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09.12.2006
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Was das neue Betriebssystem für Gamer ändert

Spiele unter Windows Vista

Windows Vista



Am 30. Januar 2007 kommt die Wachablösung des guten alten Windows XP endlich in die Privatgemächer. Völlig klar, dass mit Windows Vista auch gespielt werden will. Allerdings ändert sich für geneigte Gamer weit mehr als bloß die reine Optik des Betriebssystems. Vista verlangt stärkere Prozessoren und mehr Arbeitsspeicher: Laufen Spiele damit etwa schlechter als unter Windows XP? Kursierenden Gerüchten zufolge laufen sie sogar schneller, aber im gleichen Zug wird über angeblich schwerwiegende Klang-Probleme berichtet. Bei netzwelt reden Microsoft und Soundkarten-Hersteller Creative Klartext.

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Der Grund für die teilweise wilden Spekulationen um Windows Vista ist schnell gefunden - DirectX 10. Microsofts neue Schnittstelle für Spielentwickler ersetzt die aus Windows XP bekannte Version 9. Es handelt sich aber nicht um eine simple Weiterentwicklung, sondern eine völlige Neuprogrammierung. Um alle Funktionen von DirectX 10 nutzen zu können, werden jedoch speziell für DirectX 10 ausgelegte Grafikkarten vorausgesetzt, für die zurzeit mindestens 450 Euro fällig sind.

Spiele unter Windows VistaInhalt

Zwangsumstieg für Spielefans
DirectX-9-Spiele schneller unter Vista?
Soundprobleme: Klingt komisch, ist aber so
Audio-Alternative Open Source
Support für ältere Gaming-Hardware
Teil 2: Vista-Spiele auf dem Praxis-Prüfstand

Zwangsumstieg für Spielefans

Allerdings besitzt das neue DirectX einen exklusiven Status, wie Microsoft gegenüber netzwelt einräumt: "DirectX 10 wird es nur für Windows Vista geben. Derzeit ist nicht geplant, es für ältere Windows-Versionen anzubieten." Als wichtige Vorzüge gegenüber DirectX 9 werden "neue Techniken zur effizienten Entwicklung realistischer Umgebungen", "detailreicheres Terrain", "realistischere Schatten", "komplexe Tierbehaarungen" und "Animationen von Gesichtsausdrücken" genannt.

Klingt alles schön und gut, doch Nutzer von Windows XP gehen leider leer aus. Somit entsteht ein gewisser Zugzwang für Spiele-Fans, auf das neue Betriebssystem umzusteigen, wenn sie vom versprochenen Realismus-Plus profitieren wollen. Als fester Bestandteil der neuen Spiele-Schnittstelle hält zugleich das Shader Model 4.0 Einzug ins Betriebssystem. Mit seinen neuen Funktionen soll DirectX 10 laut Microsoft sowohl den PC-Prozessor (CPU) entlasten als auch die Leistung steigern.

Ein wichtiges Merkmal sind etwa die so genannten "Geometry Shader", die Grafiken selbst generieren statt nur bearbeiten können. Damit kann die Grafikkarte nun auch solche Aufgaben übernehmen, für die sonst die CPU zuständig wäre und hier mit deutlich höherer Geschwindigkeit arbeiten. Im Umkehrschluss hat die CPU weniger zu tun und es bleiben mehr Reserven für komplexere Anwendungen übrig. Zu den Titeln mit DirectX-10-Unterstützung zählen beispielsweise die kommende PC-Version von "Halo 2" sowie "Alan Wake", "Unreal Tournament 2007", "Eve Online", "Hellgate: London" und der "Far Cry"-Nachfolger "Crysis".

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DirectX 10: Kleines X,
große Nachwirkung

DirectX-9-Spiele schneller unter Windows Vista?

Das Vorurteil, dass DirectX-9-Games unter Windows Vista langsamer laufen als unter XP, scheint ein Interview mit Cevat Yerli, Präsident der deutschen Spieleschmiede und "Far Cry"-Schöpfer, zu widerlegen. Laut einem Gespräch mit dem US-Computermagazin Game Informer sei genau das Gegenteil der Fall. "Habe ich einen Gaming-PC und vergleiche DirectX 9 auf Windows XP mit DirectX 9 auf Vista, läuft Vista besser. Das Betriebssystem ist für Grafiktreiber und Gaming optimiert." Allerdings arbeitet Crytek bei der Entwicklung seinen neuen Ego-Shooters wiederum sehr eng mit den Windows-Programmierern zusammen.

Auf der "Electronic Entertainment Expo" (E3) in Los Angeles wurde das potenzielle "Killerspiel" namens "Crysis" sogar auf einer Microsoft-Pressekonferenz vorgestellt. Auf Anfrage von netzwelt begründet und relativiert Microsoft einen möglichen Performance-Vorteil: "Eventuelle Geschwindigkeits-Unterschiede können an der besseren Speicherverwaltung und dem generell optimierten Betriebssystem liegen. Die meisten Unterschiede sind vom jeweiligen Spiel abhängig. Deswegen lässt sich keine generelle Aussage dazu treffen."

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Nicht jede Soundkarte kommt problemlos durch die Umstellung.

Klingt komisch, ist aber so: Probleme mit Creative-Soundkarten

Die schöne neue Spielewelt ohne den passenden Sound ist in etwa so schmackhaft wie Salz ohne Suppe. Einen großen Gegenbeitrag leisten seit 1998 die von Soundkarten-Produzent Creative entwickelten "Environmental Audio Extensions", kurz "EAX". Noch im selben Jahr kam mit "Unreal" das erste Spiel mit voller EAX-Unterstützung auf den Markt. Das Audio-System kopiert sozusagen die Klangeffekte der Realität und bildet sie möglichst wirklichkeitsgetreu im Computerspiel ab. Etwa wenn der Schall eines abgefeuerten Projektils von den Wänden eines Raumes widerhallen soll.

Nun der Schock für die Spielergemeinde - EAX soll es für Windows Vista auf einmal nicht mehr geben. Dabei ist die neueste Generation, "EAX 5 HD", eines der Verkaufsargumente für die aktuelle X-Fi-Modellreihe schlechthin. Allerdings konnte schon die ältere Windows-Version nicht gleich mit den Raumklang-Effekten umgehen, weiß Boris Struß, Associate Product Manager von Creatives IT-Abteilung: "Vorab sollte klargestellt werden, dass Windows XP selbst keine native Unterstützung für EAX beinhaltete. Microsoft stellte lediglich über den 'DirectSound 3D-Hardware-Abstraction-Layer' (HAL) innerhalb von DirectX eine Möglichkeit zur Verfügung, realistische Klangeffekte und deren komplexe Berechnungen über dafür spezialisierte Hardware zu realisieren."


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Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
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Björn, am 09.12.2006 12:41

Und wie sieht es mit DTS und Dolby Digital Widergabe über die X-Fi Karten aus?
Können die auch weiterhin über die Soundkartenhardware wiedergegeben werden?


reggaemaN, am 09.12.2006 13:12

Heißt das neue DirectX nicht Direct3D ?


Bentleman, am 09.12.2006 14:05

Zitat:

Und wie sieht es mit DTS und Dolby Digital Widergabe über die X-Fi Karten aus? Können die auch weiterhin über die Soundkartenhardware wiedergegeben werden?
Die Info habe ich im Artikel absichtlich außen vor gelassen, weil sie besser zur Multimedia-Funktionalität von Vista passt, wozu es später noch einen separaten Artikel geben wird.

Hier eine offizielle Stellungnahme von Creative zum Thema DTS/Dolby:

"Die Komponenten für DVD Audio, DTS- und Dolby-Decoding waren unter Windows XP sehr hardwarenah, d.h. auf Treiber-Ebene realisiert. Aufgrund der mit Vista eingeführten Änderungen (Verlagerung der Softwareroutinen von Treiber-Ebene auf Anwendungsebene) mussten wir auch hier die Implementierung der Decoder-Routinen anpassen. Hinsichtlich DTS- und Dolby-Decoding lag es nahe, das Decoding auf Anwendungsebene über Plugins für PowerDVD durchzuführen.

DVD-Audio hingegen werden wir unter Vista nicht länger unterstützen können: Der Aufwand und die damit verbundenen Kosten für eine Neuentwicklung der Software erscheint vor dem Hintergrund eines sich leider nicht wie erhofft entwickelnden DVD-Audio-Marktes zumindest derzeit nicht gerechtfertigt."


Wie es jetzt mit DTS/Dolby außerhalb von PowerDVD aussieht, dazu läuft bereits eine Anfrage. Es scheint aber eindeutig in Richtung Software-Beschleunigung zu gehen. Mit DVD-Audio sind in diesem Fall reine Musik-DVDs gemeint, also nicht die Audio-Spuren von Video-DVDs.


Björn, am 09.12.2006 18:04

Na spitze dann wird sich wohl Vista eine ganze zeit lang für mich erledigt haben.
Wenn man vernünftige Boxen hat, ist das ein himmelweiter unterschied zwischen Hardware-encoding und Software-encoding finde ich zumindest. Da ist die Hardware klar besser.

Dann wird wahrscheinlich auch der Digitale Ausgang der Creative X-Fi karten tot sein oder…?
Da kauft man sich eine nicht grad billige Soundkarte und dann so etwas.
Nun darf ich mir noch PowerDVD kaufen um DTS und DD zu hören oder wie (plus die Plug-In’s)?

Na ja mal abwarten

lg Björn


NOIDOT, am 10.12.2006 05:46

LOL es wird immer schöner immer weiter so...

neue hardware sprich cpu,ram wenn möglich bessere Festplatten mit zwischenspeicher, soundeinbußen, keine entscheidenden Leistungsvorteile, schlechte index und suchfunktion, keine entscheidende Neuerungen, Sicherheitsmechanismen gegen Nutzer habe ich was vergessen ??? Ach und der voll humane Preis...
klasse spitzen Betriebssystem WAAHHHNNNSINNN

Wer hier IRONIE findet kann sie auch behalten


Anonym, am 10.12.2006 05:49

http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/005-editorial/index.html

gibts da mehr zu sagen


Bentleman, am 13.12.2006 09:12

Zitat:

Na spitze dann wird sich wohl Vista eine ganze zeit lang für mich erledigt haben.
Wenn man vernünftige Boxen hat, ist das ein himmelweiter unterschied zwischen Hardware-encoding und Software-encoding finde ich zumindest. Da ist die Hardware klar besser.

Dann wird wahrscheinlich auch der Digitale Ausgang der Creative X-Fi karten tot sein oder…?
Da kauft man sich eine nicht grad billige Soundkarte und dann so etwas.
Nun darf ich mir noch PowerDVD kaufen um DTS und DD zu hören oder wie (plus die Plug-In’s)?
Ich habe da noch ein Update von Creative zu diesem Thema:

....das Decoding war bis dato (unter XP) "hardwarenah, d.h. auf Treiber-Ebene" realisiert worden, wurde aber softwareseitig (in den Treiberroutinen) und nicht über die Hardware durchgeführt. Insofern sind hier keine großen Unterschiede hinsichtlich der CPU-Belastung zu erwarten."

Ob auch andere Player als PowerDVD unterstützt werden, kläre ich gerade, ebenso wie die Sache mit dem Digitalausgang.


Bjoern1281, am 13.12.2006 22:29

alias Björn

Na da bin ich ja mal gespannt, dann danke erstmal ....

lg Björn


Bentleman, am 15.12.2006 10:05

Zitat:

Dann wird wahrscheinlich auch der Digitale Ausgang der Creative X-Fi karten tot sein oder…?
Der soll wie bisher weiter funktionieren. Darüber können bloß keine DRM-geschützten Titel ausgegeben werden, was aber auch schon unter Windows XP der Fall war.


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