Mit dem WSKP100 in jedem WLAN skypen
Getestet: Das Skype-Handy von SMC
Voice over IP
Wir schreiben das Jahr 2006. Noch immer ist die Gemeinde der Internet-Telefonierer in zwei Lager gespalten: Während die Anhänger des SIP-Protokolls dank einer Vielzahl von Endgeräten im gemütlichen Wohnzimmer oder auf der sonnigen Veranda mit ihren Lieben palavern, sind Skype-Nutzer meist mit einem Headset an den Computer im tristen Arbeitszimmer gefesselt. Doch damit ist nun Schluss. Telefonieren mit Skype ist zum Jahresende fast so komfortabel geworden wie mit einem gewöhnlichen Schnurlostelefon.
Das WSKP100 von SMC ist nicht das einzige Skype-Handy, wohl aber das erste direkt im Skype-Shop erhältliche. Damit ist auch der Grund für die Auswahl der netzwelt-Redaktion bekannt. Bereits getestete, schnurlose SIP-Telefone wie das Siemens Gigaset SL75 WLAN als auch die UTStarcom-Geräte F1000 und F3000 stellen die Richtschnur für die Leistungsfähigkeit des ersten Skype-Handys in der netzwelt-Redaktion dar.

Inhalt
- Einschalten und loslegen
- Keine Spielereien
- Verbindungswahl
- Handy im Alltagseinsatz
- Fazit: Das Warten hat sich gelohnt
Hardware: Nah am Handy
Weiße Farbe und abgerundete Ecken gehören offensichtlich zum modernen Design, wenn es um computernahe Unterhaltungselektronik geht. Ähnlich wie iPod und iRadio ist die Front des WSKP100 recht farblos gehalten, in der Mitte thront das Logo des Herstellers. Dank einer Befestigungsmöglichkeit an der rechten oberen Ecke kann das Skype-Telefon representativ am Schlüsselband um den Hals getragen werden. Doch nicht zuletzt die Größe des irgendwo zwischen Handy und Haustelefon angesiedelten Skype-Geräts lassen diese Trageweise zur Geschmacksfrage werden.
Das SMC-Handy im Monoblock-Format liegt gut in der Hand. Mit eindeutig ertastbaren Druckpunkt, zwei Softkey-Tasten und einem Mini-Joystick ist die Bedienung durchweg angenehm. Für die Lautstärkeregelung während des Gesprächs ist ein Wippschalter auf der linken Seite zuständig. Zudem sind Tastatur und Display beleuchtet, Letzteres eignet sich je nach Helligkeitseinstellung beinahe als Taschenlampe. Ein USB-Ladeanschluss sowie eine 2,5-Milimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss des mitgelieferten Headsets werden an der Unterseite von einer Gummiabdeckung geschützt.
Hinter einer dünnen, silbergrauen Kunststoffabdeckung liefert ein Liithium-Ionen-Akku den nötigen Strom. Aufgeladen wird dieser an der Mini-USB-Schnittstelle per Ladegerät oder USB-Kabel am Computer, beides liegt dem Telefon bei. SMC liefert außerdem eine dreisprachige Kurzanleitung sowie eine Handbuch-CD mit. Da das WSKP100 keinen PC-Anschluss benötigt, besteht auch kein Bedarf an (Zwangs-)Software oder Treibern.
Einschalten und loslegen
Nach der allerersten Ladephase von acht Stunden ist das WSKP100 betriebsbereit. Während der 15-sekündigen Ladezeit bis zur ersten WLAN-Suche drängt sich das nicht zu übersehende Skype-Branding auf. Daraufhin steht die Auswahl eines verfügbaren Wireless-Netzwerkes samt Verschlüsselung auf dem Programmplan. Noch bevor Skype genutzt werden kann, verweist die Gerätesoftware auf die Geschäftsbedingungen des VoIP-Dienstes, nachzulesen auf der Homepage mittels Computer; einen eigenen Browser hat das WSKP100 nicht.
WSKP100
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