Tutorial: Der Weg zum eigenen Webradio

Variante eins: Winamp mit DSP und Shoutcast

Die einfachste Möglichkeit, einen Live-Stream in die Welt auszusenden, bietet Nullsoft. Mit dem Winamp, einem DSP Plug-In und dem Shoutcast-Server wird im Handumdrehen ein Stream erzeugt und durchs Netz verschickt. Potentielle Hörer erreichen den "Radiosender" über die IP-Adresse des Senders.

Wer schon einmal Winamp verwendet hat, sollte auch mit dem Streamen seiner Playlist keine Probleme bekommen. Zunächst wird das DSP-Plug-In heruntergeladen und installiert. Danach kann der Shoutcast Server installiert und gestartet werden. Über das DSP-Plug-In wird der Winamp-Server mit dem Player verbunden und alles, was im Winamp läuft, wird in das Internet weitergeleitet.

Öffnen Sie über "Strg + P" die Einstellungen des Winamp und wählen Sie dort auf der linken Seite DSP/Effekt. Klicken Sie nun doppelt auf den Eintrag auf der rechten Seite, danach sollte das folgende Fenster erscheinen. Das Fenster ist durch vier Reiter unterteilt, viele Einstellungen sind jedoch nicht möglich. Gleichzeitig sollten Sie den Shoutcast DNAS Server laden und im Hintergrund laufen lassen.

Tutorial: Der Weg zum eigenen Webradio
Über DSP wird alles, was gerade im Winamp abgespielt wird oder in den Line-In der Soundkarte eingespeist wird, an den Radioserver übertragen, der es in einen Stream umwandelt (Klick vergrößert).
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Im Reiter "Input" sollte als Device "Winamp" gewählt sein, wenn Sie streamen möchten, was gerade im Winamp abgespielt wird. Wird Line-In eingestellt, streamt der Server alles, was in den Line-In-Anschluss der Soundkarte eingespeist wird. Über ein Mischpult können Sie so Musik von der CD oder auch vom Rechner einspielen und gleichzeitig Ton aus einem Mikrofon hinzufügen: eben richtiges Radio machen.

Unter "Encoder" können verschiedene Kodierungen gewählt werden, dabei ist zu beachten, dass die Bandbreite einer Internetverbindung begrenzt ist. Die meisten Online-Radios senden mit 32 kbps, bei einer normalen DSL-Leitung ist bei fünf Hörern Schluss, da der Upload der Leitung nicht mehr Traffic verkraftet. Wenn der Radio-Sender benutzt wird, um Musik in einem großen lokalen Netzwerk zu streamen, können auch höhere Bitraten verwendet werden, da die Leitung entsprechend besser ist.

Die eigene Playlist live schalten

Nun kann die Sendung schon beginnen. Unter dem Reiter "Output" wird Winamp mit dem DNAS-Server gekoppelt. Die Einstellung unter "Connections" sollten soweit stimmen, nur unter "YellowPages" sollten Sie Ihrem Sender einen Namen geben. Ist das geschehen, kann die erste Verbindung aufgebaut werden: Drücken Sie auf "Connect". Jetzt sollte der Status eingeblendet werden, er verrät wie lange die Sendung schon läuft und wie viele Bytes schon versendet wurden. Auch im Shoutcast-Server wird die Verbindung zum Winamp nun angezeigt. Die erste Sendung läuft, doch wie wird sie empfangen? Netzwelt verrät es auf der nächsten Seite.

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