Kleinkalibergeschoss
Asus W7J im Test: Subnotebook mit Intel Core 2 Duo
Benjamin Schnitzler
Beim Asus W7J passt die düstere Optik zum Innenleben, denn das edle Subnotebook ist verteufelt schnell. Verantwortlich: Ein Intel Core 2 Duo und satte zwei Gigahertz. Mit einem Display in der Zwischengröße 13,3 Zoll bleibt es knapp unter der Zwei-Kilo-Grenze. Tiefdunkles, mattes Anthrazit und ein leichtes Glitzern verleihen ihm ein gediegenes, zugleich unnauffälliges Äußeres. Nach schnödem Kunststoff fühlen sich hier nur die wengisten Oberflächen an. Zudem kommen Farben-Freunde dank etlicher blauer LEDs voll auf ihre Kosten.
Asus setzt beim kleinen W7J auf einen hochwertig wirkenden Mix aus Aluminium, Magnesium und Kunststoff. Trotz der eher filigranen Erscheinung erweckt es einen sehr widerstandsfähigen Eindruck. Mehr als ein klobiges Stein- oder Braunkohlebrikett für den Kaminofen macht das Leichtgewicht allemal her, dennoch sind gewisse Ähnlichkeiten zum dunklen Finish nicht von der Hand zu weisen. Als krönender Abschluss glänzt ein verchromter Schriftzug auf dem attraktiven Display-Rücken.
Inhalt
Viel dran, viel drin
Kleines Bild, aber oho
Schöne Tastatur, hakeliges Touchpad
Starker Prozessor, mittelschnelle Grafik
Ordentliche Videos, schwacher Sound
Leise, nicht langlebig
Fazit
Daten und Messwerte
Einen einrastenden Schließmechanismus gibt es nicht, allein das Scharnier hält den Bildschirm auf der Tastatur. Beim Aufklappen hilft die silberne, leicht vorstehende Gitter-Blende mit der integrierten 1,3-Megapixel-Kamera. Die andere Hand sollte dabei allerdings die Unterseite festhalten, damit nicht das gesamte Gerät nach oben klappt. Im Interieur setzt sich der schöne äußere Schein nahtlos fort. Oben links über dem Display sehen wir das Asus-Logo der Rückseite in geschrumpfter Form wieder, optisch überaus gelungen sticht außerdem der blau leuchtende Steg zwischen den beiden Touchpad-Tasten hervor.
Um Display und Gehäuse zieht sich eine schmale Zierleiste im Farbton der Kamerablende, auch die Bedienelemente zum Einschalten sowie für WLAN und Energie-Profile sind in Silber gehalten. Vorne links neben dem Touchpad geben bis zu sechs LEDs Aufschluss über den Status von Batterie, Festplatte, WLAN, Feststelltaste und Bluetooth. Die meisten in Blau natürlich, weil es so gut zur dunklen Farbe passt. In einem winzigen Loch rechts unten sitzt ein integriertes Mikrofon.

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Hinter der unauffälligen Fassade steckt ein richtiger Renner.
Im Innern treibt das W7J ein schneller Core 2 Duo aus dem Hause Intel voran, der in der Variante T7200 ganze zwei Gigahertz leistet und mit satten vier Megabyte L2-Cache protzt. Mit einem Gigabyte wurde der Arbeitsspeicher ausreichend groß bemessen. Nachteil: Eine Hälfte ist fest auf das Mainboard gelötet und es gibt nur einen SO-DIMM-Steckplatz für nachträgliche RAM-Upgrades. Eine Festplatte mit 120 Gigabyte Platz und schnellen 5.400 Touren pro Minute kann sich sehen lassen, ebenso wie Wireless LAN in den gängigsten Formaten und Bluetooth 2.0. Für Subnotebooks eher untypisch kommt statt integrierter separate Grafik in Form einer Nvidia GeForce Go 7400 zum Einsatz.
Mit nur drei USB-Ports bietet der Winzling zwar weniger als ein gewöhnliches Mittelklasse-Notebook, was angesichts der geringen Größe aber noch in Ordnung geht. Für analoge Monitore steht der passende Ausgang bereit, außerdem gehört ein S-Video-Anschluss zur Serienausstattung. Zusätzliche Kontaktfreude vermitteln ein integrierter Kartenleser, ein Steckplatz für ExpressCard-Erweiterungen sowie Anschlüsse für FireWire, Mikrofon und Kopfhörer. Letzterer lässt sich alternativ auch als S/PDIF-Schnittstelle nutzen.
Asus W7J mit Intel Core 2 Duo im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Seine 1.280 x 800 Pixel stellt das W7J-Display angenehm hell zur Schau, zudem bewegt sich die brillante Schärfe nahe an der Perfektion. Farben werden zwar keinesfalls schlecht, doch leider etwas unregelmäßig und blass dargestellt. Dafür verdient das strahlende Weiß eine gewisse Anerkennung. Schwarz wirkt zumindest in der Mitte des Bildschirms satt, hebt die unhomogene Ausleuchtung aber leider besonders stark hervor. Je nach Blickwinkel zeigen sich am oberen und oberen Rand hellere Streifen mit einer leichten Wellenstruktur oder schwächer ausgeleuchtete Ecken.
Von der Seite betrachtet sind die möglichen Blickwinkel passabel, anders sieht es hingegen in der Horizontalen aus. Hier sorgen bereits geringe Abweichungen für ein zu dunkles oder helles Bild. Bei starken Sichtwinkeländerungen erinnert die Anzeige zum Teil an ein Foto-Negativ. Vor den Displays anderer Subnotebooks muss sich das des Asus-Modells allerdings nicht verstecken, da diese ein qualitativ vergleichbares Verhalten an den Tag legen. Stehen Sonnen- oder Lampenlicht gerade ungünstig, trübt die spiegelnde Oberfläche die Lesbarkeit.
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