Laser-Maus und LCD-Tastatur im Duett
Logitech MX 3200 im Test: Schnurloses Desktop-Duo
Passend zum Start des neuen Betriebssystems testet netzwelt eine der ersten Windows-Vista-Tastaturen aus dem Hause Logitech. Außer dem schwarzen Keyboard inklusive Display bringt der schnurlose Desktop MX 3200 Laser gleich noch seine eigene Maus mit. Die Masse an zusätzlichen Funktionen lässt sich nicht einmal mehr an beiden Händen abzählen, darunter ein integrierter Wecker, eine Zoom-Leiste mit iPod-Allüren und praktische Telefontasten für Voice over IP. Augenfälligstes Novum: Das Logo der Windows-Taste ist rund. Wie viel Vista für unter 100 Euro wirklich drinsteckt, sehen wir uns genauer an.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schwarz mit Spionagewerkzeug
- 2Nützliches und Nervendes
- 3Ergonomische Schimmelbekämpfung
- 4Maus wie gehabt
- 5Selbstgemachte Menüs
- 6Fazit
- 7Auf der nächsten Seite: Die wichtigsten Daten
Nach den älteren Desktop-Sets MX 3000 und MX 3100 war die Ablösung durch den MX 3200 eigentlich bloß eine logische Konsequenz. Gegenüber dem Vorgänger MX 3000 änderte sich allerdings lediglich die Tastatur. Die passend bemalte Begleitung bildet nach wie vor die Laser-Maus MX 600, die in leicht abgewandelter Form auch als kabellose Links- und Rechtshändermaus MX 610 sowie als verkabelte Variante MX 400 mit weniger Tasten erhältlich ist.
Inhalt
Ergonomische Schimmelbekämpfung
Schwarz mit Spionagewerkzeug
Schön geschwungen präsentiert sich das neue Keyboard mit dem Vista-Stempel. Der dominierende schwarze Lack bringt die bekannten Vor- und Nachteile mit sich: Er sieht schick aus, ist aber anfällig für Schmutz und Staub. Besonders deutlich wird dies beim integrierten Display der Tastatur, das auf einer sanften Erhöhung über den anderen Dingen steht und spiegelt, was der Hochglanz hergibt. Zu den interessanten Details zählt sicherlich der Zoom-Slider am linken Rand: eine simple senkrechte Leiste, die auf leichtes Darüberfahren reagiert und dabei, ähnlich wie das Clickwheel von Apples iPod, ein elektronisches Knattern erzeugt.
Unten auf der gegenüberliegenden Seite sitzen drei weitere Schalter mit VoIP-Funktion, die entsprechende Programme wie Skype starten und den virtuellen Telefonhörer aufheben oder ablegen. Etliche weitere Zusatzfunktionen für Mediensteuerung, Office-Anwendungen und Windows-Standards tummeln sich am Zoom-Slider, unter dem Display sowie über dem Nummernblock und auf den doppelt belegten F-Tasten. Zwischen den Buchstaben kann man durch acht kleine Löcher hindurchsehen, die augenscheinlich als Abflussrohre für verschüttete Flüssignahrung wie Cola, Kaffee und Konsorten dienen.
Bei Sekretärinnen und anderen Schreibkräften ist eine gewisse Skepsis angebracht, wenn der Chef plötzlich mit einem nagelneuen MX-3200-Desktop winkt. Denn das muss keine Belohnung für hervorragende Verdienste oder ein Zeichen für ernsthafte Ergonomie-Gedanken sein, sondern könnte ebenso gut einen versteckten Versuch der internen Betriebsspionage darstellen. Die richtigen Knöpfe gedrückt, zählt das Display nämlich penibel jeden einzelnen Anschlag mit.
Nützliches und Nervendes
Bei Bedarf informiert das 1,4 x 3,6 Zentimeter messende, zweizeilige Display nicht bloß in englischsprachiger Manier über Datum und Uhrzeit, sondern gibt sogar akustische Rückmeldung. Außer einem praktischen Wecker verfügt es noch über einen Timer mit einer schrill piepsenden Melodie. Die Lautstärke reicht aber kaum aus, um einen Menschen frühzeitig aus dem Land der Träume zu reißen. Außerdem tönt der Alarm bloß für maximal 40 Sekunden und schaltet anschließend automatisch ab. Als Erinnerung für einen wichtigen Termin oder Indiz dafür, wann die Tiefkühlpizza aus dem Ofen muss, taugt er jedoch allemal.
Schade finden wir, dass die integrierte Uhr nicht mit der Systemzeit synchronisiert und bei jedem Batteriewechsel und jeder Zeitumstellung aufs Neue justiert werden muss. Immerhin geht dies denkbar einfach über die Bühne, da die gewünschten Zahlen direkt über den Nummernblock wählbar sind. Unter Windows XP verschenkt die durchaus nützliche Anzeige leider einiges an Potenzial: Informationen zu gerade laufenden Videos oder Musikstücken gibt es nicht. Außerdem geht die Lesbarkeit im Dunkeln wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung gegen Null.
Logitech Cordless Desktop MX 3200 Laser im Test
Die MX 600 passt durch ihre ergonomische und hohe Bauweise selbst groß gewachsenen Händen gut
Unten sitzen drei Schalter mit VoIP-Funktion, die entsprechende Programme wie Skype starten
Dank Lasersensor tastet die Maus präzise ab und funktioniert auf den meisten Oberflächen.
Laut Logitech kommt beim MX 3200 antimikrobielles Material zum Einsatz, das Bakterien und Schimmel am Sprießen hindert.
Die Masse an zusätzlichen Funktionen lässt sich nicht einmal mehr an beiden Händen abzählen...
...darunter ein integrierter Wecker, praktische Telefontasten für Voice over IP...
Schön geschwungen präsentiert sich das neue Keyboard mit dem Vista-Stempel.
Außer dem schwarzen Keyboard inklusive Display bringt der schnurlose Desktop MX 3200 Laser gleich noch seine eigene Maus mit.
Das Vor- und Zurückspulen sowie die zufällige Wiedergabe über die Tasten unter dem Display funktioniert zwar nur mit dem Windows Media Player und Winamp, aber immerhin. Dafür harmonieren andere wichtige Funktionen wie Play, Pause und Titelsprung auch mit der Open-Source-Software Media Player Classic. Die Lautstärkeregler für leiser, lauter und Stummschaltung greifen direkt auf die Windows-Klangeigenschaften zu und sind ergo unabhängig vom verwendeten Medienspieler nutzbar.
Etwas ungünstig gewählt wurde der Platz für den an sich praktischen Zoom-Slider, der Bilder oder andere Monitorinhalte beim leichten Darüberfahren vergrößert: Besonders wer via "Alt-Tab" zwischen verschiedenen aktiven Fenstern wechselt, legt den kleinen Finger gerne unabsichtlich dort ab und verändert beispielsweise die Größe einer Internetseite. Im Test müssen wir den darunterliegenden "100-%"-Schalter des Öfteren frequentieren, um wieder zur ursprünglichen Ansicht zurückzukehren. Ein Abschalten des Zooms war mit der vorliegenden Software nicht möglich.

Wurde die Tastatur jemals geputzt?
Also ich habe die Tastatur von meinem Arbeitgeber hier gestellt bekommen und muss sagen: Keine gute Wahl für mich. Die Tastatur war jetzt doch einige Mitarbeiter vor mir schon in Gebrauch und so langsam zeigen sich...
keine Ahnung :D, aber der Test trifft mein Empfinden genau, Kombi super, Maus aber bisschen schlecht(Mausrad klappert, und die Mitteltaste ist ungenau) ansonsten super Set!
In der Maus im Batteriefach über den Batterien befinden sich Kontakte !! Wofür sind diese gedacht? Von Logitech gibt es hierzu keinerlei Angaben. Karl Schneegans