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04.12.2006
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Kleinkalibergeschoss

Asus W7J im Test: Subnotebook mit Intel Core 2 Duo

Benjamin Schnitzler

Schöne Tastatur, hakeliges Touchpad

Bei der Tastatur des W7J haben die Asus-Entwickler hervorragende Arbeit geleistet: Die Tasten klappern kaum und sprechen leise sowie überaus präzise an. Auch das feste Gefühl beim Anschlagen und der saubere Druckpunkt sind regelrechte Aufforderungen zum Verfassen längerer Texte. Einen mindestens ebenso guten Eindruck wie das Keyboard hinterlassen die beiden wertig klickenden Touchpad-Tasten. Leider wirkt das Fingerfeld nicht nur optisch wie aus Versehen überlackiert. Wie das Gehäuse fühlt es sich an wie hauchfeines Schmirgelpapier, was wiederum dazu führt, dass der Finger regelmäßig hängen bleibt.

Starker Prozessor, mittelschnelle Grafik

Dass das W7J in den synthetischen Spiele-Benchmarks trotz der nur mäßig flotten Grafikkarte recht hohe Werte erzielt, verdankt es in erster Linie seinem Prozessor. Denn der Core 2 Duo lässt einen Core Duo der ersten Generation bei gleicher Taktfrequenz einfach stehen. Daher schneidet es im direkten Vergleich zum Lamborghini-Laptop Asus VX1 in puncto CPU-Performance bedeutend besser ab. Besonders groß ist der Vorsprung bei der Multimedia-Leistung, hier übertrifft der neue Prozessor den alten zum Teil sogar um mehr als das Dreifache.

Anspruchsvolle Games wie "Quake 4" und "Half-Life 2" bewältigt das W7J bei niedrigen bis mittleren Qualitätsstufen gerade noch ruckelfrei, für gleichzeitige Kantenglättung und anisotrope Filter fehlt es aber eindeutig an Kraft. Für Spiele, die schonender mit den Systemressourcen umgehen, reicht die Leistung von Nvidias GeForce Go 7400 jedoch allemal. Am meisten Spaß macht das Subnotebook im 2D-Betrieb, wo es lange Wartezeiten in fast jeder Situation für obsolet erklärt.

Asus W7J mit Intel Core 2 Duo im Test

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Ordentliche Videos, schwacher Sound

Wer unterwegs bewegte Bilder abspielen möchte, macht mit dem schicken Subnotebook keine schlechte Partie. Ein gewisses Bildrauschen lässt sich selbst bei qualitativ hochwertigem Material und genauerem Hinsehen nicht kaschieren, darunter leidet das Taschenkino aber zumindest auf größere Distanz nur wenig. Komprimierte Videos gehen bisweilen leider mit einer recht starken Artefaktbildung einher. Durchweg ordentlich ist dafür die Reaktionszeit, die selbst bei schnellen Games keine übermäßigen Schlieren erzeugt.

Damit auch die Akustik stimmt, sollte allerdings ein Paar Kopfhörer in griffbereiter Nähe liegen. Denn der Sound aus den im Display integrierten Klangkörpern bleibt eigentlich nur bei niedrigem Pegel erträglich. An Bass fehlt es völlig, die Höhen werden stark überbewertet. Da wird aus dem Ziehen des kleinen Lautstärkereglers am rechten Rand schnell ein regelrechter Glücksgriff.

Leise, nicht langlebig

Glücklicherweise wird die enorme Systemleistung nicht noch akustisch untermauert. Im Normalbetrieb rauscht der Kleinstrechner angenehm unaufdringlich vor sich hin, erst beim Abruf der letzten Reserven steigert der Lüfter seine Drehzahl auf ein deutlich hörbares Niveau. Im Winter schön, im Sommer weniger - die Auflageflächen neben dem Touchpad und sogar die Tastatur heizen sich nach längerer Betriebszeit spürbar auf. Obwohl wir das W7J bei der Laufzeitmessung nur mit wenig anspruchsvollen Aufgaben betrauen, hält die Batterie nicht einmal zweieinhalb Stunden, sondern verlangt schon fünf Minuten früher nach der Steckdose.

Bei einem Subnotebook, bei dem es ohnehin auf eine möglichst hohe Mobilität ankommt, sollte mehr drin sein. Das Kauf- und Verkaufsargument für den aufpreispflichtigen Hochleistungsakku ist zweifellos gegeben. Mit wenig Ruhm bekleckert sich der Winzling auch in puncto Stromverbrauch: Er schluckt im schlimmsten Fall so viel wie ein großes 17-Zoll-Notebook mit schneller Spiele-Grafik, im Leerlauf sogar 20 Watt mehr. Während der Prozessor im Akkubetrieb auf gemächliche 500 Megahertz herunterschaltet, arbeitet er bei Steckdosenstrom mit mindestens einem Gigahertz.

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Fazit

In puncto Systemleistung ist das Asus W7J über jeglichen Zweifel erhaben. Intels Core 2 Duo macht aus dem kleinen Subnotebook ein Kleinkaliber-Geschoss erster Güte. Die Grafik ist zwar nicht die schnellste, für ein gelegentliches Spielchen jedoch ausreichend. An Ausstattung und Geräuschkulisse gibt es nur wenig auszusetzen, dafür müssen beim gestochen scharfen Display einige Abstriche gemacht werden. Weniger schön sind der hohe Preis, die geringe Akkulaufzeit sowie das hakelige Touchpad.

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