Mörderischer Messias

Spieletest: Dark Messiah of Might and Magic

Aufgepasst, Axel Schulz: So wird gekämpft! Im Universum der Rollenspielreihe "Might and Magic" entfesselt Ubisoft ein gnadenloses Ringen um ein mächtiges Artefakt. Mit Magie, Bögen, Schwertern, Äxten und Fußtritten wird so gut wie alles zerdeppert, was die Fantasykiste hergibt. Durch die Verwendung der Source-Engine (Half Life 2) fällt der Feind auch physikalischen Kräften zum Opfer.

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Hat es sich im Körper des Helden gemütlich gemacht: Ein sexy Dämon mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis. Auf jede fünfte Anmache folgt ein nützlicher Tipp

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Hart, aber unfair
  2. 2Grafikpracht und Stottersound
  3. 3Üppige Schlachtplatte

Endlich. Nach Jahren trockener Magie- und Kampfausbildung wird der junge Sareth mit einer verantwortungsvollen Mission betraut. Im Auftrag seines Meisters soll er die Stadt Steinhelm bereisen und dem hiesigen Zauberer ein Artefakt überreichen. Doch kaum dass sich die streng bewachten Tore Steinhelms geöffnet haben, kracht hundert Meter weiter ein riesiger Zyklop durch den Ringwall. Im Schlepptau des ungebetenen Besuchers: ebenso flinke wie fiese Ghouls. Spätestens diese aufregende Szene deutet an, dass in den kommenden elf Stunden wenig Hände geschüttelt werden.

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Hart, aber unfair

Obwohl für den deutschen Markt entschärft, eignet sich "Dark Messiah of Might and Magic" nicht fürs Kinderzimmer. Das derbe Actionspiel haut in die Kerbe von "Rune" oder "Severance", setzt in puncto Todesvielfalt aber noch einen drauf. So können Gegner mit Fußtritten in Stachelwände und Feuerstellen gestoßen werden oder von hinten in den Abgrund. Das Durchtrennen von Seilen verwandelt riesige Kronleuchter in tödliche Pendel und morsche Holzkonstruktionen, in denen Fässer gelagert sind, lassen nach einem Schwerthieb ihre Last auf Umstehende niedergehen; brennbare Materialien werden zur Flammenfalle umfunktioniert.

Ohne solche Hinterfotzigkeiten tut man sich aufgrund des strammen Schwierigkeitsgrades schwer. Offene Konfrontationen, auch mit mehreren Gegnern gleichzeitig, stehen dennoch im Mittelpunkt. Gekämpft wird aus der Egoperspektive, wobei die linke Maustaste zum Angreifen dient und ein Rechtsklick gegnerische Attacken pariert, später auch mittels Schild. Über die Dauer eines Adrenalinschubs schnetzelt der Held derart fix durch Monsterschwarten, dass sich selbst japanische Showköche verneigen würden.

Dark Messiah of Might & Magic


Einmal niedergerungen, rappeln sich Feinde meist auf, um einen neuerlichen Angriff zu starten oder verletzt davon zu humpeln. Für (ewige) Ruhe sorgt ein theatralischer Hieb ins Herz - kein Wunder, dass dem Messias das Kunstblut nur so von der Klinge tropft. Seine im Kampf gesammelten Erfahrungspunkte darf Sareth in verschiedene Talente investieren. Das Charaktersystem ist simpel und steigert je nach Werdegang die Kampfkraft, die Liste der Zaubersprüche oder die Schleichqualitäten.

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