Microsoft Zune im Test: Teil 1

Hörtest: Keine Patzer, aber ohne Auszeichnung

Der Zune unterstützt die Resume-Funktion. Schaltet man ihn während der Wiedergabe aus, setzt die Musik nach einem Neustart an exakt der gleichen Stelle wieder ein. Hörspielfreunde werden sich dafür über die fehlenden Lesezeichen (Bookmarks) ärgern. So ist es nicht möglich, eine Stelle im Stück oder Hörbuch dauerhaft zu kennzeichnen.

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Trotz technischer Innovationen bleibt die Hauptaufgabe eines MP3-Spielers die Musikwiedergabe. Auf diesem Gebiet erledigt Microsofts Zune seine Sache sehr ordentlich, wenngleich auch ohne Auszeichnung. Nahezu kein MP3-Player kommt serienmäßig mit brauchbaren Kopfhörern daher, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zune-Ohrstecker klangmäßig nicht das Gelbe vom Ei sind. Effekte wie SRS oder eine Bassanhebung sucht man vergeblich.

Unsere Referenz-Kopfhörer, Shures E500PTH, zaubern ein ausgewogeneres und harmonisches Klangbild auf die Ohren, wenngleich die Wirkung der sieben Equalizer-Presets eher mäßig ausfällt. Ein frei vom Nutzer definierbarer Equalizer fehlt dem Zune leider. Ebenfalls als störend haben wir die Abstufungen der zwanzig digitalen Lautstärkeschritte empfunden.

Microsoft Zune

Vor allem im unteren Bereich liegen diese Schritte zu weit auseinander, was bei sensiblen, tief im Gehörgang sitzenden In-Ear-Kopfhörern natürlich deutlich stärker auffällt als bei einem geschlossenen Studio-Modell. Die maximale Lautstärke jedenfalls reicht aus, um den Ohren dauerhaften Schaden zuzufügen. Neben MP3-Musik kommt unser Testkandidat mit den Formaten WMA und AAC klar. Wer die Musik von der Festplatte satt hat, schaltet einfach um auf das sehr gut zu bedienende Radio. Die Empfangsqualität ist gut, der Zune nutzt im Radio-Modus die Kopfhörer-Kabel als Antenne.

Foto und Video: Aufgepumpte Cover, versteckte Qualitäten

Das große Display ist natürlich nicht nur für die nackte Bedienung zu gebrauchen. Falls vorhanden, zeigt es während der Musikwiedergabe das Albumcover in voller Größe an. Leider liegen viele Cover in der Regel nur in einer deutlich geringeren Auflösung als die unterstützten 320 x 240 Pixel vor. Das Ergebnis: Viele Cover wirken verzerrt und künstlich aufgepumpt.

Die wahren Qualitäten der Anzeige werden erst im Foto-Modus deutlich. Hell und kontraststark präsentiert uns der Testkandidat die gespeicherten JPEG-Bilder im Querformat. Auch eine Diashow ist auf Knopfdruck möglich. Jedes Bild lässt sich einfach vergrößern oder als Hintergrund abspeichern.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu MP3-Player hier.

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