen, sprich ständig mitvibrieren und durch laute Brummgeräusche viel mehr Lärm produzieren als eigentlich nötig.

