Microsoft Zune im Test: Teil 1

WLAN: Willkommen im sozialen Microsoft-Gefüge

Durch ein paar Tricks, die wir in einem gesonderten Artikel erklären werden, ist es dennoch möglich, Zune als externes Laufwerk anzusprechen, wenn auch zurzeit noch über Umwege. Direkt nach dem Auspacken ist die Jukebox von Microsoft jedenfalls noch strenger an die mitgelieferte Software gekoppelt, als dies beim Erfolgsduo von Apple der Fall ist. Dort lässt sich der iPod immerhin als externes Laufwerk zur Datenspeicherung einsetzen.

Auch die Hardware-Ausstattung fällt nicht gerade üppig aus, kann dafür mit einigen echten Innovationen und mit einem Radio glänzen. Auch wenn Microsofts Zune nicht der erste MP3-Spieler mit integriertem WLAN ist, so ist er zweifelsohne der am meisten beachtetste. Geht es nach dem Kopf von Microsoft, wird der drahtlose Funkstandard dem Player die bereits erwähnte soziale Komponente verleihen.

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Willkommen also im sozialen Microsoft-Gefüge. Auch Fernsehspots und Printwerbungen betonen diesen Aspekt. Für Microsoft ist die drahtlose Musik-Übertagung von Zune zu Zune schlagendes Kaufargument und Trumpf im Kampf um Marktanteile gleichermaßen. Doch nicht nur in den Vereinigten Staaten wird über Sinn und Unsinn der WLAN-Funktionalität diskutiert, denn der Nutzer wird aus urheberrechtlichen Gründen stark eingeschränkt.

Microsoft Zune

Die Bedienung kommt der des iPods schon recht nahe. Auch Neueinsteiger oder ältere Menschen dürften von der Menüführung nicht überfordert werden.

Jedes Lied, welches den Zune per WLAN verlässt, tritt die Reise durch den Äther in einem DRM-geschützten Container an. So lassen sich Lieder, die von einem anderen Zune drahtlos empfangen wurden, innerhalb von drei Tagen exakt dreimal abspielen. Anschließend sind sie unbrauchbar. In diesem Zeitfenster kann der Nutzer die für ihn besonders interessanten Stücke markieren und sie bei der nächsten Synchronisation mit der Microsoft-Software käuflich erwerben. Andere Drahtlos-Funktionen, wie das Streamen von Inhalten eines Computers, sind mit dem serienbelassenen Zune nicht möglich. Lediglich ein Abspielen der Xbox-Bibliothek ist vorgesehen. Auch lassen sich längst nicht alle Musik-Inhalte auf diese Art und Weise versenden, manche Rechteinhaber haben dem ausdrücklich widersprochen.

Bedienung: Mit Klicken, ohne Fallstricke

Sehr intuitiv, fast schon blind lässt es sich durch die logisch strukturierten Menüebenen navigieren, sodass es kaum einen Unterschied macht, ob man, wie beim iPod, mit dem Finger am Rad dreht, oder im Falle des Zunes nach oben, unten oder seitwärts klickt. Das Menü hält kaum Fallstricke, dafür aber auch nicht sehr viele Einstellmöglichkeiten durch den Nutzer bereit. Innerhalb weniger Minuten dürfte das Steuerungsprinzip klar sein, sodass auch ungeübte oder ältere Menschen sich schnell mit dem Zune anfreunden dürften. Vor allem das große und gut ablesbare Display trägt einen großen Anteil am Bedienkomfort.

Die gespeicherte Musik lässt sich schnell und unkompliziert nach Alben, Künstlern, Liedern und Genre sortieren und behält die Originalreihenfolge bei. Sehr gut hat uns auch die Miniaturdarstellung der Alben-Cover im Menü gefallen. Wiedergabelisten müssen zunächst auf dem Rechner erstellt und mit dem Zune synchronisiert werden. Lediglich eine Liste lässt sich direkt auf dem Player anlegen, aber nur minimal verwalten.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu MP3-Player hier.

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