Logitech ChillStream Controller und Dicota Vent im Test
Dicota Vent
Im Grunde ist die Dicota Vent mehr eine Notebook- als eine Gamer-Maus. Doch ein präziser Laser-Sensor mit 1.600 dpi sowie die Herstellerangabe, sie eigne "sich auch besonders für hitzige Gamer", legen zumindest nahe, dass sie ebenfalls zum Spielen taugt. Mit nur knapp 80 Gramm erweist sie sich als echtes Leichtgewicht. Insgesamt erweckt sie allerdings mehr den Eindruck, als sei die Maus um den Lüfter gebaut worden. Durch die breite Heckpartie liegt sie trotz ihrer kompakten Abmessungen zumindest hinten gut in der Hand, vorne fällt sie hingegen viel zu schmal aus. Immerhin sorgen die gummierten Oberflächen für guten Grip.
Leider arbeitet die Rasterung des Mausrads ungenau und die schwergängige mittlere Maustaste scheint förmlich zu "kleben". Zum Aktivieren des Lüfters brauchst es entweder längere Fingernägel oder ein möglichst kleines Werkzeug wie etwa einen Schraubendreher, da der winzige Einschalter in einer Kerbe auf der Unterseite sitzt. Als der Ventilator läuft, wollen wir ihn am liebsten gleich wieder ausschalten. Der kleine Störenfried dreht sogar noch deutlich lauter als der des Logitech ChillStream und kommt mit seinem Rauschen inklusive pfeifendem Unterton der unangenehmen Akustik eines hochdrehenden Mainboard-Lüfters sehr nahe.

Immerhin beugt auch dieser Ventilator übermäßiger Schweißentwicklung vor. Obwohl die Verarbeitung nicht unbedingt schlecht ausfällt, tendiert die Materialqualität stark in Richtung Billigheimer. Positiv fällt auf, dass die vier Standfüßchen unter der kleinwüchsigen Maus nicht bloß gut, sondern auch überaus leise gleiten. Dank der hohen Auflösung kommt auch die Präzision nicht zu kurz, außerdem funktioniert der Sensor auf sehr vielen Oberflächen einwandfrei.
Zockern können wir vom Kauf der Vent jedoch nur abraten. Einerseits wird sie mit gerade mal 87 Zentimetern Kabel an einer viel zu kurzen Leine gehalten, andererseits legt sie bisweilen ein sehr seltsames Verhalten an den Tag: Auf bestimmten Gamer-Mousepads bewegt sich der Mauszeiger wie von Geisterhand zitternd hin und her, selbst wenn die Maus absolut still steht. Im Betrieb verhindert das manchmal nicht nur einen sauberen Doppelklick, sondern dürfte auf einer LAN-Party für den ein oder anderen Überraschungsmoment sorgen - man weiß nie genau, wen oder was man trifft.
Zitterpartie: Auf bestimmten Gamer-Mousepads tänzelt der
Mauszeiger manchmal ohne eigenes Zutun hin und her.
Fazit
"Viel Luft um nichts" würde diesen beiden Anti-Transpiranten nur bedingt gerecht werden. Denn schließlich helfen die integrierten Ventilatoren tatsächlich gegen verschwitzte Hände. Sensible Silent-Fanatiker dürften die hörbaren Lüfter allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Wahnsinn treiben. Wer bereits viel Geld in einen möglichst leisen PC investiert hat, braucht bestimmt keine Eingabegeräte, die zusätzliche Geräusche verursachen. Das ChillStream-Gamepad von Logitech macht selbst bei ausgeschaltetem Ventilator eine gute Figur. Wegen ihrer insgesamt schwachen Vorstellung können wir die Dicota Vent allerdings nur bedingt empfehlen.
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Links zum Thema
- Logitech
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