Anti-Transpirante: Maus und Gamepad mit integriertem Lüfter
Logitech ChillStream Controller und Dicota Vent im Test
Benjamin Schnitzler
Mit einer akuten Abneigung gegen verschwitzte Hände sollte man einem Gamer nach dem virtuellen Gefecht besser keine der selbigen schütteln. Obwohl es laut "Per Anhalter durch die Galaxis" des verstorbenen Douglas Adams nie schaden kann, ein Handtuch in griffbereiter Nähe zu haben, gibt es auch andere mögliche Alternativen. Zwei davon hat sich netzwelt näher angesehen: das Logitech ChillStream-Gamepad und die Laser-Maus Dicota Vent - Spielgeräte mit integriertem Ventilator.
Inklusive Lüfter ist der ChillStream Controller ab etwa 27 Euro zu haben, während die Vent für mindestens 20 Euro den Besitzer wechselt. Beide haben sich das heere Ziel auf die Fahnen geschrieben, gegen die Transpiration ihrer Benutzer zu Felde zu ziehen. Vergleichbar mit einem gewöhnlichen Deo-Spray, bloß um einiges kostspieliger. Außerdem sollen die beiden Anti-Transpirante dem Gamer selbst in hitzigen Spielphasen helfen, cool zu bleiben.
Logitech ChillStream Controller
Auf den ersten Blick gleicht das außergewöhnliche Eingabegerät einem Gamepad für Microsofts Xbox 360, zumal Logitech das Tastendesign vorsätzlich abkupferte. Doch bereits die Optik mit den Lüftungsschlitzen in den Griffen und dem blechernen Lochgitter auf der Rückseite lässt mehr dahinter vermuten. Nach der Installation der Treiber und dem Einstecken in einen freien USB-Port dreht der Lüfter gleich munter drauflos. Ein Knopf mit dem Symbol eines sechszackigen Schneekristalls regelt die Drehzahl zwischen "Low" und "High" oder schaltet den Ventilator bei Bedarf einfach ab.
Zu letzter Option dürften wohl die meisten greifen, wenn sie gerade nicht zum Zocken kommen. Besonders auf der schnellsten Stufe verfügt das deutlich hörbar rauschende Gebläse über ein hohes Nerv-Potenzial. Auch das hochfrequente Rattern in der langsameren Einstellung verschönert in ruhigen Räumen nicht gerade das Arbeitsklima. Doch etwas Gutes können wir dem Lüfter dennoch abgewinnen: Er funktioniert. Tatsächlich hilft der kleine Sturm auf dem Schreibtisch wirklich bei verschwitzten Handflächen. Durchgefrorene Finger sollte man allerdings besser aufwärmen, bevor man zu diesem Gamepad greift.

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Der Ventilator des ChillStream-Gamepads
dreht in zwei Geschwindigkeitsstufen.
Abgesehen vom integrierten Lüfter, der von der Geräuschkulisse zu urteilen zu den billigeren Vertretern gehört, stimmt die Verarbeitung beim Logitech-Gamepad. Es liegt gut in der Hand und die gummierten Griffe geben ordentlichen Halt. So etwas wie Vibrations-Feedback dringt allenfalls bei eingeschaltetem Ventilator zum Spieler durch. Praktisch sind die insgesamt vier analogen Regler: Zwei Wippen hinten für die beiden Zeigefinger sowie zwei Analog-Sticks vorn, von denen der untere für große Hände jedoch nicht ganz optimal platziert wurde. Letztere stehen unter starker Spannung und federn beim Loslassen schnell wieder in die Ausgangsposition zurück.
Oben rechts befinden sich vier bonbonartige Knöpfe in den für die Xbox typischen Farben Blau, Gelb, Grün und Rot. In der Mitte steckt ein nach außen gewölbter Schalter mit Logitech-Logo, der zwar gedrückt werden kann, aber scheinbar keine weitere Funktion erfüllt. Links und rechts daneben liegen zwei halbkreisförmige Tasten mit der Aufschrift "Back" und "Start", hinzu kommen zwei weitere Tasten über den hinteren Analog-Wippen. Komplettiert wird die vollwertige Ausstattung von einem leichtgängigen Acht-Wege-Steuerkreuz.
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