Was das neue Betriebssystem für Gamer ändert
Windows Vista: Spiele unter Windows Vista
Der Grund für die teilweise wilden Spekulationen um Windows Vista ist schnell gefunden - DirectX 10. Microsofts neue Schnittstelle für Spielentwickler ersetzt die aus Windows XP bekannte Version 9. Es handelt sich aber nicht um eine simple Weiterentwicklung, sondern eine völlige Neuprogrammierung. Um alle Funktionen von DirectX 10 nutzen zu können, werden jedoch speziell für DirectX 10 ausgelegte Grafikkarten vorausgesetzt, für die zurzeit mindestens 450 Euro fällig sind.

Inhaltsverzeichnis
- 1Zwangsumstieg für Spielefans
- 2DirectX-9-Spiele schneller unter Windows Vista?
- 3Klingt komisch, ist aber so: Probleme mit Creative-Soundkarten
- 4Audio-Alternative Open Source
- 5Support für ältere Gaming-Hardware
Inhalt
DirectX-9-Spiele schneller unter Vista?
Soundprobleme: Klingt komisch, ist aber so
Support für ältere Gaming-Hardware
Teil 2: Vista-Spiele auf dem Praxis-Prüfstand
Zwangsumstieg für Spielefans
Allerdings besitzt das neue DirectX einen exklusiven Status, wie Microsoft gegenüber netzwelt einräumt: "DirectX 10 wird es nur für Windows Vista geben. Derzeit ist nicht geplant, es für ältere Windows-Versionen anzubieten." Als wichtige Vorzüge gegenüber DirectX 9 werden "neue Techniken zur effizienten Entwicklung realistischer Umgebungen", "detailreicheres Terrain", "realistischere Schatten", "komplexe Tierbehaarungen" und "Animationen von Gesichtsausdrücken" genannt.
Klingt alles schön und gut, doch Nutzer von Windows XP gehen leider leer aus. Somit entsteht ein gewisser Zugzwang für Spiele-Fans, auf das neue Betriebssystem umzusteigen, wenn sie vom versprochenen Realismus-Plus profitieren wollen. Als fester Bestandteil der neuen Spiele-Schnittstelle hält zugleich das Shader Model 4.0 Einzug ins Betriebssystem. Mit seinen neuen Funktionen soll DirectX 10 laut Microsoft sowohl den PC-Prozessor (CPU) entlasten als auch die Leistung steigern.
Ein wichtiges Merkmal sind etwa die so genannten "Geometry Shader", die Grafiken selbst generieren statt nur bearbeiten können. Damit kann die Grafikkarte nun auch solche Aufgaben übernehmen, für die sonst die CPU zuständig wäre und hier mit deutlich höherer Geschwindigkeit arbeiten. Im Umkehrschluss hat die CPU weniger zu tun und es bleiben mehr Reserven für komplexere Anwendungen übrig. Zu den Titeln mit DirectX-10-Unterstützung zählen beispielsweise die kommende PC-Version von "Halo 2" sowie "Alan Wake", "Unreal Tournament 2007", "Eve Online", "Hellgate: London" und der "Far Cry"-Nachfolger "Crysis".

DirectX-9-Spiele schneller unter Windows Vista?
Das Vorurteil, dass DirectX-9-Games unter Windows Vista langsamer laufen als unter XP, scheint ein Interview mit Cevat Yerli, Präsident der deutschen Spieleschmiede und "Far Cry"-Schöpfer, zu widerlegen. Laut einem Gespräch mit dem US-Computermagazin Game Informer sei genau das Gegenteil der Fall. "Habe ich einen Gaming-PC und vergleiche DirectX 9 auf Windows XP mit DirectX 9 auf Vista, läuft Vista besser. Das Betriebssystem ist für Grafiktreiber und Gaming optimiert." Allerdings arbeitet Crytek bei der Entwicklung seinen neuen Ego-Shooters wiederum sehr eng mit den Windows-Programmierern zusammen.
Auf der "Electronic Entertainment Expo" (E3) in Los Angeles wurde das potenzielle "Killerspiel" namens "Crysis" sogar auf einer Microsoft-Pressekonferenz vorgestellt. Auf Anfrage von netzwelt begründet und relativiert Microsoft einen möglichen Performance-Vorteil: "Eventuelle Geschwindigkeits-Unterschiede können an der besseren Speicherverwaltung und dem generell optimierten Betriebssystem liegen. Die meisten Unterschiede sind vom jeweiligen Spiel abhängig. Deswegen lässt sich keine generelle Aussage dazu treffen."
Klingt komisch, ist aber so: Probleme mit Creative-Soundkarten
Die schöne neue Spielewelt ohne den passenden Sound ist in etwa so schmackhaft wie Salz ohne Suppe. Einen großen Gegenbeitrag leisten seit 1998 die von Soundkarten-Produzent Creative entwickelten "Environmental Audio Extensions", kurz "EAX". Noch im selben Jahr kam mit "Unreal" das erste Spiel mit voller EAX-Unterstützung auf den Markt. Das Audio-System kopiert sozusagen die Klangeffekte der Realität und bildet sie möglichst wirklichkeitsgetreu im Computerspiel ab. Etwa wenn der Schall eines abgefeuerten Projektils von den Wänden eines Raumes widerhallen soll.
Nun der Schock für die Spielergemeinde - EAX soll es für Windows Vista auf einmal nicht mehr geben. Dabei ist die neueste Generation, "EAX 5 HD", eines der Verkaufsargumente für die aktuelle X-Fi-Modellreihe schlechthin. Allerdings konnte schon die ältere Windows-Version nicht gleich mit den Raumklang-Effekten umgehen, weiß Boris Struß, Associate Product Manager von Creatives IT-Abteilung: "Vorab sollte klargestellt werden, dass Windows XP selbst keine native Unterstützung für EAX beinhaltete. Microsoft stellte lediglich über den 'DirectSound 3D-Hardware-Abstraction-Layer' (HAL) innerhalb von DirectX eine Möglichkeit zur Verfügung, realistische Klangeffekte und deren komplexe Berechnungen über dafür spezialisierte Hardware zu realisieren."

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 9 Beiträge
Zitat: Dann wird wahrscheinlich auch der Digitale Ausgang der Creative X-Fi karten tot sein oder ? Der soll wie bisher weiter funktionieren. Darüber können bloß keine DRM-geschützten...
alias Björn Na da bin ich ja mal gespannt, dann danke erstmal .... lg Björn
Zitat: Na spitze dann wird sich wohl Vista eine ganze zeit lang für mich erledigt haben. Wenn man vernünftige Boxen hat, ist das ein himmelweiter unterschied zwischen Hardware-encoding und...
http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/005-editorial/index.html gibts da mehr zu sagen
LOL es wird immer schöner immer weiter so... neue hardware sprich cpu,ram wenn möglich bessere Festplatten mit zwischenspeicher, soundeinbußen, keine entscheidenden Leistungsvorteile, schlechte index...