Der große Einkaufsberater: Camcorder
Die Preise
Nach oben sind den Preisen für digitale Videokameras kaum Grenzen gesetzt. Wer eine semiprofessionelle Kamera möchte, ist schnell im Bereich der fünfstelligen Beträge angelangt. Aber selbst unter den Amateurgeräten gibt es deutliche Unterschiede.
Die 100 Euro-Klasse: Das Spielzeug-Segment
Digitale Camcorder für 100 Euro
Diese Speicherkartenkamera besitzt einen CMOS-Bildsensor und nimmt Fotos mit maximal 3.872 x 2.904 Pixeln auf. Videos im MPEG4-Format bringen es nur auf 720 x 480 Pixel.
Dieser Speicherkartencamcorder besitzt einen CMOS-Bildsensor mit einer maximalen Auflösung 2.592 x 1.944 Pixeln. Diese gilt allerdings nur für Fotos. Die Videos haben maximal 640 x 480 Pixel.
Auch dieses als HD-Camcorder beworbene Gerät besitzt nur einen CMOS-Bildsensor, schafft damit aber immerhin bis zu 1.280 x 720 Pixel im Videomodus.
Mit einer Auflösung von zehn Megapixel wird diese Speicherkartenkamera beworben. Sie gilt allerdings nur für hochgerechnete Fotos. Videos haben maximal 640 x 480 Pixel.
In diesem Bereich gibt es ausschließlich günstige Speicherkartengeräte. Oft werden sie als "All-in-one"-Modelle angepriesen: Foto- und Videokamera, MP3-Player, Diktiergerät. Diese erfüllen jedoch nur in Ausnahmefällen einzelne bestehende Videonormen. Zum einen liegt sowohl die Auflösung als auch die Bildrate, also die Bildanzahl pro Sekunde, deutlich unterhalb der TV-Norm. Damit scheiden diese Geräte als ernsthafte Videokameras aus. Lediglich für Internetclips à la YouTube sind sie zu gebrauchen. Auf bescheidenen "Luxus" wie optischen Zoom oder einen Fokus muss man hier völlig verzichten. Zudem verwenden diese Modelle billige CMOS-Bildsensoren, die wesentlich schlechtere Ergebnisse liefern.
Die 300 Euro-Klasse: Die Einsteigermodelle
Digitale Camcorder für 300 Euro
Dieser Camcorder mit einer Festplatte kann auch mit SD-Speicherkarten bestückt werden. Sein 1/6-Zoll-CCD-Sensor verfügt über 800.000 Pixel, die effektiv aber nur 400.000 Pixel erfassen. Der optische Zoom schafft eine 34fache Vergrößerung.
Dieser Camcorder speichert die Filmdaten auf DVD. Sein 1/6-Zoll-CCD-Sensor verfügt über 710.000 Pixel. Der optische Zoom schafft eine 45fache Vergrößerung.
Dieser kompakte Camcorder ist speichert seine MPEG4-Filme auf SD-Karten. Leider schafft er bei Videos nur eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln.
Dieser Camcorder speichert auf miniDV-Bändern ab und besitzt einen 1/6-Zoll-CCD-Sensor mit 800.000 Pixeln. Das Zoom-Objektiv bietet eine bis zu 40fache Vergrößerung.
Für etwas mehr Geld gibt es bereits die ersten MiniDV-, Festplatten und DVD-Kameras. Günstige Einstiegsmodell ohne viel Schnickschnack, aber mit solider, wesentlich besserer Bildqualität sind ab 250 Euro zu bekommen. Für Gelegenheitsfilmer, die sich nicht mit manueller Bedienung auseinandersetzen wollen, sind diese Camcorder ausreichend. Anschlussmöglichkeiten für Mikrophone oder Kopfhörer sowie einen Zubehörschuh sucht man hier in der Regel vergebens.
In diesem Preissegment liegen auch die etwas besseren Speicherkartenkameras. Immerhin gibt es nun schon optischen Zoom oder einen Fokus für das Geld. Wer seine Kamera mechanisch hart fordern will, zum Beispiel beim Sport, wo die empfindlichen Laufwerke der anderen Varianten an ihre Grenzen stoßen, für den könnte solch ein Modell schon brauchbar sein.
Die 500 Euro-Klasse: Qual der Wahl
Digitale Camcorder für 500 Euro
Dieser Camcorder besitzt einen internen Flash-Speicher von 16 Gigabyte und kann zusätzlich mit SD-Karten bestückt werden. Sein 1/6-Zoll-CCD-Sensor hat effektiv 710.000 Pixel während der Videoaufnahme.
Dieser Camcorder nimmt seine Videos auf Blu-ray auf. Eine Disc reicht dabei für eine Stunde Aufnahmen in Full-HD. Zusätzlich kann er noch mit SD-Karten bestückt werden.
Dieser Festplattencamcorder kann mit SD-Speicherkarten erweitert werden. Sein 1/3,9-Zoll-CCD-Sensor verfügt im Videomodus über effektiv 1,23 Megapixel.
Dieser Camcorder verfügt über eine eingebaut Festplatte und einen Steckplatz für SD-Karten. Die drei CCD-Sensoren mit je 540.000 Pixeln nehmen im MPEG2-Format auf.
Hier wird es langsam interessant. Denn in dieser Preisregion hat der Kunde schon fast die volle Auswahl. Sogar MiniDV-Modelle mit drei CCDs sind zu bekommen, die qualitativ in diesem Sektor das Optimum darstellen. Auch die Festplatten- und Blu-ray-Camcorder sind erhältlich. Dies ist der Bereich, der für die meisten Gelegenheitsfilmer schon ausreichend sein kann. Hier gibt es oft gute Bildqualität und viele manuelle Optionen. Wer nicht oft zur Kamera greift, aber dennoch gute Ergebnisse erwartet, der ist hier richtig.
Die 1.000 Euro-Klasse: Für Anspruchsvolle
Digitale Camcorder für 1000 Euro
Dieser Camcorder ist mit 16 Gigabyte internem Flash-Speicher ausgestattet und kann zusätzlich mit SD-Karten bestückt werden. Sein CMOS-Sensor mit 2,07 Megapixel im Videomodus nimmt im Full-HD-Format mit 1.980 x 1.080 Pixeln auf.
Eine Festplatte ist in diesen Camcorder eingebaut und einen Steckplatz für mircoSD-Karten besitzt er auch. Der CMOS-Sensor bietet eine Auflösgun von effektiv 1,35 Megapixel im Videomodus. Damit liefert er Bilder in Full-HD.
Dieser Speicherkartenkamera nimmt mit ihren drei MOS-Sensoren Videos in Full-HD auf.
Dieser Full-HD-Camcorder besitzt eine CMOS-Sensor speichert Videos mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln auf seiner 60 Gigabyte großen Festplatte.
Jetzt bleiben kaum noch Wünsche offen. In dieser Preisklasse findet man Camcorder, die in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln aufnehmen. Zudem gibt es alle anderen Varianten der übrigen Formate in noch hochwertigeren Modellen. Das Ende der Fahnenstange ist hier aber noch lange nicht erreicht. Die richtig guten HDV- und MiniDV-Geräte fangen hier erst an. Ambitionierte Hobbyfilmer, die immer auf der Jagd nach dem optimalen Motiv und der optimalen Einstellung sind, schauen sich in diesem Bereich um.
