Nokia N93 im Test: Die Form folgt der Funktion

Zukunftsweisend: Bis es runterfällt

Gefällt: Bild- und Videoqualität

Das Nokia N93 bietet mit 3,2 Megapixeln Auflösung und einem hochwertigem Carl Zeiss-Objektiv mit dreifach optischem Zoom ein gute Grundvoraussetzung für überzeugende Fotos. Der schnelle Schnappschuss zwischendurch oder ein Foto zu Dokumentationszwecken sind jedoch eher das Anwendungsgebiet als Hochglanzfotos, die einer reinen Digitalkamera Konkurrenz machen könnten.

Selbst bei Tageslichtaufnahmen weisen die Fotos aus dem N93 stets eine geringe Grobkörnigkeit auf, die jedoch erst bei näherer Betrachtung auffällt. Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse für ein Mobiltelefon gut, wenn sie auch nicht an die Qualität eines Sony Ericsson K800i herankommen.

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Die hohe Auflösung reicht aus, um auch kleinere Details zu erkennen.

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In dunklen Ecken fängt es schnell an zu rauschen.



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Der optische Zoom, holt Objekte...

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...ohne Qualitätseinbußen heran.



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Die Videoleistung des N93 ist dafür absolut überzeugend. In lichtschwächeren Situationen zwar sehr grobkörnig, überzeugen die Videoaufnahmen unter Normalbedingungen vollends. Flüssiges und scharfes Video begeistert auf dem Handydisplay und dank des TV-Ausgangs auch am heimischen Fernsehen. So manche Digitalkamera bietet beim Video deutlich weniger. Dank des eingebauten Stereomikrofons kommt auch der Ton in guter Qualität auf die Speicherkarte.

Nokia N93 Video
Video: Klick startet Download

Die Möglichkeiten für Videoschnitt und -bearbeitung sind vielfältig und machen Spaß. Mit dem N93 steht zukünftigen Spielbergs oder allen, die es noch werden wollen, eine kompakte und ausstattungsstarke Lösung zur Verfügung. An einen reinen Camcorder kommt die Videoleistung natürlich nicht heran, für den Handybereich stellt das N93 jedoch die aktuelle Referenz in Sachen Videoaufzeichnung dar.

An diesem Mobiltelefon scheiden sich die Geister. Für viele Nutzer muss ein Handy auch "Handy" sein. Angesichts der Ausmaße des vorliegenden Testgerätes traut sich sogar Nokia nicht mehr, diesen Begriff in den Mund zu nehmen. Das Nokia N93 ist offiziell ein Multimedia-Computer. Insbesondere die Möglichkeit einen externen Monitor anzuschließen, vermittelt den Eindruck, tatsächlich einen Computer in den Händen zu halten. Auch im Einsatz als Multimedia-Server unterstreicht das N93 seine Zugehörigkeit zum Computer-Genre. Mit 182 Gramm Lebendgewicht verlässt es das Haus aber sicherlich öfter als seine Kumpanen.

Unterwegs eignet sich das bisher einzige Mobiltelefon mit optischen Zoom sehr gut als Kamera. Das hochwertige Objektiv fängt gute Bilder ein und macht noch bessere Videos. Die Handhabung ganz im Stile eines Camcorders gelingt jedoch nur leicht verkrampft. Intuitiv möchte der Zeigefinger dem auslösenden Daumen Gegenhalt bieten: Dumm nur, dass sich in diesem Kräfteausgleich der Zeigefinger auf dem Objektiv befindet. Das seitlich angebrachte - für das Kamera-Menü zuständige - Steuerkreuz wird Menschen ohne Feingefühl im Stich lassen.

Das N93 zeigt, was derzeit technisch machbar ist. Dass der Handy-Body-Maß-Index-Wert dabei aus dem grünen Bereich rutscht, liegt in der Natur der Sache. Das voll erweiterbare Symbian-Betriebssystem sichert dem neuen Finnen einen festen Platz in der Zukunft. Nur die wackelige Display-Konstruktion und die insgesamt entäuschende Verarbeitung lassen Zweifel an der Lebensdauer aufkommen.

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